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Es ist schon eine Weile her, dass sich die Medien zu Premierminister Netanyahu mit Begriffen wie „Falke“ oder „Hardliner“ geäußert haben. Und es in der Tat eine Nachfrage wert, wenn sie dazu übergehen, bei Bibi eine Kehrtwende zu vollziehen. Hier einige Beispiele, die meine Antennen ausfahren ließen: Beleg A: Dan Ephron (Newsweek): Im Wissen um die Vorteile von Geheimverhandlungen hat Netanyahu während des abgelaufenen Jahres mehrmals versucht, [die] Palästinenser für einen informellen Kanal zu gewinnen, so die Aussage eines israelischen Offiziellen, der an der Seite Netanyahus oft für sein gegenwärtigen Team gearbeitet hat. Insgeheim sah die Strategie Netanyahus so aus, dass er Zugeständnisse anbot und die palästinensische Bereitschaft andererseits austestete [mehr]

Pakistan braucht wieder einmal Hilfe, und Empathie für die Opfer der aktuellen Monsterflut sowie schnelles Handeln ist mehr als angebracht und okay. Anne Will diskutierte in der letzten Stunde darüber auch mit Sabatina James. Doch kein Mensch fragt danach, wie diese Hilfe organisiert wird und warum dieses Land über Jahrzehnte hinweg lieber an der Atombombe (u.a. gegen Indien) baute und sämtliche Maßnahmen gegen Hochwasserkatastrophen fahrlässig unterlassen und damit die Sicherheit seiner Bürger fahrlässig auf´s Spiel gesetzt hatte. David Harnasch verweist auf einen hochinteressanten Buchtitel der niederländischen Autorin Linda Polman (Die Mitleidsindustrie), der bei ZDF-Aspekte mit einem treffenden Kommentar versehen worden war. Vielleicht werden Sie Ihre Meinung zu den einen oder anderen NGO´s noch [mehr]

Stellen Sie sich vor, sie wären ein Soldat, der von einem Heckenschützen auf der anderen Seite der Grenze unter Beschuss genommen wird. Und das inmitten einer Gefechtssituation. Sie nehmen jemanden mit einer Ausrüstung wahr, die wie ein Gewehr oder eine Kamera aussieht. Ihnen bleiben nur Sekundenbruchteile, zu bestimmen, ob das Gegenüber feindliche Absichten hat, und Sie treffen eine Entscheidung um Tod oder Leben. Trotz all dem: Stellen Sie sich die Empörung vor, wenn Reuters-Fotograf Karamallah Daher, der dieses Bild gemacht hat, erschossen worden wäre. Ein israelischer Soldat bezieht Stellung während einer Baumfällaktion nahe des Dorfes Adaisseh im Südlibanon; 4. August 2010. Die israelische Armee setzte am gefahrenträchtigen Grenzabschnitt wieder einen Kran ein, um die Baumentfernung abzuschließen, die zum [mehr]

Tim Marshall von Sky News trifft den Nagel auf den Kopf: Das kleine südlibanesische Dorf Adeesa ist nicht als Ort bekannt, an dem Journalisten herumhängen, um auf irgendein Ereignis zu warten. Deshalb ist es schon seltsam, dass etliche libanesische Reporter, Kameraleute und Fotografen sich zusammen mit der libanesischen Armee dort aufhielten, bevor am gestrigen Dienstag der Schusswechsel zwischen israelischen und libanesischen Soldaten daselbst begann. Die Israelis fällen oder stutzen an dieser Stelle der Grenze oft Bäume, da sie topografisch höher gelegen ist und sie ihnen eine freiere Sicht auf die tiefer gelegenen libanesischen Dörfer ermöglicht. Am [gestrigen] Dienstag informierten die IDF-Baumdoktoren, oder wie auch immer man sie nennen mag, wie üblich die UNIFIL, dass sie Bäume auf ihrer Seite entfernen wollten. Dies [mehr]

Tim Marshall von Sky News mit einem umfangreichen Bericht aus dem Gazastreifen über die dortige Mittelschicht. Gazas Mittel- und Oberschicht erscheinen höchst selten in Nachrichtenreportagen, aber sie existieren. Dies erklärt, warum es Schwimm- und Erlebnisbäder, kleine Luxushotels, hervorragende Restaurants und ein nagelneues Einkaufszentrum gibt…. Die gesellschaftliche Mittelschicht ist nicht breit, aber es ist falsch, alle Gazaner sprichwörtlich so darzustellen, als fristeten sie ihr Dasein in absoluter Armut und kröchen in Ruinen von Gebäuden umher, die von der IDF bombardiert worden seien. ….die gutgefüllten Regale in den Supermärkten, Luxusgüter und neue Fahrzeuge zeigen, dass es Bevölkerungsschichten gibt, die sich all das leisten können. [mehr]

Eine Erhebung von Al-Arabiya ergab, dass überwältigende 71 Prozent der Befragten nicht im Geringsten am israelisch-palästinensischen Konflikt interessiert sind. Ich bin kein großer Verfechter von Online-Abstimmungen, doch Efraim Karsh reagiert darauf mit einem wichtigen Argument. Wenn dieses Resultat weitestgehend die arabische Ansichten repräsentieren sollte, zerstört es exakt jene Nahost-Dominotheorie, die von der Behauptung ausgeht, dass im Falle eines Friedensschlusses zwischen Israel und den Palästinensern die Probleme der ganzen Region dort gelöst würden, die Araber auf der Seite der USA stünden, der Iran isoliert wäre und Al-Qaida keinen Grund mehr habe, weiterzukämpfen etc. Karsh schreibt in die NY Times: ….es ist ein positives Zeichen, dass so viele [mehr]

Bischof Munib Younan. (Quelle: Tundra Tabloids) „Heiliges Land“ nennen meine lutherischen Kollegen das Land zwischen Jordan und Mittelmeer, weil sie politischen Stellungnahmen gerne geschmeidig ausweichen. Sind sie eigentlich so "unpolitisch" wie sie vorgeben zu sein? Was als unabhängiges Credo konzipiert sein könnte, gerät schnell zur politischen Karikatur, denn erstens ist das Land zwischen Jordan und Mittelmeer alles andere als „heilig“, was seine politisch-theologische Strukturierung betrifft, und zweitens schwingt in dieser Formulierung eine gehörige Portion Heuchelei mit, wenn man berücksichtigt, wen der Lutherische Weltbund zu seinem neuen Präsidenten ernannt hat: Bischof Munib Younan, einen Judenhasser, wie man ihn sich besser kaum malen könnte. Der Zweck heiligt die Mittel - und [mehr]

Heute fand unser HonestReporting-Redakteur Pesach Benson eine Hass-Mail in seinem Postfach, die von einem UNRWA-E-Mail-Konto abgeschickt worden war. Die erste Hälfte der Nachricht lassen wir weg, damit der Absender nicht mit Antworten eingedeckt wird. Von: A/RAHIM, Saadi…@unrwa.org, Datum: Montag, 26. Juli 2010 um 10:21 AM, Betreff: An: action@honestreporting.com DisHonestReporting, das ist Ihre wahre Identität und Ihr wahrer Charakter. Danken Sie Gott, dass viele Menschen, einschließlich Juden weltweit und selbst in Israel, die Sie selbsthassende Juden nennen, damit begonnen haben, die großen Lügen der Zionisten zu erkennen, einschließlich der von Ihnen verbreiteten. Ich bin überrascht über die vielen Aufrichtigen ringsum. Wenn Sie wirklich fair und ehrlich diesbezüglich sein wollen [mehr]

Immer noch nicht überzeugt, dass die Gewalttätigkeit der Türken an Bord der Mavi Marmara medial vorbereitet war? Nehmen Sie diesen Vergleich des Flottillen-Zwischenfalles und andererseits George Galloways Helfern während der Aktion Lifeline 3 aid, als Mitglieder seiner Viva Palestine-Aktion im Januar 2010 mit ägyptischen Sicherheitskräften wegen der Beschränkungen humanitärer Hilfe auf dem Landwege zusammenstießen. Ein ägyptischer Soldat wurde getötet, etwa 50 Aktivisten verletzt und Galloway auf unehrenhafte Weise ausgewiesen. Aber die Beteiligung von IHH und die tatkräftige türkische Unterstützung erschien auf keinem Medien-Radar. Das Intelligence and Terrorism Information Center (Malam) untersuchte die Vorfälle in Ägypten und kam zu dem Resultat, dass die dort ausgeübte [mehr]

Die Hamas führt die Journalisten am Gängelband. Sehen Sie mal, über was in den Nachrichten berichtet wird und über was nicht. In den Nachrichten (AP) Gaza-Familie kämpft in einem Zelt ums Überleben Kein Thema in den Nachrichten (Elder of Ziyon) Große Eröffnung des Einkaufszentrums in Gaza Stadt* In den Nachrichten (AFP) Europäische Spitzendiplomaten fordern weitere Lockerung der Gaza-Blockade Kein Thema in den Nachrichten (Daled Amos) Geschäftsleute in Gaza fordern Embargo der Hamas, da Israel seine Beschränkungen lockert Die Palästinenser verfügen also über genügend Zement und möchten ihre Geschäfte vor [mehr]

Zwei palästinensische Pressefotografen, die über die Zusammenstöße am Wochenende in der West Bank berichteten, wurden von der IDF verwundet. Dazu die Jerusalem Post: Es heißt, dass sich Fotografen unter den Demonstranten befunden haben sollen, was es schwierig machte, sie in der Menge zu erkennen. So viel ist über den Zwischenfall bekannt: Einer der Fotografen arbeitete für AFP. Und die Foreign Press Association (FPA) gab eine Erklärung heraus, in der Israels Grenzpolizei zu hartes Vorgehen vorgeworfen wird. Und dann verschnupft: Wir würden es begrüßen, wenn die Behörden ihre diversen beteiligten Kräfte daran erinnern würden, dass eine offene und ungehinderte Berichterstattung von Nachrichtenereignissen weithin akzeptierter [mehr]

Alex Margolin, HonestReportings Redakteur für Soziale Medien, trägt gelegentlich mit Beiträgen zu relevanten Themen bei. Er zeichnet für HonestReporting bei Facebook verantwortlich. Was die Verbreitung von Informationen im Internet betrifft wird es schwer, eine effektivere Plattform als Facebook zu finden. Die Webseite wartet mit einer Mitgliederzahl von 400 Mio. weltweit auf, darunter der kolossalen Zahl von 125 Mio. aktiven Nutzern allein in den USA. Und ihr Hauptanliegen - Freunde miteinander in Verbindung zu halten - bedeutet einen Informationsfluss von Freund zu Freund und Netzwerk zu Netzwerk mittels vertrauter Beziehungen, also der effektivsten Form, die Aufmerksamkeit der Menschen zu erregen. Facebook ist mittlerweile zu einem solch großen Player unserer Mainstream-Kultur geworden, dass es beinahe schon wie ein [mehr]

Einige Wochen ist es nun her, dass die Mavi Marmara von der israelischen Marine abgefangen worden war. Obwohl die Videos über türkische „Aktivisten“ weltweit zu sehen waren, hegt die Times of London noch immer Zweifel bezüglich der Vorfälle an Bord: Der Untersuchungsbericht wird sich wahrscheinlich verstärkt mit dem militärischen Entscheidungsprozess befassen und sein Hauptaugenmerk darauf richten, dass Israel seine Kommandokräfte – einen nach dem anderen – in eine Menschenmenge abseilte, die angeblich mit Eisenstangen und Messern bewaffnet gewesen sein soll und die Israel nach deren Tötung umgehend mit dem globalen Terrorismus in Verbindung gebracht hatte. Für das Redationsteam der Times of London hier noch einmal das Ansteckung verbreitende Video über so genannte [mehr]

Roman Mählich (im Bild rechts strahlend; Quelle: Austria Schiesswald) hat eine "Weltkarriere" bei Sturm Graz hingelegt, ist also prädestiniert für eine Rolle als Fußball-Analytiker beim ORF. Wow! Ähnlich prädestiniert wie Chefkommentator Herbert Prohaska? Herbert Prohaska führte Austria Wien in der österreichischen Operettenliga zu vielen blass-lila Meistertiteln und sorgte 1978 mit Hans Krankl in einer Sternstunde dafür, dass Deutschland sein Cordoba erlebte. Davon träumt und zehrt er wohl heute noch, denn anders kann ich mir sein widerlich-überhebliches Kommentargehabe nicht erklären, wenn es um deutsche Vereins- oder Nationalmannschaften geht. Ab und zu sehe ich mir Spiele deutscher Mannschaften in der Champions-League auch auf dem österreichischen Sender ORF1 an - bisweilen auch EM- [mehr]

Die Webseite Texxas bietet eine Online-TV-Vorschau an. Fährt man nach der Installation des Programms mit dem Mauszeiger über den Titel einer Sendung, wird ihr Inhalt angegeben. So auch in diesem Fall, einer heute Abend in der ARD zu sehenden "Dokumentation": Tödliche Schokolade: Der Giftmord des Mossad und die Entführung der "Landshut" (23.55 Uhr) Beim Durchlesen des dummdreisten Elaborats werden recht schnell ein paar Dinge klar: a) Antisemitische "Informations"-Propaganda setzt sich bei den Öffentlichen-Rechtlichen immer mehr durch. b) Die von allen Parteien durchgewunkene Bundestagsentschließung zur Aufhebung der Gaza-Blockade gibt den Judenhassern hierzulande weiter extremen Auftrieb. Man geht immer ungenierter zu Werke. c) Juden sind - diesmal qua Programmvorschau - per se rachsüchtig, und das unterscheidet sie [mehr]

Der Oberste Gerichtshof bestätigte sein Verbot, was die Lieferung von „friedlichen Hilfsgütern“ an nachweislich als ausländische Terrorgruppen eingestufte Organisationen betrifft. Und Jimmy Carter war besorgt: Carter, dessen Fürsorge darin bestand, Gruppen zu unterstützen, die von der US-Regierung als „ausländische Terrororganisatonen“ bezeichnet werden – insbesondere Hamas und Hisbollah – sagte, dass er von der Gerichtsentscheidung enttäuscht sei…. Mit dem Argument, dass es ohne die Einbeziehung dieser Gruppen keinen Frieden in Nahost geben könne, bot er Hamas und Hisbollah seine Hand an und wies dabei Kritik zurück, dass ein Vorgehen wie dieses als Legitimation für die Gewalttätigkeit dieser Gruppen gesehen werde. Seit den 1980er-Jahren haben beide [mehr]

Der palästinensische Journalist Khaled Abu Toameh mit Überlegungen zur Frauen-Flottille: Beim Versuch, die Hamas zu unterstützen, ermutigen die Frauen, die zum Gazastreifen segeln wollen, in Wirklichkeit die Bewegung der Fundamentalisten, die dort lebenden palästinensischen Frauen zu unterdrücken. Wäre es nicht besser gewesen und viel hilfreicher, wenn dieselben weiblichen Aktivisten eine Kampagne gestartet hätten, um die Frauenrechte unter der Herrschaft der Hamas durchzusetzen? Oder gegen die strengen Restriktionen zu protestieren, die von der Hamas allen Frauen auferlegt werden, darunter etwa auch das Recht, alleine am Strand spazieren zu gehen oder einen Badeanzug zu tragen?…[...]. Außerdem ist es ironisch (und traurig), dass [mehr]

Nun, da Israel die Blockade lockern will: Raten Sie mal, wer für den Einbruch der Schmuggelindustrie verantwortlich gemacht werden soll: Ein palästinensischer Junge mit einer Box geschmuggelter Zigaretten nahe eines nicht aktiven Tunneleingangs, der Ägypten und die südliche Gazastreifen-Grenzstadt Rafah verbindet, am 21. Juni 2010, nachdem Israel verkündet hatte, es würde alle Waren in das von der Hamas kontrollierte Gebiet durchlassen, die nicht zur Waffenherstellung oder für Bunkeranlagen verwendet werden könnten, was möglicherweise dem Tunnelverkehr, der die Küstenregion gestärkt hatte, einen entscheidenden Schlag versetzen würde. (Getty Images) Der Tunnel ist wegen des Prinzips von Angebot und Nachfrage inaktiv, nicht wegen der gehässigen Israelis. Um das Ganze schlimmer [mehr]

David Nesenoff mit einem Gastbeitrag in der Washington Post, in dem er Stellung zu Helen Thomas’ Anmerkungen bezieht: Sie sagte nicht, dass die Blockade ungerecht sei oder keine Hilfe in Gaza ankäme, dass es ein Massaker auf hoher See gegeben hätte, Ostjerusalem besetzt sei oder Siedlungen unmoralisch sind….dass man dort rausgehen müsse und zurück nach Westjerusalem, Tel Aviv, Haifa und Eilat. Nein. Es ging nicht um die Zweistaatenlösung, sondern „verzieh dich und kehre an die Stätten der Endlösung zurück“, also Deutschland und Polen. Der Jude hat keine Verbindung zum Land Israel. Auffallend die Übereinstimmung von Nessenofs Kommentar mit der Reaktion von BackSpin, was erklärt, warum die Einlassungen der ehemaligen hochrangigen Korrespondentin nicht nur antiisraelisch, sondern auch [mehr]

Deutschland gibt es geschätzte 80 Millionen Fußballtrainer, zu denen ich mich natürlich auch zähle (habe aber immerhin 25 Jahre aktiv gespielt). Und die wissen natürlich alles besser. Ist auch gut so, weil dies zeigt, wie groß der Rückhalt für die Nationalelf ist. In welchem Land außer Brasilien gibt es das? In Italien und Frankreich werden die Spieler nach Misserfolgen nicht selten mit Tomaten beworfen, wenn sie nach Hause kommen. Mit Analysen hält man sich dort nicht lange auf. Im Bild die vielleicht größte deutsche Hoffnung für die nächsten Jahre, was das Mittelfeld betrifft - eine echte Nummer 10, wie wir sie schon lange nicht mehr hatten: (Mesut Özil / Werder Bremen) Zur spanischen Schiedsrichterleistung: Da kann man sich doch einig sein: Seine mehr als penible Kartenvergabe in manchen [mehr]

John Lyon vom Australian will die humanitäre Situation in Gaza persönlich untersuchen und macht eine höchst aufschlussreiche Entdeckung: Die Tunnelbauer haben ein sehr nachvollziehbares Interesse an einer Aufrechterhaltung der Blockade: sie laufen nämlich Gefahr, bei einem Ende des Embargos Abermillionen Dollar Verlust zu machen. Ein europäischer Offizieller, der Gaza so kennt wie sonst kaum jemand, erklärt mir, dass das, was er anspricht, eine der großen ungeschriebenen Geschichten über Gaza ist: Die Tunnelbauer schießen die Raketen ab…. Das Argument dieses Europäers, dass die Tunnelbauer (erhalten ihre Genehmigung übrigens von der Hamas), bei einer Aufhebung des Embargos die größten Verlierer wären, ist überzeugend. [mehr]

Gestern jährte sich zum ersten Mal, dass die Herrschaft eines brutalen Regimes im Iran (Persien), das seit 1979 alle Perser knechtet und mit Tod bedroht, mit allen Mitteln der Täuschung, Manipulation und Gewaltanwendung (vorläufig) vor der Weltöffentlichkeit zemetiert wurde. Hunderttausende Freiheitsliebende demonstrierten daraufhin mehrere Monate im ganzen Land. Viele wurden niedergeknüppelt, eingesperrt, gefoltert und ermordet. Noch jetzt sitzen viele Demonstranten im Gefängnis. Die Empörung der Freien Welt beschränkte sich bis zum heutigen Tag auf verharmlosende "intellektuelle" Grenzziehungen und betuliche Beschwichtigungsformeln: Man müsse weiterhin im Gespräch bleiben, so die Vorgabe des US-Präsidenten Obama, der sich mehr an seine Kairoer Ergebenheitsadresse an die islamische Welt hielt, statt Realpolitik [mehr]

Sieht so aus, als würde Botschafter Michael Oren Israels Karten aufdecken. Die IDF hat offensichtlich handfeste Beweise gegen Free Gaza Movement. Oren schreibt in seinem Gastbeitrag in der NY Times: Was die Videos jedoch nicht zeigen sind einige interessante Aspekte, denen die israelischen Behörden jetzt nachgehen. Erstens führten etwa 100 Passagiere große Mengen Bargeld mit sich – gut 1 Million Euro insgesamt. Zum anderen fanden die IDF-Kräfte an Deck der Mavi Marmara leergeschossene Magazine eines Kalibers, das nicht dem der israelischen Spezialkräfte entspricht; einige der Männer hatten Schusswunden erhalten. Auf dem Schiff wurden auch Propagandaclips gefunden, die Passagiere zeigten – angeblich von IDF-Kräften angeschossen. Diese Videos waren jedoch bei Tageslicht gefilmt worden, Stunden [mehr]

Das Canada-Israel Committee (CIC) mit einer überzeugenden Analyse der humanitären Hilfe Israels für Gaza und was sie im Klartext für die Bevölkerung dort bedeutet. Hier eine kurze Zusammenfassung von CIC: Über eine Million Tonnen humanitärer Hilfe innerhalb der letzten 18 Monate – das entspricht fast einer Tonne pro Mann, Frau und Kind in Gaza, davon allein im ersten Vierteljahr 2010 (Januar-März) 94.500. Manchmal übersieht man, was dies für die Menschen in Gaza wirklich bedeutet. Die Aufschlüsselung beinhaltet: * 40.000 Tonnen Weizen – was 53 Millionen Laib Brot entspricht; * 2.760 Tonnen Reis – die für etwa 69 Millionen Portionen reichen; * 1.987 Tonnen Bekleidung und Schuhe – was in [mehr]

Warum empfiehlt Israels Pressebüro (GPO) ein Restaurant in – ausgerecht! – Gaza? Der Roots Club, vornehmes Restaurant und Club, kam ins Rampenlicht, als der Journalist Tom Gross ein Schlaglicht auf die wachsende Mittelklasse des Gazastreifens warf, über die in den MSM nicht berichtet wird. Gross schreibt: In der Tat führen die BBC und andere prominente westliche Medien regelmäßig ihre Zuschauer und Leser mit Berichten einer nicht existenten „massiven humanitären Katastrophe“ im Gazastreifen in die Irre. Wovon sie Ihnen nichts erzählen, sind die schicken neuen Restaurants und Schwimmbäder in Gaza oder von den Windsurfing-Wettkämpfen an den Stränden des Gazastreifens oder die überfüllten Geschäfte und Märkte des [mehr]

HonestReportings Gesellschafts-Redakteur Alex Margolin schreibt gelegentlich Einträge zu sozialen Medienfragen. Er ist für HonestReportings Facebook-Seite verantwortlich. Die Verschiebung von den Printmedien zum Internet und sozialen Medien ist wie eine Flutwelle, die alles in ihrem Weg erfasst – sogar in der arabischen Welt. Die BBC berichtete diese Woche, dass die Facebook-Mitgliedschaften in arabischen Ländern die Zahl der Zeitungsleser überholt hat. BBC zitierte eine in Dubai ansässige Public Relations-Firma, die herausfand, dass 15 Millionen Araber Facebook nutzen, während die zusammengerechnete Zirkulation von Zeitungen – einschließlich der englisch- und französischsprachigen Ausgaben, unter knapp 14 Millionen fällt. (Die komplette Studie findet sich hier.) Magdi Abedhadi, der Nahost-Redakteur der [mehr]

Einen Tag nach dem sensationsheischenden Bericht im Guardian, dass Israel Südafrikas Apartheid-Regime Atombomben angeboten haben soll, sehe ich weitere Hinweise darauf – einige aus Südafrika – dass die Vorwürfe nicht stichhaltig sind. Ich werde mit der South African Press Association beginnen, die den ehemaligen Außenminister Pik Botha zitierte: „Das bezweifle ich sehr“, sagte er. „Ich bezweifle, dass ein solche Angebot jemals gemacht wurde. Ich denke, ich hätte davon gewusst.“… Allerdings hätte er als Außenminister von April 1977 und, gegen Ende seiner Amtszeit als Verhandler mit den USA zur Unterzeichnung des Nichtverbreitungs-Vertrags gewusst „was los war“. „Ich stand in [mehr]

Nader Abu Dakkar und H amdi Abu Hammad, beide 17 Jahre alt, wurden von der IDF getötet, nachdem sie den Grenzzaun zwischen Israel und dem Gazastreifen durchbrochen hatten. Sie hatten Kalaschnikows und militärische taktische Westen dabei. Dass der Islamische Jihad schickt bewusst Kinder in den Tod schickt, ist schon schlimm genug. Nachdem ich dann diese verdrehten Eigenschaftszuschreibungen in dieser Depesche sah, muss ich mich auch zur AFP fragen, ob die über irgendeinen moralischen Kompass verfügt: Militante beerdigen in Schießerei mit Israel getötete Bewaffnete AFP – Mit Rufen nach Vergeltung gegen Israel nahmen am Samstag Schusswaffen mitführende Militante des Islamischen Jihad an der Beerdigung zweier ihrer Kameraden teil, die bei einem seltenen Vorstoß [mehr]

Robin Shepherd bringt in die Debatte über Israels Weigerung, Noam Chomsky nach Israel und der Westbank einreisen zu lassen, ein wenig gesunden Menschenverstand ein. Er vergleicht, wie die Medien das Einreiseverbot für den niederländischen Politiker Geert Wilders im letzten Jahr versponnen. In den scharf kontrastierenden Reaktionen auf das, was wie zwei anscheinend gleiche Fälle aussieht, haben wir hier eine bemerkenswerte Fallstudie dafür, wie die dominanten Meinungsmacher in den westlichen Medien die Welt betrachten. Chomsky – ein Extremist, der völlige Verachtung für vernunftgesteuerten Diskurs zur Schau stellt und totalitären Bewegungen und deren Apologeten überall auf der Welt zu Hilfe kommt – wird als gejagter Held bejubelt: ein Dissident, der auf eine Art unterdrückt wird, die dazu [mehr]

Zeichen des Bedauerns bei Comedy Central? Ihr Spiel I.S.R.A.E.L. Attack! ist immer noch online, aber CC stellt es nicht mehr groß zur Schau. Auch ihr Einführungsvideo enthält nicht mehr den umstrittene Satz „Du hast mich belogen, Judenerzeuger“. Die ursprüngliche, unveränderte Version, kann hier angesehen werden (hat tip: Jewlicious) Wenn Comedy Centrals defensiv handelt, dann nur, weil Leser den Sender wissen ließen, dass I.S.R.A.E.L. Attacks! einfach unvertretbar ist. So schrieb Dvir Abramovich im Sydney Morning Herald: Die nicht zu missverstehende Botschaft ist: Wenn irgendein Abschlachten von Kindern erledigt werden muss, dann ist es I.S.R.A.E.L., das die Arbeit erledigt. Nach Angaben des Kreativ-Teams bei Comedy Central ist das die natürliche Assoziation, [mehr]

Ist schon komisch, was einem so alles auffällt, wenn man eine Mailingliste zusammenstellt - so wie ich vor zwei Tagen für Honestly Concerned*. Da bekam ich Dutzende Beiträge zu dem Brandanschlag auf die Wormser Synagoge rein, wertete sie aus und las immer wieder, dass es keinen konkreten Tathintergrund gebe - und wenn, dass ein Bekennerschreiben existiere, aber auch nicht abschließend zu beurteilen, so der verantwortliche Oberstaatsanwalt Klaus-Peter Mieth in Worms. Es hieße, so die Rhein-Neckar-Zeitung: "Sobald ihr nicht den Palästinensern Ruhe gibt, geben wir euch keine Ruhe." Als gelernter Print-Redakteur und blutrünstige Datenzecke mag’ ich ungesicherte Vorabmeldungen ebenso wenig wie emotionale Schnellschüsse. So auch diesen nicht. Uns wird doch immer gesagt, dass wir auf [mehr]

Warum ermöglicht Twitter es der Hamas ihre Propaganda über ein offizielles Konto zu verbreiten? Das fragte sich Jacob Shrybman vom Sderot Media Center, als er @AlqassamBriagde entdeckte, das zu einer offiziellen Hamas-Internetseite verlinkt. Also schickte er eine Beschwerde an die Mächtigen von Twitter und erhielt diese automatisierte Antwort: "Twitter bietet einen Kommunikations-Service. Unsere Politik ist es, zu Inhalten nicht zu schlichten oder in Streitigkeiten zwischen Nutzern zu intervenieren. Den Nutzern ist es gestattet Inhalte, einschließlich möglicherweise aufhetzerischen Inhalten, einzustellen, so lange sie nicht die Nutzungsregeln und –bedingungen von Twitter verletzen (Beschimpfungen sind keine Verletzung) … Wenn zukünftig eine Gewaltandrohung eingestellt wird, lassen Sie es uns bitte wissen und schicken [mehr]

YNet News mit tieferen Einblicken zu Richard Goldstones umstrittener juristischer Bilanz während der Apartheid-Ära. "Yedioth Ahronoths Nachforschungen zeigen, dass Goldstone mindestens 28 schwarze Beschuldigte zum Tod verurteilt hatte. Die meisten waren des Mordes für schuldig befunden worden und hatten Revision eingelegt. Damals machte er ganz deutlich, dass er hinter der Exekutionspolitik stehe – mit der Begründung, sie entspräche der Forderung der Gesellschaft, dass für Verbrechen, die sie zu Recht als grauenhaft einstufe, ein Preis zu zahlen sei. Einen anderen Urteilsspruch, bei dem er die Hinrichtung eines jungen Schwarzen festsetzte, der einen weißen Restaurantbesitzer ermordet hatte, erklärte Goldstone damit, dass die Todesstrafe vermutlich die einzige Bestrafung sei, die Verbrechen wie dieses [mehr]

Alex Margolin, HonestReportings Redakteur für Soziale Medien, trägt gelegentlich mit Beiträgen zu relevanten Themen bei. Er zeichnet für HonestReporting bei Facebook verantwortlich. Andre Oboler, führende Autorität zum Thema Antisemitismus im Internet, forderte kürzlich eine größere Haftungspflicht derjenigen Sozialen Medien, die antisemitische Inhalte auf ihren Webseiten zulassen. Oboler betont, dass sich die Standards vertretbarer Sprachregelungen zwischen herkömmlichen Medien und Internet unterscheiden. Während offenkundiger Antisemitismus in den Mainstream-Medien inakzeptabel wäre, ist auf einigen Internetseiten „Rassismus nicht schlimmer als das falsche Fußballteam zu unterstützen“. Dieser Normenverlust, so Oboler, stellt eine Gefahr dar, der man sich stellen muss: [mehr]

Nachdem er vor kurzem ein Update seines 2008 erschienenen Buches [1] über skandinavischen Antisemitismus veröffentlicht hatte, wurde Dr. Manfred Gerstenfeld vom norwegischen Staatsrundfunk NRK “interviewed”. Ich stelle das Interview unter Vorbehalt, weil Sidsel Wold, NRKs Berichterstatterin für Nahost, Gerstenfeld nicht wirklich „interviewte“. „Strafpredigt halten“ wäre wohl angebrachter gewesen in diesem Fall. In einem drei Minuten dauernden Stück sprach Gerstenfeld gerade mal 20 Sekunden, bevor er von Wold abgewürgt wurde. Wold fuhr fort, ihre Fragen selbst zu beantworten und interpretierte Gerstenfelds Standpunkte in ihren eigenen Worten. Sie schloss die Sendung mit einem Punkt, der meines Erachtens Gerstenfelds These bestätigt. Sie sagte: Unter der [mehr]

Arabische Medien berichten, dass Syrien der Hisbollah Scud-Raketen zukommen ließ. YNet News [1] merkt richtig an: Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Scud-Lieferung die militärische Symmetrie nicht verändert hat, da die Hisbollah bereits Raketen mit größerer und mittlerer Reichweite besitzt und solche, die bis Beersheva fliegen können. Der Transfer hat jedoch eine symbolische Bedeutung: Er stärkt das Selbstvertrauen der schiitischen Gruppierung, weil die einzigen Gesellschaften, die Boden-Boden-Raketen besitzen, souveräne Staaten sind. Folglich ist die Hisbollah weltweit die einzige Nichtregierungsorganisation der Welt geworden, die solche Waffen in Besitz hält. Ich kann’s gar nicht erwarten zu hören, wie die Apologeten der Terrororganisation eine Erklärung [mehr]

Dr. Mordechai Kedar ist Dozent für Arabisch an der Bar-Ilan-Universität in Ramat Gan und hat zum Thema einen Beitrag geschrieben. Castollux hat ihn ins Deutsche übertragen, sprachlich etwas an den eigenen Stil angepasst und Zusatzinformationen eingefügt. Die Islamisierung Jerusalems Obwohl die Bedeutung Jerusalems für Christen und Juden unbestritten auch heute Teil der Geschichte und Theologie ist, vernehmen wir immer wieder von Arabern und Muslimen die Forderung, dass Jerusalem wegen der Hervorhebung seiner Heiligkeit im Islam Hauptstadt eines zukünftigen palästinensischen Staats werden müsse. Doch stellt sich die Frage: Wann und wie wurde diese Stadt für die Moslems heilig? (1) Als Mohammad den Islam etablierte, brachte er ein Minimum an Innovationen ein. Er übernahm die als heilig [mehr]

Vorletzten Freitag hielt eine Pfarrerin eine, wie ich immer noch meine, vortreffliche Bibelstunde in der Einrichtung, in der ich arbeite. Gut, okay. Sensibel gehalten, fachkundig interpretiert, sehr nah am Menschen und gut gebetet. Wie ich aber aus leidvoller Erfahrung weiß, sind Bibelkenntnisse, Exegese, Hermeneutik, Homiletik und seelsorgerisches Einfühlungsvermögen, so sehr diese Fähigkeiten auch zu würdigen sind, nicht immer ein Beleg dafür, dass man sich in Nahostfragen auskennt bzw. bereit ist, sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen. Und so kam´s dann. Als wir die Bibelstunde nachträglich kurz ansprachen, kam ich auch auf das Thema Nahost-Konflikt (vorlaut wie ich eben bin). Und was sagte die verehrte Kollegin, als wir auf dem Weg zum Paternoster waren (In diesem Fall heißt das „Lift/Aufzug“ [Scherz [mehr]

In einem Kommentar für Business Week [1] legt der Republikaner Steve Rothman dar, wie amerikanische Militärhilfe für Israel auch den USA zugute kommt. Zuerst ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass gut 70% der 3 Mrd. Hilfe daran gebunden sind, dass Israel militärische Ausrüstung bei den USA ordert. Das sichert Arbeitsplätze im Segment der Hightech-Jobs und trägt auch zur Konsolidierung des Industriestandortes Israel bei. Er führt noch vier andere Gründe an: Gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte [2], Israels strategische Position als Anlaufhafen für amerikanische Streitkräfte, als vorgeschobene Basis für US-Waffen [3] und schließlich als Partner für gemeinsame Geheimdienstaktivitäten in der Region. Rothman mit seiner Zusammenfassung: [mehr]

Katharine Viner soll zukünftig die Rubrik Comment is Free (CiF) beim Guardian übernehmen. Bei CiF Watch ist man aus verschiedenen Gründen besorgt, auch wegen der Tatsache, dass Viner als Co-Authorin bei der umstrittenen Elog “My Name is Rachel Corrie” mitgewirkt hatte. Kurz bevor sich BackSpin wegen Passover verabschiedet hatte, war Matt Seaton, der Redakteur von Comment is Free, von Haaretz [mehr]
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