David MaAllister in eigenen Worten:
Deutschland steht zu Israel
Niedersachsens Ministerpräsident auf Israelbesuch:Deutschland ist dankbar, dass Israel ihm wieder vertraut.
David McAllister
Als Ministerpräsident des deutschen Bundeslandes Niedersachsen besuche ich Israel zum ersten Mal in meinem Leben. Ich werde begleitet von einer kleinen Delegation, der Gewerkschaftsvorsitzende ebenso angehören wie Mitglieder jüdischer und palästinensischer Gemeinden in Niedersachsen. Es wird sehr spannend für mich sein, mehr über Israel zu lernen und seine Menschen zu treffen.
Fast 70 Jahre sind seit dem Holocaust vergangen. Diesem grausamen Kapitel deutscher Geschichte folgten Aussöhnung, Partnerschaft und Freundschaft. Für Deutschland bedeutet die Beziehung zu Israel eine bleibende Verantwortung dafür, sicherzustellen, dass an den Holocaust erinnert wird.
„Nie wieder“ war die Lektion, die wir aus den Tagen des nationalsozialistischen Regimes gezogen haben. Der erste Artikel des deutschen Grundgesetzes legt fest: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“
Deutschland steht zu Israel und verteidigt konsequent seine Sicherheit und sein Existenzrecht. Diese Position ist ein Grundstein deutscher Außenpolitik, und wir werben für die Idee von „zwei Staaten“, damit Israelis und Palästinenser in Frieden und Sicherheit innerhalb anerkannter Grenzen leben können.
Zudem unterstützt Deutschland die Transformation der Länder des „Arabischen Frühlings“ zu Demokratien, die die Menschenrechte schützen, und arbeitet darauf hin, eine diplomatische Lösung für den Irankonflikt zu finden. Deutschland vertritt den Standpunkt, dass die Verhandlungen zwischen den Parteien schnell und in praktischer Weise fortschreiten müssen, um den regionalen Frieden zu sichern; und es glaubt, dass es Iran obliegt, einen Kompromiss mit Israel und der internationalen Gemeinschaft zu finden.
Die jüdische Gemeinde in Niedersachsen ist sehr aktiv. Die lokale Regierung unterhält sehr starke Beziehungen mit der Assoziation der jüdischen Gemeinden. Deren Vorsitzender, Michael Fürst, ist mit mir nach Israel gereist. Niedersachsen und Israel kooperieren in mehreren Bereichen. Acht niedersächsische Städte haben Partnerstadtverträge mit israelischen Städten unterzeichnet, und es gibt intensive Zusammenarbeit bei Studentenaustausch, Jugendprogrammen und Gedenkstätten. Mein Besuch in Israel soll diese Kooperation stärken.
Während meines Aufenthalts in Israel werde ich politische Gespräche in Jerusalem führen, Yad Vaschem besuchen und Holocaust-Überlebende treffen. Ich werde außerdem von hochrangigen IDF-Offizieren über Israels Sicherheitssituation unterrichtet werden. Und ich werde Ramallah in den Palästinensergebieten besuchen, um die Situation dort zu studieren.
Unser Besuch zielt darauf ab, das Band zwischen Deutschen und Israelis zu stärken. Wie Präsident Peres es in seiner beeindruckenden Rede im Deutschen Bundestag vor zwei Jahren formulierte: Wir besuchen Israel, „um gemeinsam von einem Nahen Osten zu träumen, in dem alle Länder bereit sind, den Streit ihrer Eltern gegen Frieden für ihre Kinder einzutauschen.“
David McAllister ist der Ministerpräsident von Niedersachsen.
YNetNews 31.08.2012 - Übersetzung: TIP - The Israel Project
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04.09.2012
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