Uri Avnery verlegt den roten Teppich für die Hamas

Uri Avnery verlegt den roten Teppich für die Hamas




Während die französische Motor-Yacht, in symptomatischer Vertauschung der Begriffe „Dignité“ („Würde“) benannt, vorgestern von Kreta aus in See gestochen ist, und zwar nicht, um gegen den Staatsterror el-Assads, die mörderische Repression in Syrien und für die Demokratiebewegung zu demonstrieren, sondern um „etwas“ gegen die zweckdienlich herbei fabulierte „Besetzung“ Palästinas zu unternehmen, rollt Uri Avnery per Gush Shalom der Hamas den roten Teppich aus.

 

von Gerrit Liskow

 

Mit von der Partie auf der „Dignité“ sind übrigens mindestens acht Personen, darunter der ehemalige Präsidentschaftskandidat der französischen „Links“-Partei, Olivier Besancenot. Er hat es anscheinend sehr eilig, nach Gaza zu gelangen, aus Gründen, über die an dieser Stelle nur spekuliert werden kann, die aber etwas mit der Existenz des jüdischen und demokratischen Staates zu tun haben dürften.

 

Um auch seinen Beitrag zu den „Protesten“ gegen die anhaltende Existenz Israels beizutragen, hilft Avnery derweil bei den Vorbereitungen für den pazifistischen Volkssturm erster Klasse: den Fly-in zum Ben-Gurion-Airport, den man analog zur „kill the Jews flotilla“ in aller Deutlichkeit einen „kill the Jews air raid“ nennen muss, wenn man sich nicht durch begriffliche Täuschung zum Handlanger dieser „Proteste“ und ihrer „politischen“ Zwecke machen möchte.

 

Ruth Wisse, Professorin für Vergleichende Literaturwissenschaften und Jiddisch an der Harvard University und regelmäßige Autorin bei Commentary, hat den Begriff „kill the Jews flotilla“ in einem überaus hörenswerten halbstündigen Radiointerview mit Mordechai Twersky von Inside Israel eingeführt. Sie begründet seine Verwendung, indem sie darauf verweist, dass angesichts der „politischen“ Absichten dieser „Friedens“-Flottille jede Art von begrifflicher Uneindeutigkeit dem Antisemitismus in die Hände spielt.

 

http://www.jpost.com/VideoArticles/Video/Article.aspx?id=227881

 

Es müsse, so Ruth Wisse, darum gehen, die „politischen“ Ziele der sogenannten Gaza-Flottille als das zu benennen, was sie sind, und wodurch sie sich durch ihre Solidarisierung mit der Hamas und deren Gerede über eine angebliche Besatzung von „Free Palestine“ machen: zu nicht mehr, aber auch nicht weniger als der nur zum Schein verhohlenen Vernichtungsabsicht gegenüber Israel und einem Ende jüdischer Selbstbestimmung – deshalb „kill the Jews flottila“.

 

Zum „politischen“ Zweck der assistierten Selbst-Abschaffung des jüdischen und demokratischen Staates ist nun auch der in Deutschland als „Friedens“-Engel apostrophierte und als Prophet der „Versöhnung mit den Palästinensern“ – nur: welche sind das, und wer ist hier gemeint? – begrüßte Avnery aktiv geworden; wenn auch nur durch seine „politischen“ Erfüllungsgehilfen, die Fußtruppen seines pazifistischen Volkssturm „Gush Shalom“, denn Avnery selbst hat Wichtigeres zu machen.

Gush Shaloms Vorstellungen von „Frieden“ und „Versöhnung“ indes sind einzig und allein Avnerys Ideen; abgesehen von ihm gibt es in dieser „politischen“ Personality- und Selbst-Promotion-Show keine Leute, die etwas zu denken, geschweige denn etwas zu sagen hätten.

 

Wenn Avnery von „Frieden“ und „Versöhnung“ redet, dann klingt das meist so, als ob er denselben „Frieden“ meint, dem in Deutschland jene Friedensalleen, Friedensstraßen und Friedenseichen gewidmet sind, die nach dem Sieg über Frankreich 1870/71,insbesondere nach dem Massenmord an der Pariser Commune, bei den Öko-Paxen den Ruf begründen, es handelte sich bei den Germanen um ein ganz besonders friedliebendes Volk; wie unlängst bei den Protesten gegen „Stut-21“ zu sehen war.

 

Es ist kein Wunder, dass Uri Avnery insbesondere im Rudi-Dutschke-Haus und seiner Klientel als Stimme des „legitimen“ Israels gilt: Nämlich des jüdischen Staates, der sich selbst abschafft, um anderen Leuten die Mühe zu sparen. Auf dass das deutsche Gut- und Bessermenschentums dort weitermachen kann, wo es in der Folge des 8. Mai 1945 zu seinem größten Bedauern aufhören musste: bei der „Israel-Kritik“. Kritik, wir erinnern uns an die Definition von Karl Marx, will indes nichts anderes als die Unmöglichmachung ihres Gegners, und zwar die praktische und diskursive.

 

Das weiß bestimmt auch ein so „politischer“ und „linker“ Geist wie Herr Avnery und da er es mit der Selbstabschaffung nicht besonders eilig hat, sorgt er durch sein Lebenswerk Gush Shalom dafür, dass andere ihm die Arbeit abnehmen, den jüdischen und demokratischen Staat unmöglich machen; und zwar wiederum sowohl diskursiv als auch handgreiflich.

 

Während die Salonvariante von „Friedens“ Uri vor allem in der taz à la Pohl (die sich mal zu den Gerüchten über die Finanzierung ihres Blattes durch ND und „junge Welt“ äußern sollte) reißenden Absatz findet, steht die Krawallvariante der selben „politischen“ Ideen bei den taz-Schwesterblättern in spe, den nationalbolschewistischen Fanzines der rot-braunen Szene, ND und „junge Welt“, hoch im Kurs; der Krawalljournaille imponiert die „kill the Jews-Flotilla“, und sogar den Fly-in zum Ben-Gurion-Airport goutiert man dort fast ohne Sozialneid.

 

Eine „politische“ Aktion, die Uri Avnery propagandistisch in Schutz zu nehmen versucht, wenn er sie als Besuch von Freundinnen und Freunden beim palästinensischen Volk auszugeben versucht: „Das sind doch keine Hooligans, das sind erwachsene Menschen mit Familie, die Palästinenser besuchen möchten“, so Volks-Genosse Avnery in seiner Funktion als Bauchrednerpuppe der Hamas-Fatah.

http://www.jpost.com/Defense/Article.aspx?id=228176

Was der pazifistische Volkssturm von Gush Shalom am Flughafen von Tel Aviv genau vorhat, ist offiziell nicht bekannt. Wer die Örtlichkeiten kennt, wird wissen, dass für Protestaktionen nur die Ankunftshalle oder der Bereich davor in Frage kommt; als Treffpunkt würde ich die Steimatzky-Filiale vermuten, die hat so ein „intellektuelles“ Flair.

 

Wie die angeblich „Hunderte“ von „Aktivist_innen“ ihren Protest gegen die andauernde Existenz Israels koordinieren möchten, ist an dieser Stelle völlig nebensächlich; die Behörden jedenfalls sind auf alle Eventualitäten vorbereitet.

 

Beachtung verdient allein der Schauplatz, den man sich für die Inszenierung des „politischen“ Protestes ausgesucht hat, und der mit dem Ben-Gurion-Flughafen kaum symbolträchtiger hätte gewählt werden können: Die Bereitschaft, den jüdischen und demokratischen Staat an zentraler Stelle unmöglich zu machen, ist überdeutlich.

Die bei den beiden „kill the Jews“-Franchises, Flottille und Luftangriff, „embedded“ agierenden Medien besorgen den Rest; bei der „Tod den Juden“-Flotte gibt es pro zehn Aktivist_innen eine Journalistin, einen Journalist.

Und es müsste von daher doch möglich sein, die Ereignisse, über die man so gerne berichten würde, selbst zu erzeugen, nicht wahr, lieber „Spiegel“? Zu diesem Zweck könnte die mitreisende Journaille sich nun mehr zu Protagonist_innen der „Berichterstattung“ der Koleg_innen machen: als schlagende Verbindung der politisch-korrekten, „linken“ Art, als antizionistischer Presse-Freicorps, der sich aufs Wesentliche beschränkt, die „politische“ Botschaft zu inszenieren und anschließend unters Volk zu bringen.

 

Es kann kein Zweifel daran bestehen, was die „politischen“ Dimensionen der Forderung dieser „Aktivist_innen“ und der in ihnen „embedded“ agierenden Journalist_innen sind. Es ist durchaus angemessen, in Analogie zu Ruth Wisses Formulierung von einem „kill the Jews air raid“ zu sprechen; und da man schlechterdings nicht bewaffnet nach Israel einreisen kann, muss man sich eben auf die diskursive Ebene beschränken, die dann aber mit einem Maximum an Krawall zum Vortrag bringen.

Insofern lügt Uri Avnery, wenn er behauptet, dies wären keine Hooligans, und er lügt zum Zwecke „politischer“ Interessen, wie sie Ruth Wisse begrifflich auf Punkt und Komma gebracht hat. Es handelt sich bei den „Aktivist_innen“ um antisemitische Meinungs-Mobster und antiisraelische Rackets, die noch nicht mal den Interessen der arabischen Bevölkerung in den umstrittenen Gebieten richtig verstanden haben.

 

Und in dem Maß, in dem er gesellschaftliche Emanzipation mit der Abschaffung einmal erreichter gesellschaftlicher Standards verwechselt, macht Avnery sich selbst zum Racket, Mobster, Hooligan.

 

Analog machte sich übrigens auch der Deutsche Bundestag in dem Maß zur Kroll-Oper, indem er den Unterschied zwischen einer Knesset und einem Majilis nicht verstehen kann, nicht verstehen darf, oder nicht verstehen möchte; weil ihm dafür das „politische“ Gespür fehlt oder eben weil es nur zu gut entwickelt ist, sei mal dahingestellt.

Das wurde jüngst in aller erforderlichen Deutlichkeit klar, als einer Delegation der Knesset ein Vorauskommando des Majilis auf Einladung von „unserem“ deutsch-

 

iranischen Sportsfreund Ruprecht Polenz in der Lobby des Deutschen Bundestages überraschend vor die Füße lief.

Statt auf parlamentarische Super-Nanny und Inbegriff der Demokratie zu machen, sollte Peter Missfelder (CDU) sich überlegen, wie mit dem innerparteilichen Widerspruch namens Polenz und seiner „Israel-kritischen“ Entourage umzugehen ist; was bei Themen wie diesem von Kompromissen zu halten ist, zeigt indes der „Man-wird-doch-wohl-noch-sagen-dürfen“-Beschluss der „Links“-Partei.

 

Es scheint, als gefiele Polenz sich ganz gut, die CDU-Variante von Inge Höger zu spielen. Ob er rasch ein paar Stolpersteine verlegt, bevor er den deutschen Milliardengeschäften mit der Islamischen Republik Iran seinen „demokratischen“ Segen erteilt – alles unter dem Begriff eines „kritischen Dialogs“ – ist nicht bekannt.

Inge Höger wiederum ist etwas maulig, weil sie durch eine, in symptomatischer Umwertung der Begriffe, als „Maulkorb“-Erlass verschriene Bauanleitung für politisch-korrekte „Israel-Kritik“ um ihren „antizionistischen“ Abenteuerurlaub im östlichen Mittelmeer gebracht worden ist.

 

Sicher lassen sich Wege finden, wie die wackere Volks-Genossin, zusammen mit ihren Koleg_innen Groth und Buchholz, spätestens zum Finale dabei sein kann, und sei es auch „nur“ per Video-Stream; schade, dass man diesmal nicht wieder eine Wolldecke von der El-Al „geschenkt“ bekommen wird.

 

Was nun die Motor-Yacht Dignité, den „Tod den Juden“-Luftangriff und den roten Teppich anbelangt, den Uri Avnery dem Flottillen-Business mithilfe seiner „Israel-kritischen“ Teppichverleger bei Gush Shalom ausrollen lässt, dazu später mehr.

 

Vorerst scheint es so, als wäre die Dignité vom Radar verschwunden; vielleicht hat die Crew sich verfahren, vielleicht ist ihr das Benzin ausgegangen, vielleicht hat sie einen Motorschaden oder hat eine einsame Insel gefunden, wo sich prima Urlaub machen lässt – wie dem auch sei: Es ist mit Sicherheit Israel dran schuld ;)

 

Foto: Uri Avnery (li.) zusammen mit seinem Freund, dem Terroristen und Judenmörder Yassir Arafat, der Dank der  "Hilfsgelder für die Palästinenser" als mehrfacher Milliardär verstarb. 

 

Lesen Sie hierzu auch:

 


Autor: haolam.de
Bild Quelle:


Donnerstag, 07 Juli 2011






Wir sollten die Begriffe „kill the Jews flotilla“ und  „kill the Jews air raid“ nur noch benutzen, überall.



Avnery? Der Avnery, dessen hasserfüllte Artikel eine perfekte Steilvorlage für Antisemiten sind? Ekelhaft .....



Bei einer Seite, bei denen dieser Avnery als Hausschreiberling gehalten wird, fand ich diesen passenden Kommentar zu Avnery Hasstiraden:

 

Naja, ein typischer Avnery eben … “alle religiösen Juden sind (bis auf die paar “liberalen”) allesamt Nazis” -
…und die Judenhasser klatschen mal wieder Beifall!

Ist ja auch schwer in ein vernageltes Hirn hineinzubekommen, daß in Israel gerade mal wieder “religiöse Hetzer” verhaftet und vor ein Gericht gestellt werden … oder kann sich einer der notorischen Judenhasser hier auch nur vorstellen, daß in der arabischen Welt Aufforderungen wie “Tod allen Juden” nicht wie üblich allgemein beklatscht werden sondern der Hetzer dafür angeklagt wird!?



Es ist doch schon lange klar, wer Avnery finanziert - und auch die, die ihn hechelnd publizieren.



schalom  meine freunde. heute nur einen Satz<<die bande lügt doch das sich die balken biegen.<<karl



Zur Ideologie Avneris habe ich manches verstanden. Aber wer FINANZIERT ihn denn ??

 

2. Gab es einen inhaltlichen Grund dafür, das meine Kritik am oben gitgemeinten Text von gerrit L. nicht veröffentlicht wurde ??



Hallo Berthold,

das muss eine technische Ursache haben, poste Deine Kritik bitte nochmal.



Uri Avnery sagt "Der Krieg gegen den Islam, der von Seiten Israels propagiert werde, sei "eine dumme und schädliche Idee"

<das wird dem rassistischen und zionistischen staat step by step den untergang vorbereiten.,-



nur weiter so israel.



@ Gast:

Wenn der alte Zausel Avnery Recht haben sollte, wie passt es dann, das es in Israel Religionsfreiheit gibt, Moscheen, Imame usw.?