Sarrazin sieht "jüdisches Gen"

Sarrazin sieht "jüdisches Gen"




Der SPD-Politiker und frühere Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin, der mit seiner teilweise heftigen Kritik an der Integrationspolitik für Aufsehen sorgt, legt - wenige Tage vor dem Verkaufsstart seines neuen Buches - weiter nach und spricht jetzt von "einem Gen" das seiner Meinung nach alle Juden teilen würden. Auch Basken hätten, so Sarrazin, "bestimmte Gene, die sie von allen anderen" unterscheiden würde.

Die Nachrichtenagentur dpa meldet:

Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin hat mit Äußerungen zum Erbgut von Juden und Basken erneut heftige Empörung ausgelöst.

«Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte Gene, die sie von anderen unterscheiden», sagte Sarrazin der «Welt am Sonntag» und «Berliner Morgenpost» laut Vorabmeldung.

 Gegenüber dpa erklärte der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland:

«Wer die Juden über ihr Erbgut zu definieren versucht, auch wenn das vermeintlich positiv gemeint ist, erliegt einem Rassenwahn, den das Judentum nicht teilt.»

Auch der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU), der zuvor Sarrazin verteidigt hatte, verurteilte die neuen Äußerungen des Buchautors scharf:

«Die Äußerungen Sarrazins sind unerträglich. Damit stellt er sich völlig ins Abseits»,

Innerhalb der SPD wird verstärkt ein Ausschluß von Thilo Sarrazin aus der Partei gefordert.


Autor: haolam.de
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Samstag, 28 August 2010






Da die letzten zwei Tage mal wieder eindeutig gezeigt haben, daß man vielen Medien nicht mehr trauen kann - als jemand, der das Buch bereits gelesen hat, kann ich 100%ig bestätigen, daß so manche Äußerung Herrn Sarrazins verdreht wurde bzw. ihm Worte in den Mund gelegt worden sind, die er so nie gesagt hat - ist es extrem wichtig, nicht in dieselbe Hysterie zu verfallen, sondern einen möglichst kühlen Kopf zu bewahren. Der Vorwurf gegen Sarrazin lautet, er wolle Juden über ihre Gene definieren. Aber tut er das tatsächlich? Er sagte lediglich, und das ist zunächst mal wertfrei zu sehen, daß alle Juden ein bestimmtes Gen teilen, ebenso wie Basken etc. pp. Das gilt vielen als rassistisch, unerträglich, Volksverhetzung, braunes Gedankengut. Ach so. Na, dann wäre für die Schreihälse vielleicht mal folgender Artikel interessant, mit der anschließenden Frage: sind die jetzt auch dem Rassenwahn verfallen? Ich glaube kaum. http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/7637 Viel Spaß beim Lesen, Herr Generalsekretär. ;-)

Haben wir das Gesetz geaendert, nachdem Jude ist, wer konvertierte oder eine juedische Mutter hat? Seit wann sieht das Judentum eine Definition ueber Erbgut als "Rassenwahn"? Welcher Rabbi schrieb, dass es aus juedischer Sicht falsch ist, einen Juden per Abstammung zu definieren?

Sarrazin spricht davon, "alle Juden". Das offenbart seine Unwissenheit, oder das er sich anmaßt, konvertierte Juden nicht als Juden zu sehen.

Das war natürlich in der Tat ungeschickt formuliert,aber ich denke er meinte die Ursprünglichen Juden-und konvertiert sind doch die wenigsten,oder? Er sagte auch einmal das er sich mehr Jüdische Einwanderer wünschen würde!Ich übrigens auch.

Sarrazin bedient ganz klar und unwiederlegbar rassistische Klischees, er verbreitet Lügen und hetzt gegen Türken, und wie man diese "Judengen"-Äußerung noch relativieren kann, wenn man nicht selbst Rassist ist, ist mir unbegreiflich. Diese [piep] [piep] gehört RAUS aus allen Ämtern, in denen er Unseren Staat repräsentieren könnte, daß er aber in der SPD bleiben kann, ist okay: Wer Clement behält, kann jeden behalten. Sarrazin ist nur einer von vielen: BILD-Kommentatoren wie der völlig meschuggene Wagner tun schon lange dasselbe. Allgemein bereiten diese Irren den Boden für einen neuen deutschen Rassenwahn, und wer sich ihnen jetzt anschließt, den muss man als für die Demokratie verloren ansehen.



Sarrazin repräsentiert die herrschende Klasse vorzüglich. Und er ist ehrlich. Dass so ein Trollo Landesminister und Bundesbanker werden konnte, wirft ein Schlaglicht auf die Verfasstheit unseres Landes.

Die Aussagen mit den Genen, ist natuerlich unsinnig und gefaehrlich! Sarrazin hetzt nicht gegen die Tuerken, sondern prangert die schlechte Integration von Muslimen an. Ich finde es unfair, wenn man ihn deswegen in die rechte Ecke abstempeln will! Man bedient sich gerne dieser Methode im jemanden mundtot zu machen! Ein grosses Problem ist der Einfluss des Islams auf viele Migranten und dessen zunehmend wachsender Einfluss! Der Islam kennt keine Toleranz und Ruecksicht auf Andere! Gewalt, Terror, Raub, Vergewaltigung sind im Koran und Islam legale Mittel! Antisemitismus ist deswegen bei Moslems auch weitverbreitet! Die falsche Toleranz gegenueber dem Islam ist Deutschlands Problem! Es kann doch nicht sein, dass mit unserem Steuergeldern Moscheen gebaut werden, militante islam. Organisationen wie Mili Goeres gefoerdert werden, die unter dem Deckmantel Kulturvereine auftreten. Ebenso ist es falsch Leute einzubuergern, die radikal islamische Ansichten vertreten wie der heute von den Amis gefasste Deutsch-Syrer!

"Ein grosses Problem ist der Einfluss des Islams auf viele Migranten und dessen zunehmend wachsender Einfluss! Der Islam kennt keine Toleranz und Ruecksicht auf Andere!" "Gewalt, Terror, Raub, Vergewaltigung sind im Koran und Islam legale Mittel!" Solche Aussagen sind das Letzte und müssten normalerweise gelöscht werden…!! Der Islam ist genauso tolerant oder intolerant wie das Judentum.

@Torero: Wie kommst Du auf diesen Unsinn? Wo wird im JUudentum zur Gewalt gegen Andersgläubige aufgerufen, wo erhebt das Judentum einen Monopolanspruch "die einzige wahre Religion" zu sein?

@ Simba: Genau. Im Judentum wird gelehrt, dass der Nichtjude, der Fremde nicht unterdrückt werden soll. Was im Koran über die Behandlung des Fremden, des Nichtmoslems gelehrt wird, ist eine menschenverachtende mitleidlose Lehre.

Hat eigentlich jemand hier mal Sarrazins Original-Aussage gelesen? In derselben Zeitung, im selben Interview, in derselben Antwort spricht Sarrazin auch von den Basken, die ein Gen gemeinsam haben (sicherlich, ich bin kein Biologe, hätte man das korrekter ausdrücken können). Am ersten Tag danach haben sich die Journalisten überschlagen ("Sarrazins krude Judenthesen" etc - und wer prangert die kruden Baskenthesen an, das kleine Völkchen am Rande Europas wird wieder mal vergessen), am zweiten sind diese - Journalisten offenbar zum Googeln gekommen - und fanden Artikel auf hagalil.com oder in der Jüdischen Allgemeinen - über genetische Besonderheiten der Juden - sind nicht gerade rechtsextreme Postillen, das... Wenn man nicht weinen müsste, wäre es eine erstklassige Farce: Dass ein jüdischer Konvertit, der von strengeren Auslegungen (korrigiert mich, wenn ich mich irre) wohl gar nicht als Jude akzeptiert würde, da keine jüdische Mutter, Front macht gegen einen, der sagt, wertfrei, dass das jüdische Volk genetische Gemeinsamkeiten aufweist. Ich wünsche mir oft, ich wäre Karl Kraus oder Alfred Polgar, mit oder ohne Gene, die hättens pointierter gebracht.

Gerade die Reaktionen vieler Deutscher Mitbürger hat gezeigt, wie Gefährlich "Mein Kampf 2" ist und wie unreif viele Deutsche immer noch in Sachen Demokratie sind. Daher muss dieser Typ schlichtweg kalt gemacht werden, eh er die Büchse der Pandarra ganz weit aufstößt!

@Barbara: Das kann man so nicht sagen. Wenn er, der zum Judentum konvertiert ist, einen orthodoxen Gijur (Übertritt) gemacht hat, wird er natürlich auch von orthodoxen und strengorthodoxen Juden anerkannt, egal ob er dann ein orthodoxes oder liberales Judentum praktiziert. Das Judentum kennt keinen Unterschied zwischen "geborenen Juden" und "Juden aus freier Wahl" - in beiden Fällen sind es Juden. Natürlich ist es aber hochnotpeinlich, das die von die angeführte (ultralinke) Website selber vor einigen Jahren groß über das "Judengen" berichtete und sogar einen Test ("Hab sie das Judengen?") für 100 Euro bewarb - und heute zum Halali bläst wegen genau dieser Aussagen - wenn auch die aktuelle Aussage sehr unglücklich und mißverständlich formuliert ist.

@ Eambs Danke für die Erklärung. - Ich verstehe die Aufregung über Sarrazin dennoch nicht. Gehört zum Thema, auch wenn es erstmal nicht so klingt: Ich war letztens, in ganz anderem Zusammenhang, bei einem Prof für Kieferorthopädie, der fröhlich erzählte, dass im Norden Mitteleuropas die Kiefer oft zu weit zurückliegen, genetisch bedingt, und in Bayern und Österreich Kinne eher habsburgermäßig hervorzustehen pflegen. Was ich sagen möchte: Es gibt nun mal genetisch (leicht) verschiedene Gruppen, so what. Das ist kein Werturteil. @ Spacy Das ist Polemik, das ist unfair. Ich habe das gesamte Interview gelesen, und Sarrazin ist bestimmt kein Rassist. Ein Menschenhasser allgemein, vielleicht, ich weiß es nicht. Seine Bemerkungen zu deutschen Hartzern waren auch nicht nett - bei einem wirklichen Mein Kampf 2 wären die als Kampftruppe umworben worden. Vor allem scheint er mir ein Zahlenmensch zu sein, der rechnen kann - koste es, was es wolle. Dass die Deutschen "unreif in Sachen Demokratie sind", äußert sich für mich eher darin, wie man mit Sarrazin umgeht - hätte nie gedacht, dass solche Dinge wie Beckmann, wie Bundesbank, wie Merkel-Literaturkritik in Deutschland passieren könnten... Am Boden der Büchse der Pandora war übrigens die Hoffnung. Gustav Schwab, Sagen des klassischen Altertums.

Ich denke nicht, daß Sarrazin "anti-semitisch" ist. Seine unglückliche Äußerung über ein "jüdisches - oder baskisches! - Gen" fiel wie ein Geschenk in die Hände der Pseudo-Gutmenschen (u.a. Krämer) die ihn kaltstellen wollten - weil er es wagte, einige sehr unbequemen Wahrheiten über die mangelnde Integrationswille der Muslime in Deutschland (oder in Europa) auszusprechen.

Alle Juden - Alle Basken ... Herr Koch (und leider viele Journalisten) haben wohl noch nicht einmal das Originalzitat in der Morgenpost gelesen, sonst müßten sie erkannt haben, daß es sich um die auf einen Satz verkürzte Wiedergabe einer komplexen wissenschaftlichen Erkenntnis handelt und nicht um kruden Rassismus. Vollends wer Google bedienen kann findet Wochen vorher einen Artikel im Tagesspiegel(Abrahams Kinder) und in der Jüdischen Allgemeinen (Kinder Abrahams). Was also macht Sarrazin so gefährlich? Daß er im Gegensatz zu Herrn Koch Zeitung liest und sich den Inhalt grob merkt? Ich stimme Yosef-Meir zu: das war ein Geschenk für die polemischen Pseudo-Gutmenschen (Koch! Der Kämpfer für Toleranz gegenüber Migranten!). Das Publikum allerdings fühlt sich veralbert. Wenig schön ist, daß sowohl Tagesspiegel als auch Jüdische Allgemeine ihre eigene Berichterstattung zu dem Gen-Thema anscheinend vorerst vergessen haben - oder lese ich da etwas falsch?