ARD-Doku München 1970 - As der Terror nach Deutschland kam: Die 68er, die arabischen Terroristen und die Lust am Judenmord

ARD-Doku München 1970 - As der Terror nach Deutschland kam:

Die 68er, die arabischen Terroristen und die Lust am Judenmord




13. Februar 1970: Antisemitischer, linksterroristischer Anschlag auf juedisches Alterheim in Muenchen – Sieben Holocaustueberlebende sterben in den Flammen oder Ersticken im Rauch…

Georg M. Hafner und seiner Wahrheitliebe ist dieser in Deutschland wohl einzigartige Film zu verdanken. Trocken zeigt der ehemalige 68er die Verbindung des arabischen antisemitischen Terrors zur deutschen linken 68er-Szene auf.

Er zeigt auch, wie gleichgueltig und mild der deutsche Staat mit dem antijuedischen Terror umging und wie er in erschreckender Abwesendheit von Gerechtigkeit oder Rationalitaet wieder und wieder arabische Terroristen und Massenmoerder laufen liess, um sich angebliche ‘Ruhe’ zu verschaffen.

Eine weitere schockierende Aufdeckung, die mir so aus der deutschen Presse nicht bekannt ist: Wie europaeische Airlines, zumindest damals, arabischen Terrororganisationen Schutzgeld bezahlten, damit sie doch bitte ihre Flugzeuge verschonten, wenn sie auf Judenjagd gingen.

Und das Schockierenste wohl von allem: Wie deutsche Linke Anschlaege auf juedische Ziele begingen, und u.a. in Muenchen Holocaustueberlebende in den Flammen ihrer Brandbomben verbrannten.

Das ist wohl das Grausamste und Unbegreiflichste an der ganzen Geschichte: Wie sie auszogen, gegen ihre Nazi-Eltern zu revoltierten und am Ende – mit angeblich ganz anderen Gruenden – doch wieder Juden, juedische Zivilisten, verbrannten, weil sie Juden waren… – nur 25 Jahre nach dem grossen Schlachten von 6 Millionen Juden, war die ‘Schonzeit’ schon wieder vorbei…

Und dazu kommt nocht, dass die Taeter relativ bekannt sind, aber immer noch in Deutschland auf freiem Fuss sind und ihre Leben als prominente alt 1968 geniessen koennen, waehrend die Opfer ihrer antisemitschen Gewalt tot sind und ihre Familien bis heute leiden.

Ich moechte an dieser Stelle Georg M. Hafner von Herzen danken, diese unangenehmen Wahrheiten, und eine sicher nicht einfache Selbsthinterfragung, ins deutsche Fernsehen gebracht zu haben.

(Wer es nicht bei Youtube sehen kann/moechte, kann auch im HR am 27.08.2012 um 01:15 Uhr oder im PHOENIX am 15.09.2012 um 22:30 Uhr eine Wiederholung sehen.)

 

Ulrich J. Becker, Aro1.com

 

 

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Autor: haolam.de
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Sonntag, 12 August 2012






HaOlam gefällt sich mal wieder in einem unreflektierten 68er-Bashing. Man sollte endlich zur Kenntnis nehmen, dass der Begriff der 68er oder der 68er Generation Menschen umschreibt, die an dieser BEWEGUNG mehr oder weniger aktiv teilgenommen haben oder von ihr geprägt wurden. Und eine BEWEGUNG ist komplex und vielschichtig und nicht so einfach mit linksextremen Gruppen und Gruppierungen oder gar mit Terroristen gleichzusetzen, auch wenn es für manche bequem ist, die Geschichte umzuschreiben indem man sie grob vereinfacht.



infam und hetzerisch ist es, wie im Titel geschehen, grob "die achtundsechziger" mit Lust am Judenmord in einem Atemzug zu nennen.



Eine Überschrift verkürzt immer - und es heißt ja nicht "Die 68er sind Judenmörder", sondern die Frage, die aufgeworfen wird und im Film behandelt wird, ist, wie "die 68er" zu Mordanschlägen auf Juden stehen. In München wurde von Linksextremisten ein Brandanschlag auf das jüdische Altenheim verübt, bei dem Juden, die den Holocoust überlebt haben, bei lebendigen Leib verbrannten. In Berlin versuchten Linksextremisten einen Sprengstoffanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum. Jedesmal waren es Juden, die die Zielscheibe bzw. die Opfer waren. Und wie waren die Reaktionen aus dieser Richtung während und nach dem Massaker an israelischen Sportlern bei den Olympiaspielen 1972 in München? War nicht auch ein deutscher Linksextremist an der Entführung eines Flugzeuges beteiligt und an der Aussonderung der israelischen, bzw. jüdischen Passagiere durch die arabischen Terroristen?

Natürlich war jeweils nur ein Teil dieser "Bewegung" direkt oder indirekt beteiligt. Wo aber war der Rest? Wo gab es Demonstrationen oder zumindest eine Ditanzierung davon? War und ist nicht eher die Verklärung von Terroristen als angebliche "Befreiungsbewegung" bis heute an der Tagesordnung? 



Vielleicht hatten sie keine Lust dabei, getan haben sie es trotzdem. Aber das ist ja nur ein Teil. Dazu gehört auch, das es bis heute keine selbstkritische Aufarbeitung bei "den 68ern" gibt. Und wenn ich mir Aussagen von Stroebele und anderen zum Thema Israel anhöre, dreht sich mir der Magen um.



Rainer ist insofern zuzustimmen, als das, was heute als 68-er zusammengefasst wird, einige Fraktionen umfasste, die aus dem Zeitgeist der damaligen Utopie entstanden und von Flower Power über Kommunen bis zum Extremismus reichte. Wobei auch der Extremismus wiederum verschiedene Fraktionen umfasste, von denen die führenden, wie heute bekannt ist, von der Stasi unterwandert und teilweise bis maßgeblich gesteuert wurden. Allen voran die RAF, die dann ab der 2. Generation nichts anderes als ein Auftragsmordkommando für die westlichen wie östlichen Dienste war.

Aber die vielfältigen, wichtigen und positiven Veränderungen, die von dieser Bewegung ausgingen, sind uns heute so selbstverständlich geworden, daß wir ihre Ursprünge - und die Verhältnisse die sie auslösten, gar nicht mehr kennen.

Es gibt diese aufschlussreiche Szene in Eichingers "Der Baader-Meinhof-Komplex", einer Unterhaltung am Rande einer Dutschke Rede in Berlin, wo festgestellt wurde, daß man der professionell geschulten Rhetorik der palästinensischen Teilnehmer hoffnungslos unterlegen sei.

Von da zieht sich der braunrote Faden der Maoistischen/Vietcong Dialektik bis zum heutigen Tag. Wie "erfolgreich" diese Dialektik ist, zeigt sich am Beispiel des größten Massenmörders aller Zeiten (Historiker rechnen seinen direkten Befehlen ca. 20 bis 22 Millionen Tote zu), der heute noch als onkelhafte Ikone in vielen zeitgenössischen Kunstsammlungen hierzulande, stets kommentarlos, zu sehen ist.

Ich habe die Dokumentation Georg M. Hafners gesehen und mir ist die selbe kalte Wut hochgekommen, wie immer beim Anblick des erwähnten Massenmörders.

Keineswegs denunziert Hafner die gesamte 68-er Bewegung, sondern beleuchtet wahrhaft differenziert auch sein eigenes Versagen im Erkennen der skrupellon, faschistischen Strukturen dieser sich als "links" ausgebenden Gruppe von Gewalttätern. Seine damalige, langjährige Unfähigkeit, hinter dem Schwulst der angesagten Vietkong-Rethorik, die gleiche abgefeimte Mordvisage zu sehen, die viele der Väter 30 Jahre zuvor, unter umgekehrten Vorzeichen an den Tag legten.

Hafner hat auf seine Weise einen Anfang gemacht, der einer materialistischen Geschichtsschreibung dieser Zeit einen guten Dienst erweist und damit auch einen Beitrag zur "Entzauberung" der palästinensischen Mythen, die ganz langsam zu bröckeln beginnen.



Die, die in dem jüdischen Altenheim bei lebendigen Leib verbrannt wurden, waren Juden, die den KZs nur knapp entkamen. Die Anschläge - München, Berlin - richteten sich nicht gegen Einrichtungen des Staates Israel, wie etwa der Botschaft oder dem Fremdenverkehrsbüro. Die Anschläge richteten sich gegen Juden, gegen jüdische Einrichtungen in Deutschland. Daran gibt es nichts zu rütteln.

In diesem Zusammenhang sei erinnert: In den Ausbildungslagern der Terrororganisation Al-Fatah im Libanon wurden sowohl die Nazi-Terroristen der Wehrgruppe Hofmann, die für den Anschlag auf das Münchner Oktoberfest verantwortlich waren und für den Mordanschlag auf den jüdischen Verleger Levin und seine Frau in der Nähe von Nürnberg, als auch die Terroristen der RAF.



Vielleicht täuscht mich der Eindruck auch - aber wenn ich Fernsehberichte über die sogenannten "68er" sehe, dann sehe ich immer Demonstrationen mit übergroßen Bildern von Massenmördern - Stalin, Mao, Ho Chi Min, Che Gueveraa, Lenin. Und als Parole hör ich immer wieder "SS, SA, USA". Sicherlich waren da auch viele dabei, vielleicht sogar die meisten die da mitliefen, die einfach eine bessere Welt wollten. Aber sie liefen hinter den falschen Bildern her und liefen "Führern" und "Vordenkern" hinterher, unter deren Herrschaft ich nicht leben wollen würde. Was sind aber hehre Ziele und verlautbarte Absichten, angesichts der Verherrlichung von Mördern und vor allem angesichts der Toten?



Liebe Rebecka,

die Fernsehberichte täuschen nicht, wenn zu sehen ist, welchen "Vorbildern" die linke bis linksfaschistische Fraktion der 68er hinterherlief. Und es ist tatsächlich zu vermuten, daß viele, bestenfalls naive Mitläufer darunter waren, die einer schwärmerischen Stimmung nachhingen.

Innerhalb dieser politischen Fraktionen gab es stasitreue Stalinisten, Maoisten, Vietkong, Revolutionäre nach südamerikanischem Vorbild und Antisemiten, die vorgaben, den "Kampf" der Palästinenser zu unterstützen.

Die gefährlichen Leute unter ihnen lassen sich in zwei Typen unterscheiden. Die gewalttätigen Neospießer nach sowjetischem und maoistischischem Modell und die idiotischen Politkriminellen á la Andreas Baader, die in der 68-er Bewegung eine Spielwiese für ihre autoritären und antisemitischen Phantasien fanden, die sich vom gleichen Tun der Väter rein äußerlich und in der Sprache unterschied aber nicht "inhaltlich".

Daneben gab es eine Vielzahl an Strömungen bei den 68-ern, die vor allem rein kultureller und gesellschaftspolitischer Natur waren. Und diese Strömungen haben Deutschland nachhaltig aus den miefigen, verklemmten und kleinkarierten 50-er Jahren geholt. Alles, was seither in diesen Bereichen geschah, wäre ohne diese! 68-er nicht möglich gewesen.

Daraus entstand, man kann sich das Heute gar nicht mehr vorstellen, eine utopische Stimmung Anfang der 70-er Jahre, die von einem unbegrenzten Zukunftsoptimismus geprägt war.

Wir mussten unsere Lehrer duzen, die sich als Teamer bezeichneten und durften ihre Lobgesänge auf den wahren, reinen, den guten Sozialismus über uns ergehen lassen.

Das Jahr 2000 war eine sagenhafte Zukunft, wo anstatt Autos Fluggeräte den Stadtverkehr prägten und Roboter in den Wohnungen die Hausarbeit und das Kochen übernahmen.

In der Musik, der Mode, dem Theater waren zuvor unvorstellbare Dinge zu sehen und zu hören, selbst im "Tatort" wurden heftige Liebesakte gezeigt.

Der erste Riss im schönen Schein war dann München 72, woran ich mich wie gestern erinnern kann, denn ich gehörte einer Arbeitsgruppe an, die eine komplette Dokumentation über die sportlichen Ereignisse der Olympiade anfertigte.

Damals war ich davon überzeugt, dieser entsetzliche Spuk würde, muss, schnell vorübergehen. Das antiisraelische Geschwafel der Linken nahm ich nicht ernst. Welch ein Irrtum.

Von der damaligen Utopie klingt heute nur noch eine Ahnung nach, die sich im inhaltsleeren Posing der Hippster nach dieser Sehnsucht wiederspiegelt.



@ Harald,

Ich habe nicht gesagt, dass diese Fernsehdokumentation eine allgemeine Verunglimpfung der 68 er Generation bzw -bewegung behauptet. Leider konnte ich diese Dokumentation da wo ich lebe nicht sehen. Ich habe nur den Titel des HaOlam-Artikels kritisiert. Auch wenn ich Verständnis für Titel habe, die das Interesse des Lesers auf sich ziehen, sollte man doch vermeiden, dass sich HaOlam zu einer Art Bildzeitung entwickelt ...



Hallo Reiner,

der Film ist absolut sehenswert und ein muss für alle, die wie Sie Interesse an Zeitgeschichte haben.

"München 1970: Als der Terror zu uns kam"

http://youtu.be/kV0NljmCJKo