Wegen kurzer Hosen: Homosexueller in Saudi-Arabien verhaftet

Wegen kurzer Hosen: Homosexueller in Saudi-Arabien verhaftet


Saudi-Arabien klagt einen Mann der Zurschaustellung von Nacktheit an, weil er gegen das strenge Gesetz verstoßen hat, keine Shorts zu tragen. Kritiker sagen, dass er damit für seine Homosexualität bestraft werde.

Von Benjamin Weinthal, The Jerusalem Post

Ein offen schwuler Mann aus Saudi Arabien erklärte auf Twitter, dass er verhaftet worden sei, weil er an einem Strand in dem ultra-konservativen islamischen Land Shorts getragen habe.

 

Der 23-jährige Suhail al-Jameel schrieb am Sonntag an seine über 171.000 Twitter-Anhänger und sagte, dass die Behörden ihm vorgeworfen hätten, dass er seine Nacktheit online geteilt habe. ‚Die Polizei [hat] meine Anklage auf ein elektronisches Verbrechen abgeändert, nachdem ich Nacktfotos gemacht haben soll‘, schrieb er und fügte hinzu: ‚Wie kann ich nackt sein, wenn ich an einem heißen Strand Shorts trage?‘.

Jameel schieb: ‚Im Jahr 2019 sind LGBTQ in Saudi-Arabien nicht willkommen. Sie müssen im Verborgenen ihr Dasein fristen und können nicht in Frieden leben. Sie wollen Tourismus, geben uns aber keine Freiheiten.’ Am 6. Oktober veröffentlichte Jameel ein Foto, das ihn in leopardenfarbenen Shorts zeigte.

LGBTQ-Medien, wie die britischen Pink News, sagten, es gebe Anzeichen dafür, dass Jameel auf Grund seiner Homosexualität verhaftet wurden sei. In Saudi-Arabien ist das Tragen von Shorts nach den neuen Gesetzen zum Schutz des öffentlichen Anstands verboten. Die strengen Gesetze wurden im September eingeführt, um das Land für Touristen zu öffnen.

Es ist unklar, mit welcher strafrechtlichen Sanktion Jameel rechnen muss. Er retweetete einen Tweet, der anführte, dass eine Haftstrafe von drei Jahren lächerlich sei.

 

Foto: Suhail al-Jameel


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Twitter


Montag, 21 Oktober 2019









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