The Day after: Der Tag nach der palästinensisch-arabischen Eigenstaatlichkeit

The Day after:

Der Tag nach der palästinensisch-arabischen Eigenstaatlichkeit




Bei all dem Gerede über palästinensisch-arabische Eigenstaatlichkeit finde ich es interessant, dass keiner der Artikel über die angeblichen Vorteile der Eigenstaatlichkeit tatsächlich irgendwelche Vorteile für real lebende palästinensische Araber aufzählen kann.

Ein Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit ist dieser Artikel auf Al-Jazira von Noura Erekat (anscheinend Saebs Nichte), in dem die Vorteile der Eigenstaatlichkeit so zusammengefasst werden können: Es wird Israel politisch schaden.

Wird aber selbst ein erfolgreicher Antrag auf Eigenstaatlichkeit wirklichen palästinensischen Arabern nutzen? Was am Tag nach der Erreichung der einseitigen Ziele geschehen?

Wenn der Antrag durchgeht, wird die wirtschaftliche und Sicherheitszusammenarbeit mit Israel verschwinden. Die riesige Mehrheit der palästinensisch-arabischen Exporte gehen nach Israel und wenn Palästina ein souveräner Staat ist, wird Israel keine Verpflichtung mehr empfinden diese Beziehung fortzusetzen. Es würde Jahre dauern ein ähnliches Handelsprogramm mit der arabischen Welt aufzubauen und es gibt keine Belege, dass es Nachholbedarf für palästinensisch-arabische Waren in Jordanien und Syrien und den Golfstaaten gibt.

Zehntausende palästinensischer Araber, die jetzt in Israel und den jüdischen Gemeinden in Judäa und Samria beschäftigt sind, würden ihre Jobs verlieren, was mehr wirtschaftlichen Druck auf die PA ausüben wird. Und natürlich ist die PA bereits jetzt schwer abhängig von Auslandshilfe, Hilfe, die in Gefahr sein dürfte, wenn das angebliche Ziel der Unabhängigkeit erreicht wird. NGOs werden ebenso beginnen sich nach anderen Empfängern ihres Bargelds umzusehen und israelische NGOs, die har an Kooperationen mit palästinensischen Arabern gearbeitet haben, würden nicht länger in der Lage sein das zu tun. Für israelische Araber wird es weitaus schwieriger werden ihre Verwandten auf der anderen Seite der Grenze zu besuchen.

Eine dritte Intifada erscheint wahrscheinlich, samt der unvermeidlichen israelischen Reaktion. Selbst, wenn es nur ein Krieg auf niedrigem Niveau, „nur“ mit Brandsätzen und Steinen und Handfeuerwaffen, gegen jüdische Einwohner von Judäa und Samaria ist, würde sich Israel nicht länger verpflichtet fühlen die Autonomie der Area A zu respektieren. Checkpoints, die infolge der Sicherheitskooperation abgebaut wurden, würden zurückkehren, gemeinsam mit dem damit einher gehenden Verlust an Mobilität für das neu befreite Volk.

Die Hamas würde das entstehende Chaos nutzen und die neu Arbeitslosen für ihre Terrorbrigaden mit iranischem Geld anwerben. Sie würden dieses Geld dazu nutzen ein eigene soziale Infrastruktur aufzubauen, was sie als Mittel zur Rekrutierung neuer Mitglieder und Fans nutzen. Im Gazastreifen werden sie natürlich weiterhin ihren eisernen Griff auf das Volk festigen, während sie Lippenbekenntnisse zur „Einheit“ abgeben. Gezielte Tötungen von Terrorführern werden wieder aufgenommen und das derzeitige Gefühl relativer Sicherheit, das die Araber der Westbank ahben, wird verschwinden. Pressefreiheit und Versammlungsfreiheit würden wahrscheinlich noch stärker eingeschränkt als sie es jetzt schon sind.

Dass Israels Koordinierungsbüro tausende Tonnen Waren in den Gazastreifen schickt, würde enden, wenn die Linie zwischen Israel und Gaza zu einer internationalen Grenze wird. Das Problem wird Ägypten in den Schoß gelegt werden – und Ägypten hat es nicht eilig den Übergang Rafah auszubauen, damit er täglich hunderte LKW abfertige kann.

Millionen von palästinensischen „Diaspora“-Arabern könnten verlangen nach „Palästina“ zu ziehen, was große Probleme schaffen wird. Es ist nicht unvorstellbar, dass Syrien und Libyen ihre palästinensischen „Gäste“ „ermutigen“ könnten dort wegzuziehen. Stellen Sie sich vor, dass 200.000 libanesische Palästinenser sagen, es sei für sie an der Zeit in ihre neue Heimat zu ziehen. Würde die PA neue Lager für ihr Volk bauen, ein Elend gegen das andere eintauschen? Sie haben ja noch nicht einmal die Lager in ihren eigenen Autonomiegebieten abgebaut!

Im Moment, wie Abbas bekanntlich vor ein paar Jahren sagte, „haben wir in der Westbank eine gute Wirklichkeit… die Menschen leben ein normales Leben“. Die Eigenstaatlichkeit würde diese „gute Wirklichkeit“ auf der Stelle ändern und Mahmud Abbas (der jetzt 76 Jahre alt ist) wird nicht in der Lage sein das zu reparieren. Hat er irgendeinen Nachfolger mit irgendeinem Charisma oder einer Gefolgschaft? Wie beliebt wird die Fatah sein, nachdem die Wirtschaft den Bach runter geht?

Warum werfen die Medien nun keinen Blick auf diese Fragen? Zu den einzigen angeblichen Vorteilen der Eigenstaatlichkeit gehören politische Fragen wie die, ob „Palästina“ in der Lage sein würde den Internationalen Gerichtshof dazu zu bringen Anträge gegen Israel durchzudrücken oder Vollmitglied in den verschiedenen internationalen Gremien zu werden. Niemand breitet Szenario aus, in dem die palästinensischen Araber – in den Gebieten wie in arabischen Ländern – persönlich Vorteile haben werden.

Das deutet an, dass die palästinensischen Araber, wie während ihrer ganzen kurzen Geschichte, von ihren Führern wieder einmal als Bauernopfer benutzt werden. Und wie immer interessiert sich niemand für sie selbst.

 

Elder of Ziyon, 25. Juli 2011 - Übersetzung: Heplev

 

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Autor: haolam.de
Bild Quelle:


Sonntag, 07 August 2011






Schalom ,warum sollen die Medien auf die o. g. Punkte hinschauen?? das gibt doch keine Schlagzeile. Ein Palistaat ohene israelische mitwirkung ist nicht lebensfähig. Karl



Ein Palistaat ohne Israel schon, Karl. ;-)