Israel hat keine Wahl: Der Irankrieg kommt

Israel hat keine Wahl:

Der Irankrieg kommt




von Sever Plocker, YNet, 7.02.2012

Ein Krieg naht. Wir brauchen ein Wunder, um ihn abzuwenden. Beide Seiten haben sich seit Jahren vorbereitet. Die zwei Staaten teilen ihre Vorräte ein, halten Übungen ab, setzen die Erkenntnisse der Geheimdienste um, und vertreten öffentlich Ansichten, die den Rückzug versperren. Israel und Iran befinden sich gegenwärtig zunehmend in einem Kalten Krieg und auf einem nahezu unausweichlichen Kollisionskurs. Ein Krieg naht heran.

Nur in wenigen Fällen hat sich ein kalter Krieg nicht in einen wirklichen Krieg verwandelt. Ein bekanntes Beispiel dafür ist der Zusammenbruch des Sowjetregimes in den 1980ern und die damit einhergehende Niederlage im Kalten Krieg gegen den Westen. Die Vereinigten Staaten haben gewonnen, ohne einen einzigen Schuss abzufeuern. Sie haben ihre technologische Überlegenheit als strategische Drohung verwendet, während die westliche Ideologie die Herzen auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs gewonnen hat. Nach dem Regimewechsel in Moskau war die Bedrohung eines nuklearen Kriegs vorbei.

Im israelisch-iranischen Fall ist die Situation weitaus explosiver, und es ist schwer, einen glücklichen Ausgang zu erwarten. Israel ist entschlossen, alles zu tun, um den Iran am Erwerb nuklearer Waffen zu hindern. Kein israelischer Premierminister und kein Chef der IDF wird jemals bereit sein, die Verantwortung eines nuklearen Iran auf sich zu nehmen.

Israel kann mit dem gegenwärtigen Iran leben, solange der Iran noch zwei bis drei Jahre von seiner ersten Rakete mit einem ersten nuklearen Sprengkopf entfernt ist. Jedoch wird Israel niemals gestatten, dass der Iran die militärische nukleare Schwelle überschreitet. Um nichts in der Welt würde Israel in dieser Hinsicht einen Kompromiss eingehen.

In der Welt der Diplomatie haben Worte wie „damit kann man nicht leben“ und „das kann nicht akzeptiert werden“ die Bedeutung von Kriegserklärungen. Und dieser Krieg ist ziemlich voraussagbar; zum jetzigen Zeitpunkt gehen die Kommentatoren und wer immer darauf wettet, von einer 90 prozentigen Kriegsgewissheit aus. Daher müssen die Vorbereitungen sorgfältig sein. Tatsächlich wurden sie bereits abgeschlossen. Wenn der Iran seine Atombombenpläne nicht fallen lässt, dann ist eine israelische Operation gegen Teherans nukleare Anlagen unvermeidlich.

Die iranische Irrationalität

Könnte die iranische Führung dieses Vorhaben fallen lassen? Ja, sie könnte dies – Yes, it can. Denn schließlich wird das Regime in Teheran nicht gebeten, sein gesamtes nukleares Projekt zu beenden; der Iran wird lediglich gebeten, ausschließlich das Projekt zu verfolgen, von dem der Iran selbst sagt, dass dieses sein rechtmäßiges Bestreben sei: die nukleare Energie für friedliche Zwecke zu nutzen. Das erforderte einen unverzüglichen Halt des geheimen militärischen Programms, dazu die Bereitschaft, die nuklearen Anlagen internationalen Inspekteuren zugänglich zu machen und die Bereitschaft, dem Transfer des angereicherten Urans nach Übersee zuzustimmen.

Ein solches Abkommen würde der Popularität des Regimes keineswegs schaden: vielmehr würde es auf Teherans Märkten begeistert begrüßt werden; dies insbesondere, da dann die wirtschaftlichen Sanktionen aufgehoben würden. Im Iran werden nukleare Waffen als imperialistisches Werkzeug betrachtet. Das Land kommt gut ohne diese zurecht.

Man könnte daher zu einer optimistischen Schlussfolgerung gelangen: Unter dem wachsenden Druck der Sanktionen, die nunmehr endlich umfassend und einschneidend sind, könnte das iranische Regime in der Tat sein Vorhaben fallen lassen. Mindestens für die nächsten 12 Jahre würde es die militärische nukleare Option aufgeben und sich mit Elektrizitaetswerken benguegen. Die Popularität des Regimes würde darunter jedenfalls nicht leiden; vielmehr wäre das Gegenteil der Fall.

Doch dieses sind rationale Erwägungen, während die iranische Führung Irrationalität an den Tag legt. Ihr geheimer Wunsch nach nuklearen Waffen ist irrational, ihre Feindschaft gegenüber Israel ist irrational und die Art und Weise, wie sie mit ihrer Wirtschaft umgeht, ist irrational.

Daher lässt sich schwer sagen, wie das Ayatollah Regime auf wachsenden internationalen Druck reagieren würde. Irans Führer spielen ein Katz- und Maus Spiel mit den USA und mit Israel. Die Iraner denken, sie wären die Katze, obgleich sie in Wirklichkeit die Maus sind.

Und aus diesem Grund werden wir mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit hier einen Krieg sehen, Israel wird Irans nukleare militärische Anlagen früher als vorausgesagt angreifen, wobei es westliche und arabische Hilfe und Unterstützung erhält. Die Sirenen werden uns in den frühen Morgenstunden aufwecken. Der Sprecher der Heimatfront wird uns anweisen, unsere versiegelten Räume ohne Panik zu betreten. Und der Rest wird Geschichte sein.

 

Übersetzt von Renate für unseren Partnerblog Aro1.com

 

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Sonntag, 12 Februar 2012