Neueste Umfrage: Nationalreligiöse und Rechtszionisten boomen

Neueste Umfrage: Nationalreligiöse und Rechtszionisten boomen




Heute wurde eine brandaktuelle Umfrage des Instituts Geocartography, eines der führenden und größten Meinungsforschungsinstitute Israels, veröffentlicht - mit Ergebnisse, die einen schon länger anhaltenden Trend weiter bestätigen. Während die bislang größte Fraktion in der Knesset, die der Kadima-Partei, erdrutschartig verliert, kann sich der konservative Likud von Ministerpräsident Binjamin Netanyahu bei leichten Gewinnen als stärkste Partei etablieren, die rechtskonservative Partei Yisrael Beitenu kann sich auf hohen Niveau als dritte Kraft behaupten, die deutlichsten Zugewinne verzeichnen indes die nationalreligiösen "Siedlerparteien", die sich auf zusammen 12 Sitze (von insgesamt 120 Sitzen) fast verdoppeln würden. Die sephardisch-orthodoxe Schas-Partei müsste hingegen Verluste hinnehmen und die Atid-Partei des ehemaligen TV-Moderators Lapid würde bei ihrem ersten Wahlantritt zwar in die Knesset kommen, allerdings scheint der Schwung nachzulassen. Die sozialdemokratische Avoda würde von sehr niedrigem Niveau aus zugewinnen, die ultralinke Meretz-Partei würde auf ebenfalls sehr niedrigen Niveau fast unverändert auch weiterhin marginalisiert bleiben.

Die Ergebnisse der Umfrage im Einzelnen (in Klammern Veränderung gegenüber der Knessetwahl 2009):

- Likud 31 Mandate (+ 4 Mandate)

- Avoda 16 Mandate (+ 3 Mandate)

- Yisrael Beitenu 15 Mandate (+/- 0 Mandate)

- Schas 9 Mandate (- 2 Mandate)

- Atid 8 Mandate (+ 8 Mandate)

- Kadima 7 Mandate (- 21 Mandate)

- Nationale Union (Nationalreligiöse) 7 Mandate (+ 3 Mandate)

- Vereinigtes Torah-Judentum 7 Mandate (+ 2 Mandate)

- Jüdisches Heim (Nationalreligiöse) 5 Mandate (´2 Mandate)

- Meretz 4 Mandate (+ 1 Mandat)

- Arabische Parteien 11 Mandate (+(- 0 Mandate)

Insgesamt kann der rechtszionistische Block bis zu 74 der 120 Knessetmandate auf sich vereinigen. Die im vergangenen Jahr von der Avoda abgespaltene Partei Atzmaut von Verteidigungsminister Bara erreichte auch in dieser Umfrage - wie zuvor auch in allen Umfragen anderer Forschungsinstitute - kein meßbares Ergebnis.


Autor: haolam.de
Bild Quelle:


Sonntag, 20 Mai 2012