Dror Feiler und der pazifistische Volkssturm

Dror Feiler und der pazifistische Volkssturm




Wer denkt, Felicia Langer, „Die Tochter“ oder Adam Shapiro wären bereits der Inbegriff politisch-korrekter „Israel-Kritik“, kennt Dror Feiler noch nicht, den nach Lars Ohly immerhin zweitbeliebtesten Kandidaten der schwedischen „Links“-Partei bei den Stockholmer Rathaus-Wahlen.

 

von Gerrit Liskow

 

Dror Feiler gehört zu den Menschen, die es nicht verwunden haben, dass die Wirklichkeit einfach nicht so ist, wie sie sich diese gerne denken würden. Und dass sie einfach nicht so werden will, wie sie sie gerne hätten, nimmt er ihr bitter übel; sein Sündenbock dafür heißt Israel.

 

Dror Feiler ist der Sohn von Kibbutzniks aus der Nähe von Tel Aviv und ausgebildeter Fallschirmjäger.

 

In den 70er Jahren verweigerte er den Dienst wegen eines Einsatzes in den umstrittenen Gebieten und begründete die erste Generation „Refuseniks“ (Verweigerern); das sind Leute, die es vorziehen, sich gegen Aggressionen nicht zur Wehr zu setzen und von anderen verlangen, dass sie es genauso tun.

 

An den Refuseniks wäre an sich nichts verkehrt, wenn man diesen Personen Gelegenheit gäbe, mit „gutem“ Beispiel voran zu gehen; problematisch wird es indes wie immer dann, wenn die Macke sozial zu werden beginnt und rücksichtsvoll behandelt werden möchte .

 

Die „politischen“ Forderungen der Refuseniks gehen dann nämlich voll zu Lasten Unschuldiger, die durch sie zu Zielen des Terrors gemacht werden, bzw. dazu aufgefordert werden, sich zu „opfern“, statt sich zu wehren und zu verteidigen.

 

Dror Feilers Vater, Elijahu, ging mit seiner Terror-Helferschaft sogar noch etwas weiter und traf sich 1978 heimlich mit der PLO in Bukarest, was ihm damals eine rechtskräftige Verurteilung zu sechs Monaten gemeinnütziger Arbeit eintrug; die PLO, daran sei erinnert, war zu dieser Zeit voll und ganz dem uneingeschränkten Terror gewidmet und verhandelte nicht mit Israel.

 

Feilers Sohn Dror hat seine israelische Staatsbürgerschaft angeblich aus Protest gegen die „Politik“ abgelegt; das dürfte es ihm zumindest ersparen, sich zum Gegenstand von Strafverfolgung und Rechtsprechung zu machen, vorausgesetzt, es wird nicht noch schlimmer mit ihm.

 

Über die Grenzen schwedischer Lokalpolitik hinaus wurde Dror Feiler im Jahr 2004 bekannt, als der israelische Botschafter in Schweden, Zvi Mazel, über ein Stromkabel in der Dror-Feiler-Installation „Schneewittchen und der Wahnsinn der Wahrheit“ stolperte, was einen Kurzschluss und viel Gerede über „israelische Sabotage“ verursachte.

Hätte Zvi Mazel dem „Künstler“ nicht diesen den Gefallen getan, wäre Feilers Installation vermutlich von der schwedischen Kunstszene weggelächelt worden, zumal sie genau das aussagen soll, was man und frau in diesen Kreisen gerne hört und sagt.

 

Nämlich, dass „Selbstmord“-Massenmörder auch bloß Menschen sind, denen mit Liebe und Verständnis begegnet werden müsste.

 

Allein, so ordentlich und „ästhetisch“ wie in Feilers „Kunstwerk“ läuft ein Sprengstoffattentat in der Wirklichkeit nicht ab, und seine Installation ist deshalb nichts weiter als eine Beleidigung für das Andenken der Opfer und Hinterbliebenen.

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Snow_White_and_The_Madness_of_Truth

 

Dieser Dror Feiler führt nun auf der kanadischen MS „Tahrir“ („Freiheit“) den pazifistischen Volkssturm und schwadronierte gestern bei Galej Zahal mit Blick auf die griechischen Behörden davon, dass „andere Länder jetzt Israels Schmutzarbeit“ machen würden.

 

Hörer_innen des israelischen Armee-Senders vermuteten zunächst, es hätte sich um eine Parodie gehandelt, vielleicht von Latma.

 

Vorausgegangen war der Versuch der „Tahrir“, von Kreta aus ohne behördlich Genehmigung nach Gaza aufzubrechen; analog zur „Audacity of Hope“ („Dreistigkeit zu hoffen“), die dieses Manöver bereits am letzten Freitag im Hafen von Piräus ausprobiert hatte und deren Kapitän deswegen noch immer in Athen in Untersuchungshaft sitzt.

 

Skipper-Manieren nach Junkerart mögen in so manchem Yachtclub die Herzen der Sportsfreunde gewinnen, in einem der größten Häfen des Mittelmeers werden durch den „politischen“ Wahn einer Gaza-Flottille indes auch Unbeteiligte gefährdet.

 

Allerdings hat Feiler – genau wie Adam Shapiro, von dem bereits die Rede war – die Behörden in Griechenland offensichtlich unterschätzt; dass der griechische Staat mit seinem Hausfrauenkredit gerade etwas in Verzug geraten ist, bedeutet schließlich noch lange nicht, dass man sich von ein paar durchgedrehten Terror-Helfer_innen öffentlich zur Bananen-Republik machen lässt.

 

Die 50-köpfige Besatzung der „Tahrir“ jedenfalls sitzt nun – nicht zuletzt vermutlich dank Dror Feiler – auf Kreta im Hotel mit den schwedischen Gardinen, was immerhin die mittlerweile zum Problem werdenden Finanzen einiger „Aktivist_innen“ schont (Stichwort: freie Kost und Logis).

 

Die Verbringung in eine Haftanstalt war nötig geworden, weil keine/r der „Aktivist_innen“ sagen möchte, wer Kapitän oder Kapitänin der „Tharir“ und ihrer Hamas-Helfer_innen-Crew ist. Nun brummen eben alle, und keiner weiß, wie lange noch.

 

Das alles hält Dror Feiler nicht davon ab, zu überprüfen, ob die Wirklichkeit wirklich das ist, was er dafür hält. Vielmehr schwadronierte er auf Galej Zahal davon, „hunderte“ wollten sich seinem Unterfangen, der maritimen Hamas-Soli-Demo, anschließen.

 

Vielleicht möchte Lars von Trier mit dabei sein, der sich in einer jüngst veröffentlichten Erklärung (Jerusalem Post, Print Ausgabe vom 5.Juli, Seite 4, unten) als missverstandenes Genie inszeniert und sich darauf beruft, ein Opfer seines „blöden, blöden“ (O-Ton Lars von Trier) dänischen „Humors“ geworden zu sein; Humor ist bekanntlich, wenn man trotzdem lacht.

 

Ferner beruft von Trier sich darauf, sein Liebesständchen für Adolf Hitler bei den Filmfestspielen in Cannes wäre ein Protest gegen die „israelische Außenpolitik“ und also „politisch“ gemeint gewesen; indes berief auch Adolf Eichmann sich darauf, dass seine Taten „politisch“ gewesen seien.

 

„Viele“ Israelis dächten wie er, denkt von Trier, was ohne Frage richtig ist - welche das sind und wie viele von ihnen es gibt, zeigt das Ergebnis der 19. Knesset-Wahl: Balad, Meretz, United Arab List kommen auf zehn von insgesamt 120 Sitzen, also zusammen auf 8%.

 

Nun ist es Lars von Trier zugestanden, zu fordern, diese 8% sollten in der „Außenpolitik“ des Landes das Sagen haben; das würde indes die Vermutung nahelegen, der dänische „Filmemacher“ habe nicht nur mit dem jüdischen, sondern auch mit dem demokratischen Charakter Israels ein Problem.

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Knesset#Current_Knesset

Mit Dror Feiler jedenfalls würde Lars von Trier sich verstehen und auch mit Henning Mankell, dem von öffentlich-rechtlichen Fernsehtantiemen üppig alimentierten Bestseller-Autor aus Schweden.

 

Germanisch depressiv zu werden, scheint indes kein ausschließlich skandinavisches Phänomen zu sein, wie die beiden autochthonen Wunderwaffen der politisch-korrekten „Israel-Kritik“, die beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk ebenfalls wohlgelittene Felica Langer und „Die Tochter“, beweisen.

 

Feiler jedenfalls schwadronierte auf Galej Zahal etwas über „andere Länder wie Ägypten und Tunesien“ , die keine billigen Koofmichs („subcontractors“) wären; Anti-Hellenismus scheint sozial nicht annähernd so geächtet zu sein, wie Antisemitismus, sonst müsste Feiler vorsichtiger sein.

 

Vom Außenministerium in Jerusalem war zu den Äußerungen Feilers auf Galej Zahal jedenfalls zu hören, man wäre neugierig, was er den Behörden in Ägypten und Tunesien hinsichtlich einer möglichen Zusammenarbeit anzubieten hätte.

 

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Autor: haolam.de
Bild Quelle:


Mittwoch, 06 Juli 2011






Die Linke tritt eifrig für die Opfer des Faschismus ein. Doch die Partei hat selbst ein Antisemitismusproblem. Sie drückt sich vor dieser Wahrheit, indem selbst Spitzenpolitiker Judenhass nur dort sehen, wo Auschwitz gutgeheißen wird.

http://www.ksta.de/html/artikel/1305884909305.shtml



Feiler macht sich nur noch lächerlich, wie sehr muss man sein eigenes Volk hassen, um so denken zu können, auch wie Tochter und Frau Langer, sie wollen unbedingt die "guten Juden" sein, so wie es auch jüdische KZ Kapos gab...leider.



Das kommt Henryk "Täter" Broder sicher sehr entgegen...