Abschied vom Hass: Zum Ausstieg von Andreas Molau aus der rechtsextremen Szene

Abschied vom Hass:

Zum Ausstieg von Andreas Molau aus der rechtsextremen Szene




von Christian Rogler

"Es bedrückt mich, dass ich Menschen verletzt und Dingen Vorschub geleistet habe, die nicht zu akzeptieren sind," spricht Andreas Molau in seinem Interview mit dem NDR aus, was er noch wenige Monate zuvor nur seinen engsten Vertrauenspersonen anvertraut hatte.

Die Euphorie nach dem Wahlsieg in Sachsen 2004 war es, die den seit dem 16.Lebensjahr mit nationalistischem und völkischem Gedankengut sympathisierenden damaligen Waldorflehrer dazu veranlasste, seine Arbeitsstelle zu kündigen und sich in die finanzielle Abhängigkeit der neonationalsozialistischen NPD zu begeben.

Wenige Jahre später war er so sehr Teil des sektenartigen Innenlebens dieser Partei geworden, dass ihm sogar Aussagen über "No-Go-Areas für Dönerbuden und ihre Besitzer" oder "Bereiche, wo es keine Schwarzen gibt" problemlos über die Lippen gingen.

Heute erfüllt ihn Scham über solche Aussagen - und eine Entschuldigung ist ihm nicht genug, er möchte aktiv und engagiert vor dem warnen, was er selbst über Jahrzehnte hinweg verkörpert hatte und sich für diejenigen einsetzen, die seine ehemaligen Kameraden heute noch aus Deutschland raus haben wollen: "Der Rassist Molau hat in den Reden zugespitzt, um Wirkung zu erzielen - der jetzige Molau möchte gerne versöhnen."

Sein Weg in die extreme Rechte war Ende der 80er-Jahre in Westdeutschland nicht ungewöhnlich. Das Land war von einem Generationenkonflikt geprägt: Die Kriegsgeneration stand noch im aktiven Arbeitsleben, die 68er rückten indessen in Schulen, Medien und Parlamente nach. Das Land veränderte sich, die Konflikte der Nachkriegszeit dauerten an. Unterschwellige völkische Ressentiments, latenter Antisemitismus und Schuldabwehr trafen auf Selbstgerechtigkeit und wohlfeilen Antikapitalismus. Der damalige Vorsitzende der nationalkonservativen Republikaner, Franz Schönhuber, dessen Partei sich ähnlich wie die rechtsextremistischen Parteien DVU-Liste D und NPD im Aufwind befand, meinte, bei ihm würden sich "die Enkel mit den Großeltern gegen die Söhne verbünden".

Die CDU unter Helmut Kohl hatte eine "geistig-moralische Wende" versprochen, stattdessen gerieten Reizthemen wie die Wiedervereinigung in den Hintergrund und Politiker wie Rita Süßmuth oder Heiner Geißler verordneten der bürgerlichen Volkspartei eine "Modernisierung", die Stammwähler vor den Kopf stieß - und die konservativ denkende junge Menschen, die ihren Platz in der Welt noch nicht gefunden hatten oder den Eindruck hatten, nicht dazu zu gehören, rebellieren ließ. Heute könnten junge Menschen in der gleichen Situation auch Salafisten werden - damals begannen sie Autoren der "Konservativen Revolution" wiederzuentdecken und nationalistische Parolen zu dreschen.

Während die meisten von ihnen aber im Laufe der 90er-Jahre in der veränderten Gesellschaft des wiedervereinigten Deutschlands ankamen und Jugendsünden bloße Jugendsünden blieben, kamen andere von diesen nicht los und verstrickten sich stärker denn je in ihrem Kulturkampf zur Rettung der großelterlichen Ehre und einer romantisierten "heilen Welt" von Gestern oder in ihrem Trotz gegen die Beliebigkeit der Postmoderne.

In einem Beitrag für die "Junge Freiheit" schilderte Andreas Molau Anfang der 90er-Jahre eine Begebenheit von einem Infostand der CDU in seiner Heimatstadt, als ein Politiker nach einem Gespräch mit ihm zu dem Schluss kam: "Sie sind eben ein Radikaler, Sie glauben, Werte ließen sich durchsetzen".

Andreas Molau überwarf sich mit der JF, nachdem er nach Auffassung des Chefredakteurs Dieter Stein keine ausreichende Distanz zu Holocaustleugnern habe erkennen lassen. Kam dies von ungefähr? Mitnichten. Es kam sozusagen in den besten Familien vor, dass apologetische Darstellungen zur Nazizeit am Kaffeetisch ausgebreitet wurden und das akademische Umfeld der Burschenschaften und nationalen Studentenverbindungen, in dem sich Twens wie Andreas Molau fanden, war eher wie ein geschützter Bereich, indem einander Alte Herren und junge Füxe zu später Stunde in bierdunst- und rauchgeschwängerter Atmosphäre "inoffizielle Wahrheiten" zuraunten. Schon das hatte etwas von einer Parallelwelt mit eigenen Narrativen.

Was Andreas Molau außerdem noch zum Verhängnis wurde, war sein Loyalitätsverständnis. Nachdem Franz Schönhuber, der die Republikaner 1990 in Ruhstorf noch in die Mitte rücken wollte, im Herbst 1994 den Einzug in den Bayerischen Landtag verpasste, erklärte er die Idee einer bürgerlichen Rechtspartei für gescheitert und proklamierte die Fundamentalopposition. Die letzte Ausgabe der Parteizeitung jenes Jahres enthielt einen umfangreichen programmatischen Artikel Schönhubers, in dem diese Stoßrichtung vorgegeben wurde - und Andreas Molau gestaltete die dritte Seite.

Parteipolitisch war Schönhuber gescheitert, in der Folge verlegte er seine Aktivitäten in den vorpolitischen Raum. Und er nahm ausgesuchte "junge Wilde" mit publizistischem Talent unter seine Fittiche, denen er offensiv den Weg in die Zeitungen, Verlage und Vereinigungen des rechtsextremistischen Spektrums bahnte. Einer davon war Andreas Molau.

Es war ein erhebendes Gefühl für jeden rechten Nachwuchspublizisten, von einem Prominenten wie dem langjährigen Fernsehjournalisten, Europaabgeordneten und Parteiführer gefördert zu werden. Molau dankte es Schönhuber mit unverbrüchlicher Loyalität, die in jener NPD endete, der sich Letzterer vollständig angenähert hatte und für die er kurz vor seinem Tode 2005 noch einmal als Direktkandidat für die Nachwahl zum Bundestag antrat. Schönhuber war auch die treibende Kraft hinter Molaus Verankerung im Bundesvorstand der Neonazi-Partei, in dem er vor allem für das Thema "Bildung" zuständig war.

Nach dem Einzug der NPD in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern wechselte Andreas Molau nach Schwerin, wo er Berater der Landtagsfraktion wurde. Als der Skandal rund um das zweifelhafte Finanzgebaren des damaligen Parteischatzmeisters Erich Kemna aufkam und sich Widerstand gegen den langjährigen Bundesvorsitzenden Udo Voigt regte, schickte MV-Fraktionschef Udo Pastörs Molau erst als Minenhund vor, um die Aussichten für eine Abwahl des amtierenden Parteichefs auszuloten, um ihn wenig später demonstrativ auszubooten und innerparteilich zu demontieren.

Als Molau dem offen neonationalsozialistischen Kurs der Landtagsfraktion und ihres Vorsitzenden gegenzusteuern begann - Pastörs hatte zum Aschermittwoch 2009 in einer besonders gehässigen Rede von "Samenkanonen" und "jüdischen Hakennasen" gesprochen -, machten seine Kameraden ihm unmissverständlich klar, dass er finanziell völlig von der Fraktion abhängig wäre und ohne diese kein Bein mehr auf die Erde bekäme. Seine Arbeit wurde täglich zum Spießrutenlauf und in dieser Situation brachte Andreas Molau erstmals im familiären Kreis die Option einer Beendigung seiner Tätigkeit für die Neonazi-Partei mit sich. Für einen Ausstieg aus der rechtsextremistischen Szene insgesamt war er damals allerdings noch nicht bereit.

Eine schicksalshafte Fügung brachte es in der Folge mit sich, dass der schwedische Multimillionär Patrik Brinkmann sich gerade anschickte, die dahinsiechende DVU zu einer populistischen Partei nach Vorbild der FPÖ oder der islamophoben niederländischen PVV umzumodeln. Er evakuierte Molau aus der NPD-Fraktion und gewährte ihm politisches Asyl als hauptamtlicher Mitarbeiter der ehemaligen Frey-Partei.

Als diese nach derben Niederlagen bei der Europawahl 2009 sowie zur Landtagswahl in Brandenburg am Ende war, wechselten Brinkmann und Molau zur islamfeindlichen Bewegung "Pro NRW". Dort war Andreas Molau in der Öffentlichkeitsarbeit tätig, schrieb Pressemitteilungen und Reden, betreute ein parteinahes Blog und versuchte, seine Ideen in die programmatische Arbeit einfließen zu lassen - auch noch, als Brinkmann sich von Pro NRW längst wieder verabschiedet hatte.

Die Idee, die der Schwede formuliert hatte, in Deutschland eine "neue Rechte" auf die Beine zu stellen, die sich speziell vom Antisemitismus lossagen würde, der seit der Reichsgründung integraler Bestandteil der nationalen Bewegung in Deutschland war, erschien Molau - dem in der NPD noch von innerparteilichen Gegnern nachgesagt wurde, Agent einer ominösen "Israel-Connection" zu sein - als attraktiv.

Insbesondere hatte er nach seinen Jahren in der NPD von etatistischen Tendenzen hin zu einem Social Engineering von Rechts die Nase voll und vertrat in persönlichen Gesprächen und Korrespondenzen durchaus wertkonservative, libertäre und zunehmend auch proamerikanische Auffassungen. Er öffnete das parteinahe freiheitlich-Blog auch für parteilose Autoren, die am Ende sogar an Tabus wie der Islamophobie rüttelten.

Andreas Molau selbst positionierte sich innerparteilich als liberaler Reformer, der dem Ethnozentrismus eine Absage erteilte und sich am Ende sogar für das Konzept der Willensnation nach amerikanischem Vorbild aussprach.

Die Mehrheit der Pro-Bewegung konnte damit allerdings überhaupt nichts anfangen. Die provinzielle Haltung der Funktionäre und erst recht der Basis vertiefte den Entfremdungsprozess, sodass Andreas Molau im persönlichen Umfeld bereits gegen Ende des Jahres 2011 offen über eine Beendigung seiner politischen Tätigkeit sprach.

Das zynische Wahlkampfkonzept der Pro-Bewegung zur Landtagswahl in NRW, als durch gezielte Provokationen vor Moscheen gewalttätige Ausschreitungen herbeigeführt werden sollten, um ihr kostenfrei Aufmerksamkeit zu sichern, begleitete Molau nur noch, weil er für eine willfährige Berichterstattung und die Ausarbeitung des Wahlkampfprogramms bezahlt wurde.

Am 28.5.2012 erklärte Andreas Molau dem Autor dieser Zeilen gegenüber in einer facebook-Nachricht, dass er sich nach Rücksprache mit seiner Familie dazu entschlossen habe, vollständig aus dem Rechtsextremismus auszusteigen. Bereits am 31.5. gab er, nachdem dieses Thema vertraulich erörtert wurde, an, sich beim Aussteigerprogramm des niedersächsischen Verfassungsschutzes gemeldet zu haben.

Die Entwicklung der letzten Wochen dürfte Andreas Molau jetzt schon hinsichtlich der Richtigkeit seines Schrittes bestätigt haben. Er trat spätestens nach seinem Austritt aus der NPD nicht nur eindeutig für Bildungsfreiheit und die Achtung des elterlichen Erziehungsrechts ein, sondern auch für die Religionsfreiheit.

Spätestens dass die islamophoben Kräfte sich im Rahmen der Beschneidungsdebatte für die Kriminalisierung jüdischer und muslimischer Eltern ausgesprochen und damit offenbart haben, dass sie für Gleichmacherei, Bevormundung und staatliche Gängelung der Familie stehen, hätte Molau nicht mehr mitgetragen.

Im Rahmen eines Buchprojekts wird Andreas Molau noch einmal selbst seine Zeit innerhalb der extremen Rechten und den zunehmenden Entfremdungsprozess aufarbeiten, der ihn am Ende zum Ausstieg bewogen hatte.

Andreas Molau ist sich auch der Tatsache bewusst, dass es vielerorts noch Skepsis gibt angesichts des langen Zeitraums, innerhalb dessen er für eine inhumane und rassistische Ideologie gewirkt hat. Deshalb ist für ihn klar: "Wenn ich wieder einen Weg zurück in die Gesellschaft haben will, dann kann der nicht gerade sein. Ich kann mich nicht morgen vor eine Klasse stellen, um zu sagen: ß Es ist nichts gewesen.ß Aber es muss eine Chance geben, wenn auch in Etappen."

"Ruhrbarone"-Chefredakteur Stefan Laurin, der einer der härtesten Kritiker Molaus in seiner Zeit bei Pro NRW gewesen war, stimmt ihm diesbezüglich zu, wenn er auf dem Blog "publikative" (http: //www.publikative.org/2012/07/29/gib-ex-nazis-eine-chance/) schreibt:

"Aussteiger berichten übereinstimmend von Zweifeln an der Ideologie, Ekel vor der Gewalt in der Szene – und natürlich auch persönlicher Zukunftsangst. Sie lösen sich nach und nach von ihrer Szene. Wer den riskanten Schritt des Ausstiegs geht – besonders angesichts der Gewaltbereitschaft in der Szene – hat ein Recht auf Rückkehr in die Gesellschaft. Wer ihnen dieses Recht verweigert, stärkt die Nazi-Szene. Andere Rechtsextremisten dürfen nicht das Signal empfangen, nach einem möglichen Ausstieg müssen sie den Rest ihrer Tage in Isolation verbringen. Sie müssen ermutigt werden.

Die Aussteiger selbst müssen erfahren, dass Respekt gegenüber allen Menschen eben mehr ist als eine Floskel – und mehr gilt, als in der braunen Szene, aus der sie sich lösen wollen. Denn freie Gesellschaften zeichnen sich dadurch aus, dass sie Menschen nicht ausschließen. Selbstverständlich, es gilt der Satz “Keine Freiheit für die Feinde der Freiheit” und “Keine Toleranz der Intoleranz” – aber wer sich von den Feinden der Freiheit abwendet, muss zwar nicht gleich zum Freund, aber er kann zumindest zum Verbündeten werden."

 

Foto: privat

 

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Autor: haolam.de
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Dienstag, 31 Juli 2012






Die Umstrukturierungsmassnahmen beim Verfassungschutz kommen jetzt voll zum Tragen.

 

Da man jetzt nicht mehr vom Verfassungsschutz bezahlt wird, muss man ja den Ausstieg öffentlich machen, damit es nicht auffällt wenn man sein Beamtendasein in Zukunft vor Schülern fristet.

 

Dieser Staat hat jede Glaubwürdigkeit verspielt.



@ "Nahum Weinstein" (Ich bezweifle, das Sie so heißen, Sie wollen sich nur ein vermeintlich jüdisches Image geben um besser als Kostümjude auftreten zu können)

 

Hier mal ein paar Links zu Artikel über den "Sohn der Hamas", der für den israelischen Geheimdienst gearbeitet und viele Menschenleben gerattet hat:

http://www.haolam.de/?site=artikeldetail&id=9353

 

http://www.haolam.de/?site=artikeldetail&id=6601

 

Zu Herrn Molau:

Ein Schritt, der Respekt verdient und Mut erfordert, wenn man bedenkt, wie die rechtsextreme Szene mit "Abtrünnigen" umgeht bzw. am liebsten umgehen würde.



Nahum Weinstein: Genauso ist es.

Es werden noch einige Ex-Rechte mit großem Tam-Tam "um Vergebung betteln" um sich dann schön wieder in die deutsche "Gleichschaltungsmaschine" eingliedern.

Sie haben dann zum Schluß noch einen Nutzen.

Die "rechtsextreme Szene" ist ihren Namen nicht Wert.

Die "Enthauptung" bei der Bundespolizei gibt zu denken. Die Verquickung "Verfassungsschutz" und Bundespolizei und Nachrichtendienste gibt zu denken.

Die linksgrüne "Brainpolizei" steht vor der Tür!!!

 

Ach ja, verstärkt den Kampf gg. Rechts.



@Erlkönig: Einen invertierten Ariernachweis kann ich Ihnen leider nicht vorlegen. Die Bezeichnung Kostümjude scheint sich ja durchgesetzt zu haben, um unliebsame Meinungen mundtot machen zu wollen, kann man jetzt von der Kostümjudenkeule sprechen? Immerhin etwas Neues, die Nazikeule is ausgelutscht und schockt nicht mehr.

 

Wie geht denn die "rechte Szene" mit Abtrünnigen um. "Abtrünnige" haben in den 90er Jahren reihenweise die Meiserchen Quassel- und Labershows gefüllt, passiert ist keinem etwas. Glanzlichter der extremen Rechten (z.B. der "Störkraft" Sänger) ist sportlich aktiv und hat mit der Vergangenheit gebrochen. Ohne "staatliche" Hilfe. Der ehemalige "Freikorps" arbeitet sehr erfolgreich bei einem grossen welkweit sehr bekannten japanischen Spielehersteller, lange Haare statt Glatze und dummer Parolen. Aussteiger die unbehlligt Ihren Weg gehen. Selbst Hasselbach lebt unbehelligt von anderen Weggefährten.

Hier wird die rechte Szene in Sphären gehievt, es werden rechte Strukturen erdacht, die so nicht existent sind. Die rechte Szene in Deutschland ist ein unkoordinierter Haufen grenzdebiler Suffköpfe. Und dass der Verfassungsschutz aktiv zu Straftaten anstiftet und diese sogar initiiert ist kein Geheimnis.

Erst wird gewarnt:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/rechtsextremismus-nazi-rockband-ruft-zum-mord-an-prominenten-auf/219032.html

 

Dann muss man zurückrudern und sich schämen:

http://www.focus.de/politik/deutschland/affaere-die-noten-des-hasses_aid_208101.html

"Zugleich stellte sich aber heraus, dass der mit Steuergeldern bezahlte Spitzel aus Cottbus in allererster Linie ein gefährlicher Scharfmacher ist. Kurzum: Er schuf erst die Bedrohung, die der Verfassungsschutz abzuwenden gelobt.

...

Der aktuelle Verfassungsschutzbericht von Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) erwähnt die WAR mehrmals im Kapitel über gewaltbereite Rechtsextremisten.

Der Brandenburger Verfassungsschutz – Dienstherr ist Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) – gerät jetzt in Erklärungsnöte: Die White Aryan Rebels, bislang noch auf keiner einzigen Bühne gesehen, sind offenbar ein reines Geheimdienstprodukt. Schönbohms V-Mann Toni St., so die jüngsten Erkenntnisse, ist ein rechtsradikaler Solist und Agent Provocateur mit staatlichem Salär."

 

Woran scheiterte das Verbot der NPD seinerzeit? An den ganzen V-Leuten, die im Auftrag der Regierung Straftaten begehen. Punkt. Das muss einfach so deutlich gesagt werden.

 

Das sind Methoden die eines Rechtstaates unwürdig sind.

 

Und die Anzahl der verübten Straftaten? Rechnet man die Propagandadelikte (die natürlich zu verurteilen sind) aus der Statistik raus, so bleibt nichts wirklich nennenswertes übrig. Im Gegensatz zu den Statistiken der linken und islamistischen Szene. Von dort kommt die Bedrohung für die freheitlich demokratische Grundordnung.

...
Affäre: Die Noten des Hasses - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/deutschland/affaere-die-noten-des-hasses_aid_208101.html

 

Und Mosab Hassan Yousef anzuführen ist nicht unproblematisch, zumal er eine nicht unumstrittene Persönlichkeit ist und seine Glaubhaftigkeit durch einige Falschdarstellungen seinerseits sher stark gelitten hat.

Aber der Erlkönig ist da weniger kritisch. Immer schön essen, was auf den Tisch kommt.

Hinterfragen ist was für Kostümjuden.

Shalom. 



Ich frage mich was dieser Artikel be HaOlam macht/ bzw bewirken soll???
einfach schlecht und unbedeutend.



@ Nahum:

Zum einen gab es mindestens drei Morde an Abtrünnigen in den 90er Jahren, die anderer Jahre nicht hinzugerechnet. Und wenn ich mir ihr Schreiben so durchlese, mit den ganzen Verharmlosungen der rechtsextremen Gewalt, der Bagatelisierung der neonazistischen Szene, frage ich mich tatsächlich, was wohl ihre tatsächliche Motivation sein könnte.

 

@ Ingo:

haOlam berichtet über Antisemitismus und Neonazismus, da finde ich es logisch, wenn es darüber Berichtet, wenn einer der Spitzenfunktionäre dieser Szene nicht nur den Rücken kehrt, sondern offenbar auch öffentlich mitteilen weill, was er weiß und erlebt hat. Das komplexe Themen manchmal etwas länger ausgebreitet werden, liegt in der Natur der Sache.



Der Artikel ist recht gut geschrieben, bewegt sich ansonsten jedoch in politisch korrekten Deutungsmustern. Eine Grundlage der Betrachtung sollte jedoch die Erkenntnis bilden, daß diese Republik nicht von der NPD gestaltet wurde und wird, sondern daß für alles was besteht, passiert und gedacht wird, der regierende Alt-Parteienfilz (Blockparteien) verantwortlich ist, letztverantwortlich natürlich die diesen handhabenden, sich versteckt haltenden Kräfte. So ist auch die NPD, wie weiland die Grünen in der untergehenden DDR vorzüglich als Produkt der politischen Vorfeldarbeit des regierenden Parteienklüngels zu sehen. Mir schien Molau immer zu intelligent, um dies nicht gesehen zu haben. Insofern scheint mir sein Bekenntnis auch eher die logische Folge seiner Abschaltung zu sein. Jedoch stecke ich nicht in seiner Haut.       



@Nahum Weinstein

Ihre Praxis, von der "rechten Szene" zu schwafeln, aber die "rechtsextreme Szene" zu meinen, ist diffamierend und entbehrt schlichtweg jeglich berechtigter Grundlage. Ich bezeichne mich selbst auch als politisch rechts stehend, lehne aber jeglichen, rechten wie linken Extremismus dezidiert ab und empfinde es deshalb auch als infam, wenn das Wort "rechts" für meine politische Einstellung sowie die der Rechtsextremisten synonym verwendet wird.

Danke für Ihr Verständnis!



@Herschel

 

Belege bitte (Links).

Es ist ein Unterschied ob die Morde wirklich politisch motiviert waren oder ob es sich um Streitigkeiten im kriminellen Millieu gehandelt hat (in dem sich viele Rechtsextreme bewegen, da ist man sehr offen, wenn es um Geld geht, sprich Drogen, Prostitution, Waffenhandel).

Das sollte man unterscheiden und das, was Behörden und auch Politik präsentiert, kritisch hinterfragen.

Die rechte Szene wird aufgebauscht, und das ist gewollt, da äusserst lukrativ.

 

@Paulchen

Das tut mir jetzt aber leid, Ihre Gefühle verletzt su haben. Wirklich. Ich weiss nicht, ob ich mit dieser Schuld leben kann.

Ich bin konservativ und nicht "rechts".

 



@Paulchen

 

Vergiß nicht, daß Du mit Deiner "Einordnung" bzw. "Selbstverortung" schon den Designern des Rechts-Links-Schemas auf den Leim gegangen bist. Da kannst Du doch gleich sagen: Leite, ich stinke! Und dann auch noch der Extremismus"-Marker". Wer die Sprache des Feindes benutzt, hat den Krieg schon verloren.