Wien: Rabbiner bei Chanukkah-Feier angegriffen und verletzt

Wien:

Rabbiner bei Chanukkah-Feier angegriffen und verletzt


Ein Palästinenser attackierte am Samstagabend beim traditionellen Auftakt zum jüdischen Lichtfest Chanukka den Leiter der Wiener Chabad-Schule. Die Polizei bestätigte Meldungen israelischer Medien, wonach der staatenlose Täter sich auf Rabbi Dov Gruzman stürzte und auf ihn einschlug. Als dieser sich zur Wehr setzte, verbiss sich der Mann in Gruzmans Finger und verursachte ihm erhebliche Bisswunde und hat ihmTeile des Fingers abgetrennt.



Der Palästinenser wurde festgenommen, der Rabbi in ein Krankenhaus gebracht, wo er sich den Medienberichten zufolge nach wie vor zur Beobachtung etwaiger Infektionen befindet. Dem Internetdienst "Voz Is Neiaz" (Jiddisch für "Was gibt es Neues") gab er aber bereits ein erstes Interview, indem er sich unerschütterlich zeigte: "Für Sonntag Abend haben wir die Anzahl der Sufganiot (traditionelle Süßspeise) von 50 auf 700 erhöht."

Es ist die Tradition von Chabad Lubawitsch das Chanukkah-Fest auf öffentlichen Plätzen mit dem Entzünden der Kerzen zu begehen. In Berlin etwa wird jedes Jahr am Brandenburger Tor das Licht an einer 6 Meter hohen Chanukkah-Menorah entzündet - dieses Jahr am morgiegen Dienstag um 18:30 Uhr.

 

14.12.2009


Autor: haolam.de
Bild Quelle:


Montag, 14 Dezember 2009