Antisemitischer Vorfall in Stuttgart

Antisemitischer Vorfall in Stuttgart




In der Landeshauptstadt von Baden-Württenberg ist es bereits am Dienstag zu einem antisemitischen Vorfall gekommen, der für Aufsehen sorgt. Ein jüdisches Ehepaar aus Israel war in der Stadt, um persönlich an der Verlegung von Stolpersteinen zur Erinnerung an Familienangehörige, die während der Zeit der Barbarei in Nazideutschland, ermordet worden waren. Alleine von der Familie des Mannes waren fünf Mitglieder ermordet worden, u.a. im KZ Theresienstadt. Zu dem Vorfall kam es, als das Ehepaar die öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt benutzte und von drei Kontrolleuren nach gültigen Fahrscheinen geprüft wurde. Die „Stuttgarter Zeitung“ berichtet: „Als der Mann auf Englisch erklärte, dass er in Stuttgart sei, weil seine Vorfahren von den Nationalsozialisten ermordet worden seien, kam es zum Eklat. Alle drei Kontrolleure hätten gegrinst, und die Frau habe mit beiden Daumen nach oben gezeigt, als wollte sie sagen: 'Gut so.´“ Am Zielbahnhof, wo das Paar eigentlich aussteigen wollte, stellte sich ein Kontrolleur mit ausgestreckten Armen in die Tür und versperrte diese. Dem Paar, das erstmals in Stuttgart, bzw. überhaupt in Deutschland war, wurde zur Last gelegt, nur Fahrtickets für eine Zone gehabt zu haben, diese aber um eine Station überschritten zu haben. Die Stuttgarter Stadtbahn zeigte sich schockiert über den Vorfall. Eine Sprecherin erklärte, man werde den Vorfall intern aufarbeiten und kündigte einde direkte Entschuldigung bei dem betreffenden Ehepaar an.


Autor: fischerde
Bild Quelle:


Samstag, 20 April 2013