Versöhnung im Heiligen Land

Versöhnung im Heiligen Land




Sie sind politische Rivalen, doch ein Besuch in Israel hat sie wieder zusammengeführt: Im Rahmen der "Watec 2011" befinden sich der Ugandische Präsident Yoweri Kaguta Museveni und sein kenianische Premierminister Raila Odinga auf Staatsbesuch in Israel.

Im Vorfeld der Planungen wurde den Beamten des Außenministeriums klar: die beiden sind politische Rivalen. Man beschloss also, beiden vorab nichts vom Besuch des jeweils anderen zu erzählen, um keine Absage zu riskieren. Auch wurden beide in verschiedenen Hotels untergebracht. Erst bei der Landung wurden sie dann über den Besuch des jeweils anderen informiert.

Der israelische Botschafter in Kenia, Gil Haskel, der beide auf ihrem Besuch begleitete, hatte nun eine Idee: die beiden zu einem Versöhnungstreffen im Heiligen Land zusammen zu führen. Er wandte sich an den ugandischen Präsidenten und fragte, ob er bereit wäre, den kenianischen Premier in Israel zu treffen. Museveni überlegte kurz und antwortete dann. "Kein Problem. Ich bin bereit dazu."

Anschließend kontaktierte Haskel Odinga mit derselben Frage. Auch er antworte nach nur wenigen Momenten: "Warum nicht."

In Windeseile wurden im King David Hotel daraufhin am Mittwoch ugandische und kenianische Fahnen aufgehängt, um dem Treffen einen würdigen Rahmen zu geben. Als beide aufeinandertrafen, umarmten sie sich und besprachen im Anschluss daran die Probleme Ostafrikas sowie die Krise in Somalia. Odinga bezeichnete das Treffen unter Leitung Haskels als "Gipfeltreffen im Heiligen Land".

 

Yediot Aharonot, 17.11.11 . Quelle: Newsletter der Botschaft des Staates Israel in Berlin / Foto: Odinga und Ministerpräsident Netanyahu (Foto: GPO)


Autor: haolam.de
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Freitag, 18 November 2011