DPolG Bundesleitung nimmt Polizeigewerkschafter in Schutz

DPolG Bundesleitung nimmt Polizeigewerkschafter in Schutz


Die Bundesleitung der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) hat sich auf ihrer Sitzung in Berlin mit den Vorgängen um den stellvertretenden DPolG-Landesvorsitzenden Thomas Nommensen befasst.

Sowohl die Landeszentrale der Gewerkschaft als auch die Privatwohnung des Gewerkschafters waren durchsucht worden, weil er wegen angeblichen Verrats von Dienstgeheimnissen vorgeworfen wird.

In Berlin erklärte der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt:

„Wir stehen in aller Deutlichkeit zu unserem Kollegen Thomas Nommensen und sind empört darüber, wie hier vorgegangen wurde. Die anwaltliche Vertretung unseres Kollegen wird Licht ins Dunkel dieses Skandals bringen. Sehr offensichtlich stehen die Maßnahmen im Zusammenhang mit der so genannten Rockeraffäre, die mittlerweile Gegenstand eines Parlamentarischen Untersuchungsausschusses ist.

Thomas Nommensen hat am Vorgehen der Behörden häufig öffentlich scharfe Kritik geübt und seine Kollegen in Schutz genommen; er hat seine Pflicht als Gewerkschafter getan, mehr nicht. Jetzt soll er eingeschüchtert und gemaßregelt werden, dabei schreckt man nicht einmal davor zurück, öffentlich in dieser Weise gegen einen Gewerkschafter vorzugehen und die besonders geschützten Informationen einer Gewerkschaft auszuforschen.

Schon die Art und Weise, wie die seltsamen Verdächtigungen zustande gekommen sind, werfen ein bezeichnendes Licht auf den Gesamtvorgang. Wenn ein Polizeiseelsorger die Kommunikation eines Gewerkschafters belauscht und ihn anschließend ohne Anlass anschwärzt, hat die Polizeiseelsorge insgesamt ein großes Vertrauensproblem. Wie soll man sich einem Seelsorger anvertrauen, der solche Methoden anwendet? Wir haben deshalb die Landesbischöfin mit der Bitte angeschrieben, zu diesem Vorgehen Stellung zu beziehen. Dies alles weitet sich zu einem veritablen Politkrimi aus, der Ministerpräsident kann nicht länger so tun, als ginge ihn das alles nichts an.“


Autor: DPolG
Bild Quelle: DPolG


Dienstag, 17 September 2019