Wie Palästinenser Fakten manipulieren

Wie Palästinenser Fakten manipulieren


Die beiden dominanten palästinensischen Parteien sind institutionell kriminell.

Von Dr. Manfred Gerstenfeld

Die im Gazastreifen herrschende Hamas strebt den Völkermord an den Israelis an, auch wenn ihre Führer das gelegentlich versuchen zu verbergen. Die Fatah, die führende Partei in der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) verherrlicht die Mörder israelischer Zivilisten. Die PA belohnt zudem sie oder ihre Familien finanziell. Vor ein paar Jahrzehnten hätten die meisten anständigen Westler – keine Nationalsozialisten, Faschisten, Kommunisten oder Trotzkisten – dies noch abscheulich gefunden oder eines oder mehrere seiner Synonyme dafür gefunden – verabscheuungswürdig, widerwärtig, empörend, abstoßend, hasserfüllt, grässlich oder skandalös.

Viele westliche Pro-Palästinenser, Politiker wie andere, widmen in ihren verbalen Angriffen auf Israel – einer Demokratie, die gegen ihre terroristischen Feinde wegen des internationalen Rechts mit einer auf dem Rücken gefesselten Hand bekämpft – palästinensischen Verbrechen nicht viel bis keine Aufmerksamkeit. Das zu tun würde ihren Antiisraelismus aushöhlen. Um die systematischen Versäumnisse solcher Verbrechen zu begreifen, hilft es diese Pro-Palästinenser in eine Reihe Kategorien zu unterteilen. Die Extremsten unter ihnen sind Anhänger der völkermörderischen Terrorbewegungen. Das wird allerdings nur selten gesagt. Eine Ausnahme ist der britische Labour-Parteichef Jeremy Corbyn, der die Hamas und die Hisbollah als seine „Brüder“ und „Freunde“ bezeichnete.[1]

Eine zweite Kategorie sind die Beschützer von Mördern. Man findet sie in verschiedenen Bereichen der Linken, inklusive der Sozialisten. Es ist hier einfacher linke Organisationen zu identifizieren statt Einzelpersonen. Eine Person in dieser Kategorie ist die sozialistische Außenministerin Schwedens, Margo Wallström.[2] Sie forderte eine internationale Ermittlung wegen der Tötung von Terroristen durch Israel bei mörderischen Angriffen. Da sie das für kein anderes Land machte, das Terroristen bei solchen Anschlägen tötete, war das eine typische antisemitische Handlung gemäß der Definition der Internationalen Holocaust-Gedenkallianz (IHRA).[3] Schwedens Abstimmung zugunsten dieser Definition als Teil des Vorstands dieser Organisation ermöglichte, dass sie angenommen wurde.

Die dritte Kategorie kann man „Geheimhalter“ palästinensischer Verbrechen nennen. Sie greifen Israel verbal an und schweigen zu der gewaltigen Kriminalität der Palästinenser. Großbritannien ist ein Ort, an dem man prominente Leute dieser Kategorie leicht erkennen kann. Einer ist die ehemalige Labour-Ministerin Clare Short. In einem Brief an die Financial Times schrieb sie, dass die Wurzel des Antisemitismus-Problems in der Labour „zunehmendes Bewusstsein der Ungerechtigkeit und des Leidens ist, das Israel den Palästinensern zufügt“.[4] Es gab in dem Brief nicht ein einziges Wort zur institutionellen Kriminalität und der Unterstützung von Mord durch die führenden Palästinenserparteien, die ihre Gesellschaft durchdringt. In der Vergangenheit hat Short zudem Hamasführer Khaled Meschaal eingeladen vor britischen Parlamentariern zu sprechen. Nur eine technische Panne verhinderte das.[5]

Eine vierte Kategorie Pro-Palästinenser sind die Herunterspieler der institutionellen palästinensischen Kriminalität. Die Labour Party ist wieder eine gute Quelle für Beispiele. Der ehemalige Minister und Lord Peter Hain schrieb zusammen mit Daniel Levy einen Artikel in Open Democracy, in dem sie die „abscheuliche Behandlung der Palästinenser durch aufeinander folgende israelische Regierungen“ vermerkten.[6] Sie widmeten nicht nur den Rechten der Palästinenser einige Aufmerksamkeit, sondern auch den Rechten Israels. Das Wort „abscheulich“ oder irgendeines seiner Synonyme kam im dem ausführlichen Artikel zu den Palästinensern nicht vor. Fairerweise sollte erwähnt werden, dass es auch Sozialisten gibt, die ausdrücklich sagen, dass Mörder israelischer Zivilisten zu belohnen entsetzlich ist.

Eine ganze Reihe der Leute in diesen vier Kategorien stellen falsche Behauptungen auf, sie seien für Menschenrechte, Freiheit, Gerechtigkeit und Moral. In erster Linie sind sie für Doppelmoral.

Die Haltungen dieser vier unterschiedlichen Kategorien von Fakten-Manipulatoren müsste eine wichtige Debatte auslösen, die aber selten, wenn überhaupt stattfindet: In welchem Ausmaß sind diese vier Kategorien Pro-Palästinenser de facto Verbündete, Unterstützer oder Kollaborateure der Verbrechen? Einige Sitzungen sollten besonders den Progressiven gewidmet werden.

Die Festlegung dieser Kategorien der Pro-Palästinenser bietet zudem die Mittel auszuwerten, wo bestimmte Einzelne stehen. Organisationen, in denen man leicht eine Reihe Leute finden kann, die in eine der oben erwähnten vier Kategorien passen, sind europäische linke Parteien, einschließlich der sozialistischen. Das ist bei weitem nicht nur auf die nordischen Länder beschränkt, sondern sogar in Deutschland der Fall, wo führende Politiker aus ihrer widerlichen Vergangenheit gelernt haben sollten. 2012 bestätigte z.B. die damalige Generalsekretärin der sozialistischen SPD, Andrea Nahles, dass die Fatah und die SPD viel gemeinsam haben.[7] [weshalb sie eine strategische Partnerschaft beschlossen – heplev].

Noch eine Stelle, wo die genannte Kategorisierung wichtig ist, sind die Präsidentschafts-Vorwahlen der Demokratischen Partei in den Vereinigten Staaten. Bernie Sanders behauptet, man solle „das palästinensische Volk mit einer Art Respekt und Würde behandeln, die es verdient“.[8] Er hat nicht erklärt, wie das mit der institutionellen palästinensischen Kriminalität zusammenpasst. Sanders hat letztere wahrscheinlich nie erwähnt. Elizabeth Warren ist eine weitere Präsidentschaftskandidatin, die Aufmerksamkeit während ihrer Vorwahl-Kampagne verdient.[9] Ebenso sollten die teilzeit-antisemitischen Kongressabgeordneten Ilhan Omar und Rashida Tlaib sowie in letzter Zeit auch Alexandria Ocasio-Cortez beobachtet und eingeordnet werden.[10]

Auch Medien können entsprechend dieser Mittel analysiert werden. Es ist nicht schwierig z.B. die New York Times oder eine führende deutsche, bundesweite Tageszeitung, die Süddeutsche Zeitung bloßzustellen.

Eine große Frage bleibt übrig: Warum muss diese Kategorisierung hier in einem Op-Ed erfolgen? Wo sind der israelische Premierminister, die Regierung und die Ministerien? Warum haben sie nicht schon vor langem diesen Ansatz zur Entlarvung der falschen Moral so vieler Pro-Palästinenser übernommen? Das zu tun würde israelische Botschaften im Ausland mit einem einfachen Werkzeug ausstatten diese Manipulatoren zu entlarven.

[1] https://foreignpolicy.com/2018/10/03/jeremy-corbyn-has-a-soft-spot-for-extremists-ira-hamas-hezbollah-britain-labour/

[2] http://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/22070

[3] https://www.holocaustremembrance.com/working-definition-antisemitism

[4] https://www.ft.com/content/12d113cc-ae0c-11e9-8030-530adfa879c2

[5] https://www.jpost.com/Middle-East/Glitch-scuttles-Mashaals-UK-address

[6] www.opendemocracy.net/en/opendemocracyuk/labour-left-antisemitism-israel-and-palestine-way-forward/

[7] www.sueddeutsche.de/politik/nahost-konflikt-zentralrat-der-juden-empoert-ueber-spd-papier-zur-fatah-1.1520896

[8] https://www.haaretz.com/us-news/sanders-says-he-would-leverage-u-s-aid-against-netanyahu-s-racist-government-1.7580041

[9] https://www.jpost.com/American-Politics/Elizabeth-Warren-says-yes-to-ending-Israels-occupation-595294

[10] https://www.foxnews.com/politics/new-squad-talking-point-boycotting-israel-like-boycotting-nazi-germany

 

Heplev - Dr. Manfred Gerstenfeld ist ehemaliger Direktor des Jerusalem Centers for Public Affairs (JCPA), er ist Autor bei der Tageszeitung The Jerusalem Post und beim Nachrichtensender Arutz Sheva


Autor: Dr. Manfred Gerstenf
Bild Quelle:


Dienstag, 13 August 2019