Blutbad in Fort Hood doch kein Amoklauf? "Er schrie Allahu Akbar und fing das schießen an ...."

Blutbad in Fort Hood doch kein Amoklauf?

"Er schrie Allahu Akbar und fing das schießen an ...."


Augenzeugenberichte vom Blutbad in der US-Basis in Texas, Aussagen aus dem Bekannten- und Kollegenkreis des Täters und weitere Details lassen einen rein psychisch bediengten, eher unpolitischen Amoklauf des Täters immer unwahrscheinlicher erscheinen. Vielmehr verdichtet sich der Verdacht, das die Tat ideologisch motiviert war und es sich um einen Terroranschlag gehandelt hat.



Augenzeugen berichtet, Malik Nadal Hasan habe laut das muslmische Glaubenbekenntnis "Allahu Akbar" ("Allah ist groß") gerufen und dann begonnen, mit zwei automatischen Handfeuerwaffen wahllos auf Personen in der Militärbasis zu feuern. 13 Menschen starben im Kugelhagel, 31 wurden teilweise schwer verletzt.

Ein Überwachungsvideo zeigt Hasan, wie er, unmittelbar vor seiner Bluttat, mit einem knöchellangen Kaftan bekleidet in einem Shop einkauft. Der Täter arbeitete als Militärpsychologe in der Militärbasis und betreute US-Soldaten, die von ihrem Einsatz aus dem Irak oder Afghanistan zurück gekommen waren. Immer mehr Indizien und erste Untersuchungsergebnisse sprechen dafür, das Hasan der Verfasser mehrerer Texte im Internet war, in denen er Selbstmordattentate - auch gegen US-Soldaten - rechtfertigte und glorifizierte.

Der Täter ist unverheiratet, da er nach Angaben aus Kollegenkreisen, nur eine strenggläubige Frau heiraten wollte, die ein Kopftuch trägt und fünfmal am Tag betet. Gestoppt werden konnte Hasan erst durch einen gezielten Schuss, er selber hatte noch umfangreiche Munitionsvorräte bei sich. Nach Berichten von Augenzeuge hatte er während seiner Bluttat auch leergeschossene Magazine augetauscht um weiter feuern zu können. Die Polizistin, die Hasan mit ihrem Schuß stoppte, war vorher selber von ihm angeschossen und schwer verletzt worden.

Sollte das Ziel des Täters gewesen sein, als Selbstmordattentäter den Status eines "Märtyrrers" zu erlangen, hat er dieses Ziel nicht erreicht. Der Schuss der ihn stoppte, verletzte ihn zwar, tötete ihn aber nicht. Bislang war eine Vernehmung von Hassan noch nicht möglich, so ist noch die Frage ungeklärt, ob er Kontakte zu radikal-islamistischen Kreisen und Terrornetzwerken hatte.

Die Tante des Täters berichtete gegenüber Journalisten: "Er setzte sich für den Truppen-Abzug der USA in Irak und Afghanistan ein und war tief enttäuscht, dass Barack Obama diesen nicht sofort durchsetzte."

Über die Reaktion gemäßigter Muslim-Verbände in den USA vermeldet die Tageszeitung "Die Welt".

Im Rat für Amerikanisch-Islamische Beziehungen begann zur selben Zeit ein Krisenstab zu tagen. In einer Pressekonferenz wurde noch am selben Abend der Amoklauf verdammt und die Bitte, Ruhe zu bewahren, verbreitet

 

Fox News berichtet:

zbe / rl 7.11.2009


Autor: haolam.de
Bild Quelle:


Samstag, 07 November 2009