Berliner Zentralbibliothek gibt Bücher zurück

Berliner Zentralbibliothek gibt Bücher zurück




In Anwesenheit des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kulturstaatsminister Bernd Neumann (MdB), werden heute von der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) dreizehn Bücher an die Jüdische Gemeinde Berlin restituiert, die ihr während der Zeit des Nationalsozialismus geraubt wurden. Die Bücher konnten im Rahmen eines Forschungsprojektes identifiziert werden, das durch die Arbeitsstelle für Provenienzrecherche/-forschung (AfP) mit Mitteln des BKM sowie mit Mitteln des Landes Berlin gefördert wurde.

 

Für die Jüdische Gemeinde zu Berlin ist die Rückgabe solcher Bücher ein außerordentlich positives Zeichen und eine Genugtuung. Die Bemühungen der Zentral- und Landesbibliothek, unrechtmäßig in ihren Bestand gelangte Werke zurück zu geben, sind grundsätzlich hoch zu schätzen.

 

Dabei spielt es keine große Rolle, dass es nicht um besonders spektakuläre Werke handelt.

Lala Süsskind, Vorsitzende der JGzB: „Diese Übergabe erinnert daran, dass Unrecht auch nach so vielen Jahren nicht verjährt. Sie ist auch dadurch wichtig, dass hier Verantwortung in Form von Aufarbeitung geschehenen Unrechts übernommen und damit die Würde der betroffenen Institutionen wieder hergestellt wird.“

 

Zum Thema passt, dass hier im Centrum Judaicum, in dem heute diese Übergabe stattfindet, seit Sonntag eine Aufarbeitung zur Geschichte des Berliner Kunsthandels zwischen 1933 und 1945 zu sehen ist. Die vom Verein Aktives Museum zusammengestellte Schau trägt den Titel "Gute Geschäfte". Am Beispiel von 14 Berliner Kunsthandlungen werden Fälle der "Arisierung", Enteignung und Zwangsversteigerung veranschaulicht. Die Ausstellung ist das Ergebnis zweijähriger Forschungstätigkeit

 

pm


Autor: haolam.de
Bild Quelle:


Samstag, 16 April 2011