Frankreich: Shoah-Gedenkstätte in Drancy eröffnet

Fast 70 Jahre nach der ersten Deportation französischer Juden von Drancy, einem Vorort der franzzösischen Hauptstadt Paris. in die Vernichtungslager der Nazis, hat Frankreichs Staatspräsident Hollande am Freitag dort eine Gedenkstätte eröffnet.

Das Sammel- und Durchgangslager Drancy war zeitweilig ein berüchtigtes Gefangenenlager in der Stadt Drancy 20 km nordöstlich von Paris, der Ort der Shoa in Frankreich, von wo ca. 65.000 hauptsächlich französische Juden mit der Eisenbahn in die deutschen Vernichtungslager überwiegend im heutigen Polen (Auschwitz-Birkenau und andere) transportiert wurden. Etwa 63.000 von ihnen wurden dort ermordet oder starben zuvor an den katastrophalen Umständen des Transports, der Unterbringung und Behandlung. Unter ihnen befanden sich ca. 6.000 Kinder. Nur noch 1.467 Überlebende konnten durch einen schwedischen Gesandten und Repräsentanten des Roten Kreuzes gemeinsam mit den Alliierten Streitkräften am 18. August 1944 befreit werden. Neun von zehn deportierten französischen Juden wurden über Drancy in den Osten verschleppt. Von den ca. 200.000 Deportierten hatten die Nationalsozialisten ca. 76.000 Juden entführen lassen. Anfangs unter französischer Leitung übernahm Alois Brunner am 2. Juli 1943 das Kommando des Lagers, assistiert von vier SS-Offizieren.

 

jfa

 

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