Teilweise Korrektur in der Außenpolitik: Russland erkennt West-Jerusalem als Israels Hauptstadt an

Teilweise Korrektur in der Außenpolitik:

Russland erkennt West-Jerusalem als Israels Hauptstadt an


Russland nimmt eine Teilkorrektur seiner Position zu Jersualem vor, weigert sich aber weiterhin, Jerusalem als Ganzes als Hauptstadt Israels anzuerkennen.

Russland hat gestern offiziell angekündigt, zumindest den westlichen Teil Jerusalems als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Bislang war die Position Russlands, Jerusalem solle im Rahmen einer Nahost-Friedensregelung unter Kontrolle der UN gestellt werden und weder dem jüdischen Staat Israel noch einem „Palästinenserstaat“ zugerechnet werden.

 

Allerdings stellt die entsprechende Erklärung des russischen Außenministeriums nur eine teilweise Korrektur dar, da man weiterhin an einer „Zwei-Staaten-Fiktion“ als vermeintliche „Lösung“ für den Nahost-Konflikt festhält, bei der Ost-Jerusalem dann die „Hauptstadt“ eines noch zu gründenden „Palästinenserstaates“ sein soll. Ob aus dieser Erklärung abzuleiten ist, daß Russland – wie die USA seit dem Amtsantritt von Donald J. Trump als neuer Präsident – ernsthaft die Verlegung seiner Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen, ist unklar.

 

Eine Reaktion von israelischer Seite zur Erklärung aus Moskau liegt nicht vor, zumal sie immernoch die Weigerung beinhaltet, Jerusalem insgesamt als Hauptstadt Israels anzuerkennen.

 

Im Juni feiert Israel des 50. Jahrestages der Befreiung Ost-Jerusalems, Judäas und Samarias von der jordanischen Besatzung und die Wiedervereinigung Jerusalems.

 

 

 

Ze'ev Ben Elezar  - Foto: Israels Ministerpräsident Binjamin Netanyahu bei einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Vladimir Putin im Kreml (Foto: Kremlin.ru [CC BY 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/4.0)], via Wikimedia Commons)


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Freitag, 07 April 2017