Interview mit Dr. Ohn-Bar, einer Bewohnerin von Amirim Amirim, Israel: Das erste vegane Dorf der Welt

Interview mit Dr. Ohn-Bar, einer Bewohnerin von Amirim

Amirim, Israel: Das erste vegane Dorf der Welt




Haolam: Frau Dr. Ohn-bar, vielen Dank für Ihre Bereitschaft zu diesem Interview. Zusammen mit Ihrem Ehemann betreiben Sie in Amirim eine Pension, die ökologisch orientierte Touristen aus der ganzen Welt anzieht. Wie viele Menschen leben in Amirim? Ist Amirim eine Gemeinde oder ein Kibutz? Erzählen Sie uns ein bißchen über sich.

Dr. Anva Ohn-bar: Amirim ist ein Dorf, kein Kibutz. Es leben ungefähr 160 Familien hier, insgesamt ca. 600 Menschen, Kinder eingeschlossen. Ich betreibe hier nicht nur eine Pension, sondern habe auch einen Doktor in Naturheilkunde und ein Masterstudium in Psychologie abgeschlossen. Ich habe 5 Kinder und 4 Enkelkinder,wir sind alle Veganer...

Mein Großvater begann die vegetarische Lebensweise im Alter von 9 Jahren in Rußland, weil er keinen Friedhof in seinem Magen herumtragen wollte. Er wanderte mit seiner Familie in die Vereinigten Staaten aus, wo er meine Großmutter kennenlernte. Sie beschlossen, eine vegetarisch-zionistische Familie zu gründen. Meine Mutter wurde also bereits als Vegetarierin geboren und sprach zu Hause Hebräisch. Englisch wurde nur gesprochen, wenn sie mit den anderen Kindern in Cleveland, Ohio, spielte. Meinem Großvater begegnete sie an der Julliard Musikhoschschule in New York. Nachdem sie Aliya gemacht hatten wurde ich geboren. Ich war das einzige vegetarische Kind auf dem Kibbutz, in dem wir damals lebten. Für uns begann alles aus humanistischer Überzeugung heraus (nicht an der Tötung von Tieren teilnehmen zu wollen), die gesundheitlichen Aspekte (Krankheit durch eine gesunde Lebensweise zu verhüten) kamen für meine Eltern später hinzu, für meine Kinder waren die ökologischen Aspekte sehr wichtig (Umweltverschmutzung durch die Fleischindustrie etc).

Haolam: Erzählen Sie uns ein wenig von der Geschichte Amirims und seiner Gründer. Wann wurde Amirim gegründet und warum gerade hier?

Dr. Anva Ohn-bar: Amirim wurde 1956 von einer kleinen Gruppe Vegetarier gegründet, die ihre Familien in dieser gesunden Lebensweise wachsen lassen wollten. Auf der Suche nach einem Standort stießen sie auf den Berg, auf dem sich Amirim heute befindet. Eine Gruppe Neueinwanderer aus Nordafrika waren gerade daran gescheitert, hier eine Siedlung zu errichten. Die Gründer wagten es trotz aller Schwierigkeiten: dem felsigen Boden, dem Wassermangel, der starken Winde. Was sie ermutigte, war der wunderschöne Blick auf den See Genezareth. Sie stellten ihre Zelte auf und begannen Gärten anzulegen. Bald kamen weitere Menschen hinzu, errichteten Ihre Häuser und der Ort wuchs beständig. Wir kamen 1976 als junges Paar mit einem Baby hierher (meinem Sohn Ofek, der jetzt 37 Jahre alt ist und die Website www.amirim.com erstellt hat, auf der noch weitere Informationen zur Geschichte des Ortes zu sehen sind).

Haolam: Ich verstehe Veganismus als eine Lebensweise, die auf den Gebrauch jedweder Produkte tierischer Herkunft verzichtet: Milch, Leder, Fleisch, Honig oder Seife z.B.. Die Gründe, weshalb Menschen sich entscheiden, vegan zu leben sind vielfältig: Mitgefühl mit den Tieren, gesundheitliche Vorteile pflanzlicher Nahrung, nachhaltiger Umgang mit Getreide und - besonders wichtig im Nahen Osten - Wasser. Fast die Hälfte des Wasserverbrauchs der Vereinigten Staaten wird heute dazu aufgewendet, Tiere für die Fleischindustrie zu "produzieren". Was war der Hauptgrund für die Gründer Amirims?

Dr. Anva Ohn-bar: Wie schon gesagt, all das sind gute Gründe. Es begann mit der Liebe zu den Tieren und dem Respekt vor ihrem Recht auf Leben. Dann traten die gesundheitlichen Aspekte in den Fokus. Die Gründer begegneten Menschen, die sich durch Vegetarismus von tödlichen Krankheiten heilten. Andere suchten nach einem Ort, an dem sie ihre Kinder in diesem Lebensstil großziehen konnten und stießen auf unser Dorf. In den vergangenen Jahren, vor dem Hintergrund der Klimakatastrophe und der Umweltverschmutzung durch die Fleischindustrie, werden mehr und mehr Menschen auf der ganzen Welt Veganer.

Haolam: Tel Aviv verfügt über eine beachtliche Zahl veganer Restaurants. Halten Sie es für übertrieben zu sagen, dass Israel ein Vorreiter für Tierrechte im Nahen Osten ist?

Dr. Anva Ohn-bar: Ich bin mir nicht sicher, aber es scheint so als ob sich in Israel überdurchschnittlich viele Menschen in Umweltschutzorganisationen organisieren, versuchen die Erde sauberzuhalten und die Menschen dazu zu erziehen, nachhaltig mit unseren Resourcen umzugehen. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns, wenn es um die Luft- und Wasserverschmutzung geht, aber ich denke, dass sich in Jordanien, Ägypten, Syrien oder Saudi Arabien etc. nicht viele Menschen für diese Probleme interessieren.


Haolam: Eine Vielzahl jüdischer Persönlichkeiten haben ihr Leben der Verteidigung von Tierrechten gewidmet. Wenn man ihre Motivationen nachliest, stößt man auch immer wieder auf deren Erfahrungen im Holocaust oder als Kinder Holocaustüberlebender. Ein Beispiel ist der Novellenschreiber und Nobelpreisträger Isaac Bashevis Singer, der in "The Letter Writer" den Protagonisten sagen lässt: "Für die Tiere sind alle Menschen Nazis; für sie ist es ein ewiges Treblinka." Für uns als Deutsche ist dieser Satz schwer zu akzeptieren. Man könnte ihn dahingehend missverstehen, dass Juden mit Tieren gleichgesetzt würden, obwohl es eigentlich um das persönliche Leiden geht. Fakt ist jedoch, dass die Erfahrung als "untermenschlich" behandelt zu werden, einige Überlebende der Shoah dazu geführt hat, eine Art "Röntgenblick" für Grausamkeit gegen Tiere zu entwickeln. Wo andere ein saftiges Steak sehen, hören sie die Todesschreie. Wo andere sich über das Leiden der Tiere in den Tötungsfabriken, in denen die Gesellschaft ihr Geschäft der "Fleischproduktion" verrichten lässt, keine Gedanken machen möchten, haben diese Menschen ein Bewusstsein und Mitgefühl für jene entwickelt, die als unter den Menschen stehend behandelt werden. Glauben Sie, dass einige der Gründer von Amirim durch die Verbrechen an den Juden in Deutschland und Europa motiviert wurden?


Dr. Anva Ohn-bar: Meine Kinder reagieren wütend, wenn jemand Tiere für Pelze, Schuhe, Taschen u.s.w. benutzt. Sie sind gegen den Missbrauch von Tieren. An den Holocaust denken Sie daran allerdings nicht. Sie könnten nichteinmal eine Fliege oder sogar einen Skorpion töten. Mein Großvater hat uns beigebracht, eine Tasse über das Insekt zu stülpen und ein Stück Papier drunterzuschieben, um es unverletzt ins Freie zu tragen, weil jedes Lebewesen das Recht hat zu leben. So haben auch wir unsere Kinder erzogen. Doch vielleicht ist der Holocaust auch ein Grund gewesen. Wann immer wir Hühner in ihren überfüllten Käfigen sehen oder auf einem Lastwagen: halbtote Körper übereinandergestapelt auf dem Weg zum Schlachthof, sagen wir: das ist ein KZ. Die Assoziation ist da, ständig.


Übrigens spiele ich in einer Theatergruppe mit: "The Secrets of Sound". Das Hauptziel der Gruppe ist es, die Erinnerung an den Holocaust wachzuhalten. Es ist reines Bewegungstheater - niemand spricht, so daß es keiner Übersetzung bedarf. Wir sind bereits in Lettland und Rumänien aufgetreten, bei internationalen Theaterfestivals, in Yad Vashem und und auf Gedenkveranstaltungen in ganz Israel. Wir spielen vor Studenten und Jugendgruppen, die nach Polen reisen. Die Zuschauer sind immer sehr berührt, kein Auge bleibt trocken. Wenn jemand interesse hat, uns nach Deutschland einzuladen, würden wir auch sehr gerne dort auftreten. Auf unserer Website https://sites.google.com/site/secretsofsound/ sind ein paar Videos von unseren Auftritten zu sehen.

Haolam: Lassen Sie uns auf die jüdische Religioin zu sprechen kommen. Die Torah beinhaltet einige Vorschriften zum Schutz von Tieren. Auf der anderen Seite war es aber auch die Torah, welche die Behauptung aufstellte, der Mensch sei nach Gottes Ebenbild geschaffen, die anderen Lebewesen jedoch nicht. In dem 2001 erschienen Buch "Judentum und Vegetarismus" vertritt Prof. em. Richard H. Schwartz die These, dass die vegetarische Ernährung jüdischer Moral am Besten entspräche. Auf dem amerikanischen Buchmarkt ist eine Reihe einschlägiger Bücher wie "Das vegetarisch-jüdische Kochbuch" oder "Vegetarisches Judentum: Ein Führer für Jedermann" zu finden. Welche Rolle hat die jüdische Religion für die Gründer Amirims gespielt? Wenn Sie selbst religiös sind: was sagt die Torah Ihrer Meinung nach zum Thema Fleischkonsum?

Dr. Anva Ohn-bar: Amirim ist grundsätzlich eine nichtreligiöse Gemeinschaft, doch es gibt ein paar religiöse Familien hier, die natürlich auch Vegetarier sind. Ich glaube, dass das Töten von Tieren schlicht unmenschlich ist, egal was die Torah dazu zu sagen hat. Die Torah wurde von Menschen geschrieben und nicht von Gott. Menschen haben Schwächen und Süchte und setzen sich die Regeln, die ihnen entsprechen. Nach der Bibel lebten Adam und Eva zu Beginn im Garten Eden und aßen kein Fleisch - nur Früchte, Gemüse, Samen, Getreide u.s.w. Erst später in der Bibel, als die Menschen schon korrumpiert waren, begannen sie damit, Fleisch zu essen. Der große Rabbi Kuk sagte, daß wenn die Menschen aufhören würden, Tiere zu töten und vegetarisch zu leben, würden sie auch einander nicht umbringen. Vielleicht gäbe es auch keine Kriege mehr auf der Welt. Rabbi Kuk trat für Vegetarismus als Weg zum Frieden ein. Nach dem Propheten Jesaja und seiner Endzeitvision wird am Ende aller Tage der Wolf friedlich neben dem Lamm sitzen und der Tiger neben der Ziege - Vegetarismus ist also etwas, das die Bibel herbeisehnt, selbst unter Tieren.

Haolam: In westlichen Gesellschaften werden Veganer und Vegetarier oft belächelt und von oben herab behandelt oder als "extrem" und "radikal" bezeichnet. Wie wurde Ihr Dorf von der israelischen Gesellschaft aufgenommen, als es gegründet wurde? Gab es seither eine Entwicklung?

Dr. Anva Ohn-bar: Ja, die Leute bewerten andere Lebensweisen immer als "komisch". Als ich ein kleines Mädchen war, lachten mich die Kinder in meiner Klasse dafür aus, dass ich Blattsalat aß und verspotteten mich als Kaninchen. Aber ich habe einfach mit ihnen gelacht und war stolz darauf anders und etwas Besonderes zu sein. Ich habe in meinem ganzen Leben (jetzt 60 Jahre) nie Fleisch gegessen. Es war mir egal, was andere Menschen dachten und in Amirim findet man Menschen, die fest daran glauben, dass dies die Art und Weise ist, wie wir alle leben sollten, die versuchen, einem ihr Wissen weiterzugeben, so daß man seine Lebensweise ändert.

Als Therapeutin habe ich zu viele Menschen beobachtet, die zum Opfer ihrer Gewohnheiten, schlechter Ernährung, Rauchen usw. geworden sind. Wenn Sie uns kennenlernen, werden sie Veganer und fühlen sich besser, nicht nur körperlich, auch emotional und geistig. Es gibt so viele Beweise dafür, dass die vegane Ernährung die gesündeste Lebensweise ist. Wir sehen sie nicht als radikal oder extrem, wie Sie es bezeichnen, sondern als näher bei der Natur.


Haolam: Amirim ist wunderschön hoch oben auf einem Hügel in Galiläa gelegen, von dem aus man einen Blick auf den See Genezareth genießt. Für Veganer sind die Gründe dafür, ihren Urlaub hier zu verbringen offensichtlich: kein langes Suchen nach einem Biomarkt, kein "grüner Salat ohne Dressing" weil nichts veganes auf der Speisekarte steht. Stattdessen die Chance, die vegane israelische Küche kennenzulernen und sich von der Speisekarte irgendwas auszusuchen, ohne lange darüber nachdenken zu müssen. Für Fleischesser könnte ein Urlaub in Amirim die Chance sein, etwas Neues auszuprobieren oder dem Ausstieg zu schaffen. Welche anderen Reiseattraktionen hat Amirim zu bieten?

Dr. Anva Ohn-bar: Neben dem großartigen Essen bietet Amirim Gesundheitsbehandlungen, Wellnessanwendungen, Workshops und Vorträge, sogar Hebräischkurse. Im Sommer veranstalten wir Freiluftkonzerte und geführte Touren durch die Wälder um Amirim. Auf unserer Seite www.amirim.com finden sich noch weitere Attraktionen.

Haolam: Haben Sie viele Reisende aus Deutschland?

Dr. Anva Ohn-bar: Ja, viele junge Touristen aus Deutschland und auch anderen Ländern übernachten hier. Die Menschen suchen vor allem nach Umwelt-Tourismus.

Haolam: Welche Unterkunftsarten hat Amirim zu bieten? Gibt es Unterkünfte von der einfachsten bis hin zur Luxuskategorie? Kann man dort auch zelten?

Dr. Anva Ohn-bar: In Amirim selbst gibt es keinen Zeltplatz aber in der näheren Umgebung gleich mehrere. Es gibt in den Gästehäusern Zimmer für jeden Geldbeutel, für Paare und Familien.

Haolam: Wie kommt man nach Amirim?

Dr. Anva Ohn-bar: Man kann ein Auto mieten und nach Amirim fahren oder vom Flughafen aus den Zug nach Akko nehmen. Von dort aus fährt ein Bus hierher. Der Ort ist sehr einfach erreichbar.

Haolam: Was ist die beste Jahreszeit, um Amirim zu besuchen?

Dr. Anva Ohn-bar: Es ist eigentlich das ganze Jahr über schön und grün. Im Winter haben wir viele Sonnentage. Selbst wenn es ein bißchen neblig oder verregnet ist kann man immer noch das Auto nehmen und um den See Genezareth fahren, in der Badewanne entspannen, eine Massage bekommen, eines der Restaurants ausprobieren oder eine unserer über 2000 DVDs anschauen.

Haolam: Dr. Ohn-bar, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, meine Fragen zu beantworten.

 

Das Interview führte Sascha Illiano

 

 


Dienstag, 19 Juni 2012





" Dr. Anva Ohn-bar: Amirim ist grundsätzlich eine nichtreligiöse Gemeinschaft..."

 

Hahaha...der Veganismus selbst ist nichts weiter als eine moderne und "hippe" Religion welche Tiere vergöttert. Wer anderes behauptet versucht die Leute zu verarschen.



Ich bin weder Veganerin, noch Vegetarierin. Aber das Interview gefällt mir sehr und ich finde es toll, das es diesen Ort gibt. In Israel ist anscheinend so gut wie alles möglich, jeder kann nach seiner Fasson glücklich werden.



Klar doch- der Veganismus eine Religion, der Tiere vergoettert hahahhhahhahah



Sehr schönes, informatives Interview. Und auch überraschend - aber das mag ich an haOlam, das es, als eher konservatives Magazin,  immer wieder für Überraschungen gut ist.



Ich lebe seit 3 Jahren vergan, und jeden Tag davon gerne. Aber toll das es so einen Ort in Israel gibt - hätte ich nicht gedacht. Da muss ich mal hin!



Wenn man Widder oder Stier ist, kann man vegan leben. Ich aber bin Löwe .... 



Shalom meine Freunde.

Ich habedie Gegend kennengelernt <<ende der1940 un 1950 Jahre. Damals gab es Amirin noch nicht.Die Gegend ist wunderbar ,ein richtiges Urlaubsgebiet zum ausruhen.Das erstemal war ich 1948,wie ich bei der IDF-Streitkräfte-war, da. Auch später bin ich oft hingefahren.Habe aber Fleisch und Käse vorgezogen.Im Alter stellt man sich nicht mehr um.  david



Israel ist eben vielfältig - da gehört das dazu und jeder hat seine Nische, wo er so leben kann, wie er es will. Für mich wäre das, als begeisterter Fleichesser, nichts, aber ich finde es gut und interessant. 





@Hugo = aha, also alle die keine Mörder sind gehören einer religiösen Sekte an?

Erst denken, dann schreiben.

Ich finde es immer wieder erschrecken, wieviel Menschen keinen Respekt vor ihrer Umwelt haben. Dazu gehören  andere Menschen (mit anderen Lebensweisen), und auch Tiere und unsere Planet.

Bevor ich so voller Angst, lieber Hugo, alles ablehnen, was die Erde zu einem besseren Planeten machen könnte, lass ich mich gerne als religiöser Mensch bezeichnen...

@ Brak = Quatsch, wenn das witzig sein soll? Ist es nicht.

Gruß

Deirdre

 

 



Hallo, Deirdre

 

Bist Du jetzt der Versitzende Richter des Karnevalvereins, oder aus der Ecke der politisch Korrekten?

 

Humor ist übrigens, wenn man trotzdem lacht....



...Oh, wer hätte das gedacht...?!?

Hab vor ein paar Tagen erst darüber spekuliert, ob es sowas  auf der Welt gibt;

einen (kleinen) Ort,  in dem  NUR Veganer leben. Und siehe da, - es gibt ihn.So eine Überraschung, ...in Israel. Hätte sowas eher in der Lüneburger Heide, irgendwo im Moor mit Kulturanschluss wie Worpswede oder mit Wasser, wie  Hiddensee vermutet. Ja, tolle  Sache....wünschte, hier gäbe es auch sowas. Allerdings die hiesigen "blutarmen Willis" tendieren bei Kollektivierung  oft zum Fanatismus, so dass mit einer unguten Radikalisierung zu rechnen wäre. Weshalb ist die Vereinzelung hier wohl immer noch das entspannendste ist.

So eine funktionierende Gemeinschaft von Tierlosen  hat schon etwas Idyllisches.

Bin echt neidisch !  :smile:



@Brak,

Mord, Leid, Vergewaltigung, Ausbeutung und Unterdrückung, also alles, was Nicht-Veganismus tagtäglich millionenfach verursacht, hat nunmal mit Humor nichts zu tun, auch wenn du es offensichtlich lustig findest.



Herr Antispe,

idiotibus disputare non oportet...

 

Du glaubst also wirklich, wenn alle Menschen sich der fleischlichen Nahrung enthielten wäre  Mord, Leid, Vergewaltigung, Ausbeutung und Unterdrückung von der Welt? 

 

Davon ab: Lass Dir mal ein paar Gedanken kommen über das Wort Verhängnis und beobachte nur Dich selber. 



@Hugo:

Genau und jeder, der keine Menschen isst, sie nicht versklavt und ausbeutet, mit ihnen keine grausamen Experimente macht usw., gehört einer Religion an, die Menschen vergöttert! Das betrifft dann wohl die meisten von uns ;)

Es gibt überwältigend gute Argumente für Veganismus, sei es aus gesundheitlichen Aspekten heraus, Respekt vor allem fühlendem Leben und Gewaltablehnung, Verhinderung von Hunger in der sog. dritten Welt, wegen der Wasserknappheit, Umweltschutz usw.. Informiere Dich doch einfach mal.



Brak, scheinbar hast du nicht verstanden oder willst nicht verstehen.

Die von mir aufgezählten Verbrechen gehen tagtäglich mit Unveganismus einher. Wer Tierqualprodukte konsumiert, finanziert diese Verbrechen jeden Tag aufs Neue. Tierqualprodukte wachsen nicht auf den Bäumen.

Die Frage ist, will man sich damit identifizieren, will man dies finanzieren, will man dies unterstützen oder nicht.

Es wäre schön, wenn die Menschen, die für sich offenbar entschieden haben, mit diesen Verbrechen leben zu können, solange sie nicht ihre eigene Art betreffen und stattdessen lieber im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen gehen, sich nicht auch noch über die Menschen lustig machen würden, die dies nicht wollen oder können, weil sie eine andere Form von Ethik leben.



Interessant, wie sich das alte Wort Goethes, immer wieder aktuell bestätigt:

"Der Dumme lacht über alles, was er nicht kennt."

In  diesem Chor darf natürlich Schmock Brak, der Schmierlappen-Antisemit vom Dienst, nicht fehlen.

Schmock Brak, wir beide wissen ja, daß du zu blöde bist, den Imperativ vom Konjunktiv zu unterscheiden. Soll ich dich hier noch mal zitieren? Damit auch die Mitdiskutanten einen weiteren, wirklichkeitsnahen Eindruck deines unerreichten Einzeller-Intellekts erhalten?

Du brauchst dich nur zu melden, ich stelle es dann gerne zeitnah ein.

 



@Hugo:

Genau und jeder, der keine Menschen isst, sie nicht versklavt und ausbeutet, mit ihnen keine grausamen Experimente macht usw., gehört einer Religion an, die Menschen vergöttert! Das betrifft dann wohl die meisten von uns ;)

Es gibt überwältigend gute Argumente für Veganismus, sei es aus gesundheitlichen Aspekten heraus, Respekt vor allem fühlendem Leben und Gewaltablehnung, Verhinderung von Hunger in der sog. dritten Welt, wegen der Wasserknappheit, Umweltschutz usw.. Informiere Dich doch einfach mal.



@Hugo:

Genau und jeder, der keine Menschen isst, sie nicht versklavt und ausbeutet, mit ihnen keine grausamen Experimente macht usw., gehört einer Religion an, die Menschen vergöttert! Das betrifft dann wohl die meisten von uns ;)

Es gibt überwältigend gute Argumente für Veganismus, sei es aus gesundheitlichen Aspekten heraus, Respekt vor allem fühlendem Leben und Gewaltablehnung, Verhinderung von Hunger in der sog. dritten Welt, wegen der Wasserknappheit, Umweltschutz usw.. Informiere Dich doch einfach mal.





Ein interessanter Einblick - für mich persönlich in eine Thematik, die mir bislang eher nur nach dem Namen etwas sagte, da ich weder vegan, noch vegetarisch lebe.

Aber vor alleim eins: Freude wieder vom Coyoten zu lesen :-)



unprovokative Infofrage:

 

Wie halten es die Veganer eigentlich mit Pilzen?

 

p.s. Als Salat fände ich es übrigens übnberhaupt nicht erbaulich, wenn mir der Kopf abgeschnitten wird, oder ich meiner Blätter beraubt werde.





Hallo Brak. Die 3 Phasen auf dem Weg zur Wahrheit sind

1. Die Wahrheit verspotten, sich lustig machen

2. Beleidigend werden und Abwehrhaltung einnehmen

3. Annahme

 

Was die Frage mit dem Salat anbetrifft: Pflanzen haben kein Nervensystem und können deshalb auch keinen Schmerz empfinden. Natürlich sollten Pflanzen nicht grundlos getötet werden. Aber der Punkt ist, dass zur Herstellung von Fleisch Unmengen von Pflanzen, einschließlich Regenwald, vernichtet werden - als Futtermittel.

 

 



Tolstoi war überzeugter Vegetarier:


Fleischessen ist ein Überbleibsel der größten Rohheit. Der Übergang zum Vegetarismus ist die erste und natürlichste Folge der Aufklärung.
Vom Tiermord zum Menschenmord ist es nur ein Schritt und damit auch von der Tierquälerei zur Menschenquälerei.
Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.
Wenn Du keinen Menschen töten kannst - gut;                kannst Du kein Vieh und keine Vögel töten - noch besser; keine Fische und Insekten - noch besser.                          Bemüh Dich, soweit wie möglich zu kommen.                     Grüble nicht, was möglich ist und was nicht.                     Tu, was Du mit Deinen Kräften zustande bringst.      Darauf kommt alles an.



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Klaus Kaptur, bin 52 Jahre und arbeite seit ca. 36 Jahren im Chempark ....... als Staplerfahrer in der Logistik!

Seit ca. 1 ½ Jahren bin ich Vegetarier und habe mich viel mit diesem Thema beschäftigt.

Vegetarier bin ich geworden, weil ich ab und zu mal im Fernsehen Dokumentationen über Tierquälerei gesehen habe und mich dann weiter übers Internet „gebildet“!    Wegen mir brauch kein Tier mehr getötet zu  werden, nach dem Motto:                                                                                                   
Für einen kurzen Gaumenschmaus, lösche ich kein Leben aus!

Unvorstellbare Quälereien habe ich gesehen, z.B. im Dokumentarfilm:
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/qual-der-tiere-ia.html

Ich schäme mich immer öfter Mensch zu sein!                                                                                        
Ich bereue es jemals Fleischesser gewesen zu sein!

Der Mensch braucht Fleisch, wird mir oft gesagt und diese Aussage ist nicht richtig, wie ich heute weiß!

Fleisch macht krank!  Siehe z.B.  http://www.fleisch-macht-krank.de/

Mein Anliegen:

Bitte bringen Sie über dieses Thema mehr Aufklärungsstoff, mehr Artikel, mehr Diskussionsrunden, auch in den Mittagsstunden in denen auch mit Kindern, Kindgerecht diskutiert wird! Mit Fleischesser-innen und Vegetarier-innen!

Auch kann ich mir Vorstellen, dass die „Wähler-innen“, dieses honorieren werden.

In Deutschland gibt es ca. 6 Millionen Vegetarier-innen/Veganer-innen und viele Millionen Tierliebhaber-innen die Tiere zum „fressen“ gerne haben!

Für Ihr Verständnis und Ihre Bemühungen möchte ich mich recht Herzlich im Voraus bedanken.

                                                                     Mit freundlichen
                                                                             Grüßen
                                                                        Klaus Kaptur
                                                                    

P.S. Menschen können sensibilisiert werden, beim „Rauchen“ hat es funktioniert!



"Pflanzen haben kein Nervensystem und können deshalb auch keinen Schmerz empfinden." 

Das ist nicht zwingend. 

Ich hatte nach Pilzen gefragt.

 

Ich habe nichts gegen Vegetarier, habe lange Zeit selber so gelebt. Ich habe damit aufgehört, weil ich nicht in der Gesellschaft von Selbstgerechten, manchmal agressiven Weltverbesserern und Spinnern bleiben möchte.  



Aggressiven, Selbstgerechten, Weltverbessern und Spinnern?????????

Ich wünschte ich könnte so harmonisch und freundlich sein wie Du!

GEGEN QUÄLEN UND TÖTEN IST SELBSTGERECHT?



Pilze werden gegessen ...! 

Und irgendwann wird man von Pilzen gegessen ...

Somit steht man mit ihnen auf Augenhöhe in der Nahrungskette  :D



Das sind sehr interessante Nachrichten! Ein veganes Dorf! Und ausgerechnet in Israel. Schon seit 1956! Als ich vor 12 Jahren in Israel war, habe ich davon nie etwas gehört. Schade. Ich hätte es gerne besucht. Mir war Israel immer als sehr tierausbeuterisch vorgekommen. Dort wird sehr viel Fleisch gegessen und angeboten. Aber fast nirgendwo sieht man die Tiere. Folglich müssen sie in Massentierhaltungen irgendwo verschlossen sein.

Wenn es in Israel nun ein solches veganes Dorf gibt, ist das ein echter, kleiner Hoffnungsschimmer!



Das sind sehr interessante Nachrichten! Ein veganes Dorf! Und ausgerechnet in Israel. Schon seit 1956! Als ich vor 12 Jahren in Israel war, habe ich davon nie etwas gehört. Schade. Ich hätte es gerne besucht. Mir war Israel immer als sehr tierausbeuterisch vorgekommen. Dort wird sehr viel Fleisch gegessen und angeboten. Aber fast nirgendwo sieht man die Tiere. Folglich müssen sie in Massentierhaltungen irgendwo verschlossen sein.

Wenn es in Israel nun ein solches veganes Dorf gibt, ist das ein echter, kleiner Hoffnungsschimmer!



http://earthlings.com/?page_id=30

diesen Film gibt es kostenlos im Internet zu sehen. Ich halte ihn für einen wichtigen, guten Film, der die Menschen wie kein Anderer zum Nachdenken bringt. Man kann ihn sogar kostenlos online sehen



Als ich mal in den 80 zigern 2 Jahre in Israel war, bin ich dort auch 1982 in den Veganismus eingestiegen.  Einem Veganer bin ich damals aber in ganz Israel nie begegnet, wohl aber etlichen Vegetariern.  Die Vegetariersiedlung Amirim  ist aber auch in Deutschland seit Jahrzehnten gut bekannt.  Schon bei Brockhaus wird sie erwähnt.  Und die ist nun vegan geworden?  Wohl eher vegetarisch / VEGAN.    Ist aber immer noch ein Moshav?  Gibt es da auch einheimische Palästinenser als MItglieder?     



Gute Fragen:-) Am Besten Du gehst mal auf amirim.com und stellst die Fragen dort selbst. Meine Gesprächspartner bezeichneten sich als Veganer und auf den Selbstdarstellungen wird der Begriff vegetarisch und vegan abwechselnd benutzt...

Amirim ist ein Dorf, dass in Form eines Moshav errichtet wurde - also ohne die kollektiven Verwaltungsstrukturen eines Kibbutz.