Kommentar aus Jerusalem: Die neue Terrortaktik der Hamas in Judäa und Samaria

Kommentar aus Jerusalem:

Die neue Terrortaktik der Hamas in Judäa und Samaria




Aus den berichteten Ablaeufen der beiden Schussangriffe der Hamas in den letzten Tagen hier auf den juaeischen Bernen und den Aussagen der Ueberlebenden aus dem zweiten Angriff und ein paar Spekulationen bei Debka ergibt sich ein Bild einer etwas neuen Terrortaktik der Hamas hier.

In beiden Faellen blieb es nicht bei den Palaestinensern seit langem gepflegten drive-by Shooting, sondern die Terroristen stiegen aus ihren Wagen aus und eroeffneten das Feuer auf ueberlebende israelische Zivilsiten aus naechster Naehe. Im ersten Fall ermordete man so alle Insassen des Fahrzeug im zweiten Fall ‘hatte man Glueck’.

Denn hier wird berichtet, dass sehr schnell der Hamasterrorist mit seiner automatischen Waffe sich dem Wagen des israelischen Paares naehrte und das Feuer eroeffnete. Nur wenige Meter vor ihnen und schiessend, hatte der Terrorist aber dann offenbar ploetzlich Ladehemmungen und der jetzt bereits mittelschwer am Bein verwundete Fahrer Mosche Moreno konnte mit seiner Frau auf der anderen Seite aus dem Auto raus und in den Strassengraben springen. Die Terroristen setzten nicht nocheinmal nach, entweder weil sie nicht wussten, dass die beiden ueberlebt hatten, oder weil sie so schnell wie moeglich weg wollten.

Auf alle Faelle berichtete Mosche jetzt, was sich in den Minuten vor den Schuessen ereignete. Sie wurden fuer einige Minuten von einem Wagen ‘verfolgt’ und von seinen aufgeblendeten Scheinwerfern geblendet. Mosche gab dem Auto hinter sich Zeichen anzuhalten und als dies unbeirrt weiterfuht, hielt er an und das Terroristenauto fuhr an ihnen vorbei und eroeffnete das Feuer. Dann wie gesagt naehrte sich ein Terrorist und schoss weiter, hatte Hemmungen und sie entkamen durch das Abrollen in den Graben. Das alles soll ca. anderthalb Minuten gedauert haben.

Dieser Angriff fand nach Sonnenuntergang statt, wobei der erste Anschlag bei Beit Chagai sowie die meisten Schussangriffe eher bei tageslicht stattfinden, da man so wahrscheinlich besser unterscheiden kann, welches ein juedisches und welches ein arabisches Auto ist. Die Qualitaet des ‘Sicherstellens des Ermordens’ ist aber eine neue Stufe bei Drive-by shootings, das die Hamas jetzt eingefuehrt hat und was Israelis nur noch zu besseren Schutzmassnahmen veranlassen sollte. Generell gilt, dass man in der ‘wilden Westbank’ recht schnell faehrt und sich am besten nicht ueberholen laesst. Nachts fahren fand ich bis jetzt auch immer sichere als tags, aber nach letzter Nacht zaehlt das wohl auch nicht mehr unbedingt. Und wer nicht gerade wie ein Araber aussieht, sollte doch ernsthaft ueberlegen eine Pistole griffbereit zu haben, wobei Eli Ischai ein Gesetz anregt, dass fuer ‘Siedler’ den Erwerb von Pistolen unbuerokratischer machen sollte. Auch wenn uns ein Wagen mit aufgeblendeten Scheinwerfern folgt, sollte man eventuell vorsichtiger als sonst sein und vielleicht nicht unbedingt in einer einsamen Gegend anhalten.

Was beide Anschlaege aber wohl auch zeigen, dass – wie die Hamas auch gross rumposaunt – Israel und die PA nicht in der Lage waren den ersten und sogar den zweiten Angriff zu verhindern, so wachsam sie sind oder sich geben und so viele Hamaskaempfer sie angeblich ueberall festnehmen.

Nach Debka liegt das vor allem daran, dass die Hamasterroristen, die hier agieren, in kleinen unabhaengigen Gruppen arbeiten, die sich gegenseitig nicht kennen und daher nicht verraten koennen und die vor allem von ausserhalb kommen (Syrien, Libanon) und keine Verbindung zur lokalen Hamas oder lokalen Palaestinensern haben, die Israel geheimdiesttechnisch wohl recht gut unter der Lupe hat. Daher hat Israel angeblich noch keinerlei Spur zu den Moerdern und das einzige was hier wirklich helfen kann sind Checkpoints, Checkpoints, Checkpoints, Kontrollen, Razzien, und eine grosse Armeepraesens.

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Autor: haolam.de
Bild Quelle:


Donnerstag, 02 September 2010