Frankreich: Antisemitismus treibt Juden in die Flucht

Frankreich:

Antisemitismus treibt Juden in die Flucht




Der Antisemitismus, der während der Zeit der nationalsozialistischen Barbarei in Deutschland zum in der Geschichte einzigartigen Massenverbrecher der Shoah mit über 6 Millionen ermorderter Juden führte, ist kein historisches Phänoment, der sich etwa "nur" durch den christlichen Antijudaismus oder dem elimentatorischen NS-Wahn manifestierte. Ob die Vernichtungsdrohungen des iranischen Mullahregimes gegenüber dem jüdischen Staat Israel, der einzigen parlamentarischen und rechtsstaatlichen DEemokratie des Nahen und Mittleren Ostens, ob antisemitische Ressetements in vielen Ländern mitten in Europa oder durch Gewalttaten gegen Juden etwa in den skandinavischen Ländern oder in Frankreich - Antisemitismus ist auch heute eine akute und konkrete Herausforderung an und Bedrohung gegen die zivilisierte Gemeinschaft der Demokraten.

In Frankreich droht die Situation nun weiter zu eskalieren. Aus Angst vor antisemitischen Gewalttaten verlassen immer mehr jüdische Familie in Saroelles, einem Vorort der Hauptstadt Paris, verlassen den Wohnort - teils Richtung Großstadt, teils Richtung Israel. Erst vor einem Monat waren zwei Vermummte in einen Gemischtwarenladen gegangen und hatten eine selbstgebastelte Handgranate in den kleinen Verkaufsraum geschleudert. Die Schäden sind noch heute sichtbar. D er französische Innenminister Manuel Valls resümierte später: "Sie wollten töten.". Zum Glück war der Naouri-Markt am späten Vormittag des 19. September nicht gut besucht. Die Anwesenden - drei Kunden und eine Mitarbeiterin - kamen mit dem Schrecken davon. Ein Höhepunkt sicher, ein Einzelfall nicht.

Seit dem blutigen Amoklauf des antisemitischen Jihadisten Mohammed Merah im französischen Toulose, hat sich die Situation weiter verschärft - die Morde werden offenbar von nicht wenigen als Initialzündung gesehen. Mitarbeiter des Ladens verzichten, wie viele andere Juden auch, auf der Straße eine Kippa zu tragen und so als Juden erkennbar zu sein - zu gefährlich ist das inzwischen wieder geworden.

Über das Umfeld, in dem der jüdische Laden versucht zu überleben, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung":

Die Zahlen der französischen Arbeitslosenstatistik erhalten hier in Sarcelles Gesichter. Gesichter von Männern im arbeitsfähigen Alter, die schon am Vormittag herumgammeln, etwa auf dem kahlen, windigen Platz, der zwischen vier Sozialwohnungstürmen liegt. Im Erdgeschoss sind Ladenlokale angesiedelt, einige haben die eisernen Rollläden gar nicht erst geöffnet, andere bieten Waren aus dem Orient, Brautkleider oder Brillen feil. Der Naouri-Markt liegt etwas versteckt am anderen Ende dessen, was hochtrabend „Centre Commercial“ genannt wird.

Weiter heißt es im Bericht der FAZ:

Auch Sara, die werdende Mutter, die koscheres Speiseöl und Nudeln in ihrem Einkaufswagen stapelt, äußert sich resigniert. „Irgendwie ist es banal geworden, dass Tunichtgute, die außer Hass nichts im Kopf haben, uns zur Zielscheibe nehmen“, sagt sie. Sie glaubt nicht, dass die Situation sich in den nächsten Jahren verbessern werde. Die Regierung merke langsam, dass die jüdische Gemeinde nicht unter Verfolgungswahn leide, sondern recht habe, wenn sie vor dem Antisemitismus der muslimisch geprägten Banlieue-Jugend warne.

Womit die französische Regierung sicherlich weiter ist, als manche andere europäische Regierungen - was aber auch nur ein schwacher Trost sein kann.

Der sozialistische Innenminister Valls spricht von einem "inneren Feind" und meint damit junge Franzosen, mit und ohne Migrationshintergrund, die zum radikalen Islamismus konvertieren und sich zusammentun, auch um mit jihadistischen Strukturen in Kontakt zu kommen. Laurent Berros, der als Rabbiner in Sarcelles wirkt, stellt nüchtern fest: "Wir wollen ja keine Panik verbreiten, aber wir stellen fest, daß das Klima sich objektiv verändert hat."

Lange Zeit galt der Ort als Vorbild für das friedliche, ja freundschaftliche Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen. Sogar den inoffiziellen Beinnamen "Klein-Jerusalem" erhielt er umgangssprachlich. Erst kürzlich wurde im Ort ein Denkmal eingeweiht mit der Aufschrift: „Zum Gedenken an die jüdischen Märtyrer, Opfer der Nazi-Barbarei“. Stein ist geduldig, ähnlich wie Papier.

 

Jörg Fischer-Aharon - Foto:  Sarcelles (Foto: By Cavaldefrance (Eigenleistungen) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons)

 

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Autor: haolam.de
Bild Quelle:


Sonntag, 28 Oktober 2012






Dieser perverse, primitive Antisemitismus kotzt mich an. Es ist bei den Moslems(immer)

und auch bei einem nicht zu geringen Teil der "Abendländer", der NEID der PURE NEID.

Dreimal war ich schon in Israel und bin jedes mal begeistert.Dieses Land und seine Leute

muss man einfach lieben.

 

 



@steffen kleinert:

dito, aber jeder buchstabe!! gab mal ein buch, autor vergessen, titel "endividous proximity" o.s.ä. neiderzeugende nähe, welches u.a. die hintergründe o.a. einstellungen untersuchte. leider vergriffen. 





Jaaa, ich habe auch schon festgestellt, dass vorwiegend "Moslems" diesen Hass auf Juden schüren.

Und dass in Deutschland.