Und die Medien manipulieren wie gewohnt: Israel unter Sperrfeuer - Raketenangriffe auf den Süden

Und die Medien manipulieren wie gewohnt:

Israel unter Sperrfeuer - Raketenangriffe auf den Süden




+++ Uptdate 19 : 40 Uhr MEZ: Am morgigen Dienstag werden in den meisten Städten in Süd-Israel die Schulen wegen des anhaltenden Raketenbeschusses geschlossen bleiben. Bis 18:30 Uhr (Ortszeit Israel) schlugen in Israel 42 Raketen ein, 23 Raketen wurden von Iron Dome abgefangen. Über die Anzahl verletzter Israelis gibt es im Moment noch unterschiedliche Angaben. +++

Wieder einmal haben eine Million Israelis die letzten 48 Stunden in nahe gelegenen Luftschutzkellern oder ihren geschützten Räumen verbringen müssen. Die meisten Schlagzeilen und Artikel beschäftigten sich jedoch mit israelischen Luftangriffen auf Terrorzellen in Gaza, die zum Tod von mehr als einem Dutzend Palästinensern geführt hatten. Aber wie steht es mit den verheerenden Auswirkungen von rund 130 Raketen auf israelische Städte und Gemeinden bislang?

Die Times of London schreibt über abgefeuerten Raketen auf “israelische Grenzstädte”, und die Financial Times titelt mit “Gewalteskalation an Gazas Grenze”. Ashkelon (113.000 Einwohner), Ashdod (206.000 Einwohner) und Beerscheba (194.000 Einwohner) sind aber alles andere als “Grenzstädte”.

Abgesehen davon haben die von den Terroristen in Gaza abgefeuerten Waffen sehr wenig mit “handgefertigten“ Raketen zu tun.

Hier einige der neuesten Informationen:

• In den letzten beiden Tagen wurden aus dem Gazastreifen mehr als 130 Raketen in die Ballungszentren im Süden Israels abgefeuert.

• Am Freitag, den 9. März, wurden vier Menschen verletzt, einer davon schwer. Am 10. März wurde ein Pferd getötet und ein Haus nahe Ashdod durch einen direkten Raketentreffer schwer beschädigt.

• Wegen der anhaltenden Raketenangriffe sind am Sonntag, den 11. März, in vielen Städten und Gemeinden im Süden Israels die Schulen geschlossen worden.

• Zu den Angriffszielen zählten Ashdod, Beersheba, Yavne, Netivot und Ashkelon sowie die Areale von Eshkol und Shaar Hanegev.

• Das Iron Dome-System [Abwehrsystem gegen Kurzstreckenraketen; (bd)*] fing etwa 90% der auf Beersheba, Ashdod und Ashkelon abgefeuerten Raketen ab.

• Die Terror-Einheiten verschießen ihre Raketen aus dicht besiedelten Gebieten im Gazastreifen, darunter Bet Lahiya, Jabaliya, Rafah, Gaza und El-Bureij.

• Trotz des Raketensperrfeuers bleibt der Grenzübergang Erez nach Gaza für Passagiere und Mitarbeiter internationaler Organisationen offen. Kerem Shalom ebenso für die Lieferung von 200 Lkw-Ladungen aus Israel in den Gazastreifen.

Bleiben Sie wachsam, wenn es um folgende Themen in Ihren lokalen Medien geht:

• Moralische Gleichsetzung: Unterscheiden die Medien zwischen gezielten israelischen Schlägen gegen Terroristen – im Gegensatz zu wahllos-absichtlichen palästinensischen Raketenangriffen auf israelische Zivilisten?

• “Gewaltspirale”: Trotz dieser oft verwendeten Umschreibung [plumper Euphemismus der antizionistischen Medien (bd)] handelt es sich hier nicht um eine „Gewaltspirale“, die auf beiden Seiten gleiche Verantwortung und Absicht unterstellen könnte. In diesem Fall nahm Israel – wie in den vorausgegangenen Konflikten auch – sein Recht auf präventive Selbstverteidigung wahr, indem es gegen eine Terrorgruppe vorging, die einen kombinierten Terroranschlag plante, der über den Sinai durchgeführt worden war.

• Chronologische Umkehrung: Wo beginnen Ihre Zeitung/Ihre Medien mit der Berichterstattung? Mit dem Abschuss von Raketen aus dem Gazastreifen oder der israelischen Reaktion darauf? Falls der Fokus auf israelische Luftangriffe gelegt wird, verzerrt das dann nicht die Perspektive, wenn Israel als Aggressor dargestellt wird?

• “Unverhältnismäßige Reaktion”: Wird Israel bezichtigt, auf palästinensische Terrorangriffe überreagierend zu antworten? Wenn Sie mehr zum Thema wissen wollen, dann klicken Sie bitte hier.

 

Bernd Dahlenburg

 

Update - In der Nacht von Sonntag auf Montag hielt der Raketenbeschuß auf Süd-Israel weiter an, auch in den Morgenstunden des heutigen Monatg gab es Raketenalarm. Am Sonntag schlug eine Rakete in einem Hof einer Schule in Be´er Sheva ein. Eine weitere landete direkt neben dem Schulhof, allerdings ohne zu detonieren.


Montag, 12 März 2012