Ende der "Nakba"-Gruselshowausstellung: Tochter erregt Walter? Mein Gott

Ende der "Nakba"-Gruselshowausstellung: Tochter erregt

Walter? Mein Gott




"Ein Publizist ist ein Journalist, Schriftsteller oder Wissenschaftler, der mit eigenen Beiträgen zu aktuellen Themen – beispielsweise Analysen, Kommentaren oder Aufrufen – an der öffentlichen Meinungsbildung teilnimmt." (Wikipedia)

 

Evelyn Hecht-Galinski ist weder Journalistin noch Schriftstellerin, geschweige denn Wissenschaftlerin, kann also per definitionem keine Publizistin sein. Obwohl „Die Tochter“ mithin so wenig eine Publizistin ist wie Reuven Moskovitz ein promovierter Historiker, stellt sie sich jedoch in ihrer “Monatskolumne aus dem hinteren Kandertal” als eine solche vor – als sei die Voraussetzung dafür bereits erbracht, wenn man sich mit hochrotem Kopf in die Tastatur erbricht, um das Ergebnis auf eben so erlesenen Seiten wie dem Palästina-Portal wiederzufinden.

 

Der Faszination des Schwachsinns erlegen, haben wir eine Weile öfter auf solche Seiten geschaut als es gerechtfertigt wäre. Gerade Arendts Online-“Stürmer“ ist ja eine ergiebige Schürfgrube für einschlägige Abseitigkeiten, und es schadet auch nichts, zu wissen, wie man auf der anderen Seite tickt. Der Grusel lässt über die Jahre allerdings nach, weil sich die „Israelkritiker“ vom Schlage Arendts, Melzers und Hecht-Galinskis einander in punkto Engstirnigkeit, Unoriginalität und Langeweile gegenseitig überbieten. Mit der Zeit zappt man viel seltener durch ihr Paralleluniversum, gähnt bei den immergleichen absurden Lamenti und schüttelt den Kopf über das demonstrierte Maß an Einfältigkeit. Aus diesem Grunde haben wir die Rentner-Rasselbande eine ganze Weile ignoriert; zweifellos eine Steigerung der Lebensqualität, unsere Zeit auf Erden ist ja begrenzt, und man möchte sie ungern verschwenden, indem man sich mit derart unappetitlichen Zeitgenossen beschäftigt.

 

Gleichwohl ist man als ethnologisch interessierter Mensch versucht, gelegentliche Blicke auf die rätselhaft anmutenden Riten dieser uns fremd und primitiv erscheinenden Gemeinschaft zu werfen. Im Rahmen unserer Feldforschung schauen wir deshalb mal wieder kurz in die Monatskolumne aus dem hinteren Kandertal, wo EHG sich einmal mehr ihrem Lieblingsthema hingibt : dem gefühlten „Maulkorberlass für Israelkritiker“.

 

Wie gewöhnlich stehen Umfang und Grad der Aufgeregtheit in reziprokem Verhältnis zur Qualität des Inhalts, daher raten wir unseren Lesern, sich keinesfalls die ganze Suada anzutun. Ein Extrakt möge hinreichen, um eine Ahnung davon zu erhalten, was Menschen wie Hecht-Galinski denken. Und nebenbei auch zur Erheiterung beitragen.

 

Dass EHG wie keine andere aus ihrem zwielichtigen Milieu um sich beißt, erklärt ihre stete Angst vor dem erwähnten „Maulkorb“. Diesmal sieht sie den Israelkritikern einen solchen umgehängt, weil eine widerliche Propagandaausstellung zur „Naqba“ in der Stadtbibliothek Freiburg abgesagt wurde.

 

Wie groß muss die Angst vor einer Ausstellung sein, die nur mit Bildern arbeitet, die für sich sprechen („Bilder ohne Worte“).

 

Nun eignen sich „Bilder, die für sich sprechen“ hervorragend zur Lüge und zur Indoktrinierung besonders für Leute, die nicht lesen können. Und wir reden hier nicht etwa von offiziellen Fotos, von denen in Ungnade gefallene Mitstreiter Stalins von einem Tag auf den anderen verschwanden, nicht von manipulierten Bildern, die gerade im Nahostkonflikt schon des öfteren für Aufregung sorgten, sondern von einseitig ausgewählten Bildern – um nichts anderes ging es in Freiburg. Man stelle sich vor, jemand eröffnet eine Ausstellung, auf der ausschließlich Bilder von ausgebombten Deutschen im Zweiten Weltkrieg gezeigt werden und erklärt dazu, der verbrecherische alliierte Luftkrieg gegen deutsche Städte habe 1940 begonnen, soundsoviele Millionen Deutsche das Leben gekostet, soundsoviele Millionen obdachlos gemacht etc. – und man bekommt einen Eindruck vom Wert dieser Darstellung.

 

Die Palästinenser als Opfer – etwas anderes können sich EHG und Konsorten nicht vorstellen. Sie sind immer unschuldig. 10.000 Palästinenser in israelischen Gefängnissen? „Opfer israelischer Willkürhaft.“ Regelmäßige Vernichtungsdrohungen aus Teheran? „Falsche Übersetzungswiederholungen gegen den Präsidenten Ahmadinedschad und Falschbehauptungen“, um „bewusst Angst“ zu erzeugen. Terroristische Hamas? „Auch David Grossmann befürwortet einen Dialog“. Morde und Menschenrechtsverletzungen? Eine Spezialität des Staates Israel, einer „Ethnokratie“, eines „Apartheidstaates“.

 

Dass die Juden durch den Zionismus und die Errichtung eines Staates in ihrer historischen Heimat ihr Schicksal in die eigenen Hände genommen haben, ist EHG ein täglicher Quell der Frustration und des besinnungslosen Zorns. Dass es Menschen gibt, die Israel in seinem Existenzkampf in einer feindseligen Region beistehen, ist ihr unverständlich. Wie verbohrt diese Freunde des jüdischen Staates doch sind, wenn sie zu einem Israelkongress keine Muslime einladen! Umgekehrt gehts doch schließlich auch :

 

Im Gegensatz dazu wurde ich auf dem Palästinenser Kongress als Rednerin eingeladen Zensurlos wurde diese meine Rede im gesamten arabischen Raum live per Al Djazeera ausgestrahlt!

 

Was hätte Al-Jazeera auch zensieren sollen? Schließlich präsentieren sich Hecht-Galinski und ihresgleichen doch unversöhnlicher und giftiger als es die meisten Araber tun, was sie von sich geben, ist 1 : 1 die Position von Terrororganisationen wie Hamas und Hisbollah, die von der zivilisierten Welt auch als solche betrachtet werden. Und warum? Weil Israel entscheidet „wer auf die Liste terroristischer Organisationen gesetzt wird“.

 

Natürlich wünscht sich die „Publizistin“ nichts sehnlicher, als selbst entscheiden zu dürfen, wer auf diese Liste kommt – wobei man gewiss nicht zweimal zu raten braucht. Was sind schon Weißes Haus, Downing Street No. 10 und Bundeskanzleramt, wenn sich Malsburg-Marzell zu Wort meldet, um knallharte Forderungen zu stellen :

 

Ich sage, Jerusalem muss endlich wieder geteilt werden, damit es gleichberechtigt auch für Palästinenser wieder zu ihrer Heimstätte wird.

 

Hugh! Sie hat gesprochen. Israel sei nämlich „längst anerkannt von der Weltgemeinschaft – aber in den Grenzen von 1967 und mit einer Hauptstadt TEL AVIV.“ Nicht einmal West-Jerusalem mag die „Publizistin“ den Israelis lassen, deren Selbstbestimmungsrecht offenbar nur von zwölf bis mittags gilt. Was sieben Millionen Israelis dazu zu sagen haben, ist für sie ohnehin unmaßgeblich; auf eine Hedy Epstein („selbst Emigrantin, verlor ihre Familie in Auschwitz”) hat die Welt gefälligst zu hören, auf Holocaustüberlebende in Israel, die – wie im März 2002 im Park-Hotel von Netanya – zum Ziel islamistischer Selbstmordattentäter werden, natürlich nicht.

 

Lassen wir es gut sein und kommen wir zum Schmankerl des Stücks : die Klage der „Tochter“ über einen Journalisten der übelsten Sorte.

 

Besonders schlimm ist der Artikel von Walter Herzinger, einem „ausgerasteten“ Schreiber in der Welt online.

 

Walter Herzinger? Wir dachten immer, der Kollege hieße Richard. Heißt er auch. Aber so schludrig wie Hecht-Galinski mit allen Fakten umgeht, so sind auch Namen und Begriffe für sie nur Schall und Rauch : Ein Zaun mutiert zur Mauer, eine pluralistische Demokratie zum Apartheidstaat, eine Terrorbande zur demokratisch gewählten Partei und Richard eben zu Walter.

 

Diese kleine Episode sagt viel über Evelyn Hecht-Galinskis Grundproblem aus. Sie hätte natürlich googeln können, um den Namen zu verifizieren, aber sie war sich wohl sicher, und aufs Nachprüfen verzichtete sie deswegen, weil der Glaube, Herzingers Vorname laute Walter, ihr vollkommen reichte. Sie braucht auch keine Reise nach Israel zu unternehmen, sie weiß auch so, dass es ein „Apartheidstaat“ ist. Und sie muss nicht nachschauen, wie die Palästinenser zum „Friedensprozess“ stehen, weil sie felsenfest davon überzeugt ist, dass der Grund allen Übels Israel ist.

 

Wie es in einem alten Bonmot heißt : Das ist das ganze Elend – dass die Dummen sich so sicher sind, und die Gescheiten so voller Zweifel.

 

 

Claudio Casula in Spirit of Entebbe


Autor: haolam.de
Bild Quelle:


Sonntag, 14 November 2010






Herzinger ist neokonservativer Strichjunge der Israellobby. Evelyn Hecht-Galinski ist dagegen eine unerschrockene Journalistin, die - gerade als Jüdin - Israels larmoyante Opfernummer (auch Holowood genannt) nicht durchgehen lässt.



Ich habe neulich gelesen, dass es ein add-on für den FireFox geben soll, der es unterbindet, dass alkoholisierte Mitglieder im Rausch peinlichen Schrott auf fb veröffentlichen, also eine Art Selbstschutz. Vielleicht sollte das haOlam auch einführen. Diese 1 + Nummer die man ausrechnen muss bei haOlam scheint kein rechter Schutz zu sein ;)



Der Nazi Günni schreibt ja auch schon mal, es gebe einen "berechtigten Antisemitismus" .... @ Günni: Hast Du was laufen mit der alten Schreckschraube? Wusste gar nicht, das Du Negrophil bist ;)