GEW Berlin: Lehrer warnen vor zunehmenden Rassismus an Berlins Schulen

GEW Berlin:

Lehrer warnen vor zunehmenden Rassismus an Berlins Schulen




Die Gewerkschaft GEW und Lehrer aus stark migrantisch geprägten Bezirken in Berlin beklagen einen verstärkten Rassismus an Berlins Schulen. Offenkundig werden rassistische Tendenzen unter Schülern von entsprechenden, außerschulischen Vereinigungen systematisch gefördert.

Der in Berlin erscheinende "Tagesspiegel" berichtet:

An einigen Berliner Schulen wächst die Sorge über eine Diskriminierung deutschstämmiger Schüler durch Mitschüler mit Migrationshintergrund. Ein Kreuzberger Rektor erhebt schwere Vorwürfe gegen Moscheevereine.

Deutsche Schüler empfänden sich als „abgelehnte, provozierte, diskriminierte Minderheit“, beschreibt ein Kreuzberger Lehrer seine Erfahrungen. Andere Pädagogen sehen eher einen „politischen Extremismus“ am Werk, der nicht nur Deutsche, sondern alle Nichtmuslime zum Feindbild hat und bekämpft. Das Problem ist zwischenzeitlich so gewichtig, das die GEW Berlin kurzfristig für den heutigen Samstag zu einer Konferenz zum Thema "Deutschfeindlichkeit" eingeladen hat - die trotz der kurzen Einladungszeit ausgebucht ist.

 Die Diskussion um diese Probleme war bereits vor einiger Zeit durch die Vorfälle an der Rütli-Schule in Berlin-Nordneukölln kurzzeitig auf der Tagesordnung, zwischenzeitlich mehren sich aber die Berichte von Lehrern aus verschiedenen Berliner Bezirken, die ähnliches berichten.

Zwei Kreuzberger Lehrer der Hector-Petersen-Gesamtschule nahmen sich deshalb des Themas an und beschrieben in der „Berliner Lehrerzeitung“ der GEW ihre Erfahrungen. Unter der Überschrift „Deutschenfeindlichkeit an Schulen“ ist dort etwa zu lesen, dass „vor allem der Aufenthalt auf dem Schulhof zuweilen als ein Spießrutenlaufen mit diversen Beschimpfungen erlebt wird“. Deutsche Schüler würden bedroht und gemobbt. Hinsichtlich der Ursachen, heißt es im "Tagesspiegel":

Eine Ursache sei der „Kulturkonflikt zwischen westlichen und aus dem traditionellen Islam herrührenden Vorstellungen“.

Weiter berichtet der "Tagesspiegel":

Der Leiter der Petersen-Schule, Dietmar Pagel, hält den Begriff der „Deutschenfeindlichkeit“ allerdings für „unpassend und unproduktiv“. Die betreffenden muslimischen, wenn nicht gar „islamistischen“ Schüler richteten sich nicht nur gegen Deutsche, sondern auch gegen Juden und Amerikaner und alle, die nicht streng muslimisch seien. Besorgt ist Pagel vor allem über „bestimmte Moscheevereine“, die die Schüler in Richtung Islamismus „umzudrehen versuchen“, sagte Pagel auf Anfrage.

Die Neuköllner Personalrätin und langjährige Lehrerin Mechthild Unverzagt.stellt fest:

Dass es Deutschenfeindlichkeit gebt, müssen auch Gewerkschafter akzeptieren, die politisch korrekt die Augen verschließen wollen.

Der grüne Bildungspolitiker Özcan Mutlu hat sich erst jüngst mit dem Thema „Deutschenfeindlichkeit“ beschäftigt:

Man darf die Diskriminierung von Deutschen ebenso wenig akzeptieren wie die Diskriminierung von Schülern mit Migrationshintergrund.

In Berlin werden Schulen "judenrein" geprügelt

Ganz neu sind die Probleme indes nicht. Insbesondere der offene Antisemitismus erlebt nicht nur, aber gerade auch an Berliner Schulen eine gewalttätige Neuauflage. Bereits 2006 wurde berichtet:

Immerhin schlagzeilte Spiegel-online am 7. Dezember diesen Jahres: "Antisemitische Welle an Schulen – Jüdische Schüler fliehen vor Nazis und aggressiven Muslimen". Ein Vorfall schaffte es sogar in den Lokalteil einer Berliner Tageszeitung: Eine 14-jährige Jugendliche, die auf eine Oberschule in Berlin-Kreuzberg ging, wurde mindestens neun Monate lang drangsaliert, beleidigt, gemobbt, angespuckt und mehrfach geschlagen – wegen ihrer Religionszugehörigkeit. Die körperlichen Übergriffe erfolgten stets aus einer Gruppe von Schülerinnen heraus. Erst als die jüdische Jugendliche unter Polizeischutz zur Schule ging, konnte die Täterin ermittelt und dingfest gemacht werden, es handelte sich um eine muslimische Mitschülerin. Die angegriffene Schülerin ist zwischenzeitlich auf die jüdische Oberschule in Berlin-Mitte gewechselt.

 

Das gleiche hat auch M. getan, der bis vor kurzem auf ein Gymnasium im Berliner Stadtteil Wedding ging. Dort wurde er mit massiven antisemitischen Pöbeleien konfrontiert. Als bei einer Klassenfahrt in ein ehemaliges KZ muslimische Mitschüler auf dem Gelände der Gedenkstätte sogar anfingen, Fußball zu spielen und Judenwitze zu reißen, schwiegen die anwesenden Lehrer, ließen M. alleine und übten sich im wegsehen und weghören.

 Weiter heißt es in dem Bericht:

Die beiden Fälle sind nur Beispiele, keine Einzelfälle. So berichtet Spiegel-online von einer Klasse der jüdischen Oberschule, die in der S-Bahn von einer anderen Schulklasse antisemitisch beleidigt und beschimpft wurde. Auch Lehrkräfte werden immer öfters als "Judenschweine" beschimpft. "Jude", aber auch "Schwuler", gehören zwischenzeitlich wieder zu den Modeschimpfwörtern auf deutschen Schulhöfen. Michael Rump-Räuber vom Landesinstitut für Schule und Medien bestätigt: Arabischstämmige Jugendliche werden durch die aggressiven Medien aus ihren Heimatländern, die auch in Deutschland zu empfangen sind, regelrecht angestachelt, gegen Juden vorzugehen. "Wir haben pro Klasse mindestens einen Schüler, der wegen antisemitischer Vorfälle zu uns gekommen ist" bestätigt die Schulleiterin der Jüdischen Oberschule Berlin.

zbe / mbk

Berichte von "Panorama" (NDR/ARD) und "Spiegel-TV":

Leseempfehliung:

Arye Sharuz Shalicar

»Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude«: Die Geschichte eines Deutsch-Iraners, der Israeli wurde Ein jüdischer Jugendlicher berichtet von seinen Erlebnissen im Berliner Wedding.

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Autor: haolam.de
Bild Quelle:


Samstag, 02 Oktober 2010